Regierungen, Großbritannien

LONDON - Die Londoner Polizei steht in der Affäre um illegale Lockdown-Partys im Regierungssitz Downing Street erneut in der Kritik.

24.05.2022 - 17:11:28

Kritik an Londoner Polizei wegen Umgangs mit Partygate-Affäre. Bürgermeister Sadiq Khan von der oppositionellen Labour-Partei forderte von der Polizei am Dienstag Auskunft über ihre Ermittlungen. In einem Schreiben an die auch als Scotland Yard bekannte Behörde forderte Khan er eine "detaillierte Erklärung", nach welchen Kriterien Strafbefehle erteilt wurden. Ansonsten stehe das Vertrauen in die Polizei auf dem Spiel.

Zuvor waren Fotos aufgetaucht, die den konservativen Premierminister Boris Johnson während der strikten Corona-Beschränkungen bei einer Feier mit erhobenem Glas zeigen. Auf einem Tisch vor ihm stehen mehrere geöffnete Weinflaschen. Einen Strafbefehl erhielt Johnson dafür jedoch nicht.

Khan sagte im Sender Sky News dazu: "Das war klar eine Party. Er hat sein Glas erhoben, und da waren leere Weinflaschen. Ich denke, die Polizei sollte erklären, wie sie zu ihren Schlüssen gekommen sind." Wegen der Teilnahme an einer anderen Feier wurde Johnson bestraft. Die Ermittlungen sind inzwischen abgeschlossen. Scotland Yard zufolge wurden bei acht Zusammenkünften Verstöße festgestellt. Insgesamt ergingen Strafbefehle gegen 83 Beteiligte.

Nun wird mit der Veröffentlichung des internen Untersuchungsberichts durch die Spitzenbeamtin Sue Gray gerechnet. Die polizeilichen Ermittlungen hatte dies bislang verhindert und damit nach Ansicht von Kritikern Johnson wertvolle Zeit verschafft. Der Premierminister muss sich aber auch einer parlamentarischen Untersuchung stellen, ob er das Unterhaus in der Sache belogen hat. Zunächst hatte er jegliche illegale Lockdown-Partys abgestritten.

@ dpa.de

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