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Indikatoren, Spanien

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im August wie erwartet etwas eingetrübt.

01.09.2020 - 11:23:02

Eurozone: Industriestimmung wie erwartet leicht gesunken. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie sei um 0,1 Punkte auf 51,7 Punkte gefallen, teilte das Institut am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde wie von Volkswirten erwartet eine erste Schätzung bestätigt. Zuvor war der Indikator drei Mal in Folge gestiegen und hatte sich so von den Folgen der Corona-Krise erholt.

Der Indexwert liegt damit weiter über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Werte oberhalb dieser Marke deuten auf Wachstum hin. Zuvor war der Indikator drei Mal in Folge gestiegen. In Folge der Corona-Krise war er im April noch bis auf ein Rekordtief von 33,4 Punkte gefallen.

"Die Industrie befindet sich zwar gerade in einem Nachfragehoch, doch die Kapazitäten werden weiter reduziert", kommentierte Chris Williamson, Chefökonom bei IHS Markit. Besorgniserregend sei, dass sich der Auftragszuwachs im August schon wieder abgeschwächt habe. "Bei der Beurteilung, wie nachhaltig der Aufschwung tatsächlich ist, sind die Daten der nächsten Monate von entscheidender Bedeutung", so Williamson.

Negativ überrascht haben die Zahlen aus Spanien. Der Wert ist unerwartet deutlich gesunken und signalisiert wieder einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Spanien wird gerade von einer zweiten Infektionswelle und den damit einhergehenden Reisewarnungen stark getroffen. Positiv überrascht hat hingegen Italien. Hier ist der Indikator stärker als erwartet gestiegen. In beiden Ländern wurde keine Erstschätzung durchgeführt.

"Der Rücksetzer in Spanien ist größer als erwartet und dies nährt Zweifel an der Erholungsdynamik in dem Land", kommentierte Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen. "Wachstum im dritten Quartal bleibt zwar wahrscheinlich, wegen der zweiten Welle und der damit einhergehenden Beschränkungen braucht Spanien aber vermutlich mehr Zeit, um das Vorkrisenniveau zu erreichen als andere Länder." Italien bleibe dagegen auf Wachstumskurs.

In Deutschland wurde der Wert aus der ersten Schätzung nach unten korrigiert. Der Indikator signalisiert jedoch weiter Wachstum für den Sektor. Im Frankreich hingegen wurde die Erstschätzung nach oben revidiert. Noch liegt der Indikator aber unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Der Eurokurs reagierte zunächst auf die spanischen Daten mit Kursverlusten. Er stieg nach der Veröffentlichung der italienischen Daten an und näherte sich wieder seinen Tageshöchstkursen an. Die Kurse deutscher Bundesanleihen gerieten etwas unter Druck.

Die Daten im Überblick:

^

Region/Index August Prognose Vorläufig Vormonat

EURORAUM

Verarb. Gew. 51,7 51,7 51,7 51,8

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 52,2 53,0 53,0 51,0

FRANKREICH

Verarb. Gew. 49,8 49,0 49,0 52,4

ITALIEN

Verarb. Gew. 53,1 52,0 51,9

SPANIEN

Verarb. Gew. 49,9 53,0 53,5°

(Angaben in Punkten)

@ dpa.de

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