Indikatoren, Spanien

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember aufgrund neuer Corona-Bremsspuren deutlich verschlechtert.

16.12.2021 - 11:18:31

Corona-Angst belastet Unternehmensstimmung im Euroraum. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts IHS Markit fiel gegenüber dem Vormonat um 2,0 Punkte auf 53,4 Zähler, wie die Marktforscher am Donnerstag in London mitteilten. Das ist der tiefste Stand seit einem dreiviertel Jahr. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 54,4 Punkte gerechnet. Besonders deutlich trübte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor ein.

"Die Wirtschaft der Eurozone wird ein weiteres Mal von der Corona-Pandemie gebeutelt", erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Vor allem im Dienstleistungssektor hätten die steigenden Corona-Infektionen das Wachstum gedämpft und für ein enttäuschendes Jahresende gesorgt. Deutschland sei besonders stark betroffen, wenngleich die Abkühlung die gesamte Euro-Region erfasst habe.

Als ermutigend bezeichnete Williamson die Entwicklung in der Industrie, wo der Druck auf die Lieferketten etwas nachgelassen habe. Das habe der Produktion auf die Beine geholfen. "Vor allem bei den Autoherstellern hat die Fertigung erstmals seit August wieder zugelegt."

Die zuletzt sehr starken Preisanstiege seien etwas schwächer ausgefallen, sie befänden sich aber immer noch auf hohem Niveau. "Auch wenn die Inflation bald ihren Höhepunkt erreicht haben könnte, wird die Steigerungsrate hoch bleiben", erwartet Williamson.

Die Entwicklung im Überblick:

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Region/Index Dezember Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 53,4 54,4 55,4

Industrie 58,0 57,8 58,4

Dienste 53,3 54,3 55,9

DEUTSCHLAND

Industrie 57,9 56,9 57,4

Dienste 48,4 51,0 52,7

FRANKREICH

Industrie 54,9 55,5 55,9

Dienste 57,1 56,0 57,4°

@ dpa.de

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