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Indikatoren, Spanien

LONDON - Die extrem schlechte Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Mai etwas aufgehellt.

21.05.2020 - 10:58:43

Eurozone: Einkaufsmanager-Stimmung erholt sich etwas von Einbruch. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Donnerstag in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft um 16,9 Punkte auf 30,5 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf 27,0 Punkte erwartet. Im April hatte der Indikator noch mit 13,6 Punkten den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1998 erreicht. Werte von unter 50 Punkten deuten auf ein Schrumpfen der Wirtschaft hin.

Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich stieg der Indikator für den Dienstleistungssektor merklich. In beiden Ländern wurden die in der Corona-Krise beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Mai etwas gelockert. Die Einschränkungen belasten vor allem den Dienstleistungssektor. In Frankreich legte auch der Industrieindikator merklich zu, während er in Deutschland nur leicht stieg.

Für die anderen Länder der Eurozone werden erst in einer zweiten Erhebung detaillierte Zahlen vorgelegt. Laut Markit sei aber auch dort eine Verlangsamung der Talfahrt zu beobachten. Italien und Spanien wurden besonders hart von der Krise getroffen.

"Die Eurozone verzeichnete auch im Mai einen Kollaps der Wirtschaftsleistung, wenngleich die Umfrageergebnisse ermutigende Hinweise dafür liefern, dass der Tiefpunkt wohl hinter uns liegt", kommentierte Chris Williamson, Chefvolkswirt von Markit die Daten. Die Lockerungen sollten die Talfahrt im Sommer weiter verlangsamen.

"Sorgen machen muss man sich darüber, dass die Nachfrage für längere Zeit wohl extrem schwach bleiben wird und die Kurzarbeiterregelungen seitens der Regierungen auslaufen", erklärte Williams. Die Wirtschaft der Eurozone dürfte daher aus seiner Sicht in diesem Jahr um nahezu neun Prozent schrumpfen und die Erholung mehrere Jahre dauern.

^

Region/Index Mai Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 30,5 27,0 13,6

Verarb. Gew. 39,5 38,0 33,4

Dienste 28,7 25,0 12,0

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 36,8 39,4 34,5

Dienste 31,4 26,0 16,2

FRANKREICH

Verarb. Gew. 40,3 36,0 31,5

Dienste 29,4 28,0 10,2°

(Angaben in Punkten)

@ dpa.de

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