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Vermischtes, Save the Children Deutschland e.V.

London - Die COVID-19-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf die Bildung von Kindern aus armen Verh?ltnissen und vergr??ert die Kluft sowohl zwischen Arm und Reich als auch zwischen M?dchen und Jungen.

10.09.2020 - 10:07:30

Weltweite Umfrage: COVID-19-Pandemie vergr??ert Kluft zwischen Arm und Reich

London - Die COVID-19-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf die Bildung von Kindern aus armen Verh?ltnissen und vergr??ert die Kluft sowohl zwischen Arm und Reich als auch zwischen M?dchen und Jungen. Das ergibt eine weltweite Umfrage der Kinderrechtsorganisation Save the Children unter mehr als 25.000 Kindern und Erwachsenen in 37 L?ndern. Ein halbes Jahr, nachdem die Weltgesundheitsorganisation eine Pandemie ausrief, zeigt die Befragung: Die am meisten benachteiligten Kinder sind infolge von COVID-19 ?berproportional von fehlendem Schutz, mangelnder Bildung sowie von schlechter Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung betroffen.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Umfrage sind:

- Zwei Drittel der Kinder hatten w?hrend der Lockdowns ?berhaupt keinen Kontakt zu Lehrern; acht von zehn Kindern sagten, seit der Schlie?ung der Schule wenig oder nichts gelernt zu haben. - Die h?usliche Gewalt verdoppelte sich: W?hrend der Schulschlie?ungen betrug der Anteil gemeldeter F?lle 17%, verglichen mit 8%, als Kinder zur Schule gingen. - 63% der M?dchen m?ssen h?ufiger als fr?her Arbeiten im Haushalt verrichten, im Vergleich zu 43% der Jungen. - 93% der Haushalte, die durch die Pandemie mehr als die H?lfte ihres Einkommens verloren haben, berichteten ?ber Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitsdiensten. - Mehr Investitionen in Bildung, Gesundheit und Ern?hrung, psychische Gesundheitsdienste und soziale Sicherheitsnetze sind dringend erforderlich.

"Wir m?ssen daf?r sorgen, dass nicht die Kinder den h?chsten Preis f?r die Pandemie bezahlen", sagt Susanna Kr?ger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children Deutschland. "COVID-19 hat bestehende Ungleichheiten vergr??ert, mit dramatischen Folgen f?r die Kinder. Um eine ganze Generation vor dem Verlust ihrer Zukunft zu sch?tzen, m?ssen einkommensschwache L?nder und fragile Staaten dabei unterst?tzt werden, in ihre Kinder zu investieren. Die Bed?rfnisse der Kinder m?ssen im Mittelpunkt aller Bem?hungen stehen, die R?ckschritte der vergangenen Monate wieder aufzuholen."

Die Ergebnisse der Umfrage wurden im Bericht "Protect A Generation" von Save the Children ver?ffentlicht. Es handelt sich um die gr??te weltweite Umfrage dieser Art seit der Ausrufung der COVID-19-Pandemie am 11. M?rz. Die Kinderrechtsorganisation befragte mehr als 25.000 Kinder und ihre Betreuungspersonen nach ihren Erfahrungen, ?ngsten und Hoffnungen w?hrend dieser globalen Krise.

Die Umfrage belegt, dass die COVID-19-Pandemie die Ungleichheiten entlang der Wohlstands- und Geschlechtergrenzen verst?rkt. Demnach erlitten ?rmere Haushalte h?ufiger Einkommensverluste (82%) als Haushalte, die nicht als arm eingestuft werden (70%). Neun von zehn Haushalten, die durch die Pandemie mehr als die H?lfte ihres Einkommens verloren haben, berichteten ?ber Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitsdiensten. 45% der Befragten aus armen Haushalten berichteten, dass sie w?hrend der Pandemie Schwierigkeiten hatten, medizinische Versorgung zu bezahlen.

Die Umfrage belegte auch, dass M?dchen von der COVID-19-Pandemie st?rker betroffen sind als Jungen: 63% der M?dchen sagten, dass sie nun mehr Hausarbeiten erledigten und mehr als die H?lfte (52%) gab an, mehr Zeit f?r die Betreuung von Geschwistern aufzuwenden. Bei den Jungen waren es 43% beziehungsweise 42%. 20% der M?dchen gaben an, dass sie w?hrend der Schulschlie?ung nichts gelernt h?tten, w?hrend dies nur bei 10% der Jungen der Fall war.

Im Bereich Bildung ergab die Umfrage zudem, dass weniger als 1% der ?rmeren Kinder Zugang zu dem f?r den Fernunterricht ben?tigten Internet hatten. Unter den Haushalten, die sich selbst als nicht arm einstuften, waren es 19%. Etwa 37% der ?rmeren Familien berichteten zudem ?ber Schwierigkeiten bei der Bezahlung von Lernmaterialien, verglichen mit 26% der Familien, die sich selbst als nicht arm einstuften. Zwei Drittel der Kinder gaben an, w?hrend der Schulschlie?ungen ?berhaupt keinen Kontakt zu ihren Lehrkr?ften gehabt zu haben, im ?stlichen und s?dlichen Afrika waren es sogar acht von zehn Kindern.

Kinder, die keinen Zugang zu Bildung haben, sind einem gr??eren Risiko ausgesetzt, nie mehr zur Schule zur?ckzukehren und Opfer von Kinderarbeit, Kinderheirat und anderen Formen der Ausbeutung zu werden. Save the Children sch?tzt, dass die COVID-19-Pandemie den gr??ten Bildungsnotstand in der Geschichte verursacht hat: Etwa 9,7 Millionen Kinder kehren vermutlich nicht wieder zur Schule zur?ck (mehr zum Bildungsnotstand im Report " Save our Education (https://www.savethechildren.de/fileadmin/user_upload/Downloads_Dokume nte/Berichte_Studien/2020/report_SaveOurEducation_SaveTheChildren_20200710.pdf) ").

Zudem zeigte die Umfrage, dass

- 83% der Kinder ?ber einen Anstieg von negativen Gef?hlen berichteten - fast zwei Drittel der Haushalte (62%) es schwierig fanden, ihre Familien w?hrend der Pandemie mit ausgewogenem, nahrhaftem Essen zu versorgen - 19% der Haushalte, in denen Kinder von Gewalt berichteten, ?ber die H?lfte ihres Haushaltseinkommens aufgrund von COVID-19 verloren hatten.

Save the Children fordert Regierungen auf, allen Kindern qualitativ hochwertigen Fernunterricht zu erm?glichen, Nachholkurse anzubieten und auch nach den Schul?ffnungen allen Kindern den Zugang zum Lernen zu gew?hrleisten. Um f?r zuk?nftige Pandemien gewappnet zu sein, m?ssen soziale Sicherheitsnetze und starke Gesundheits- und Ern?hrungssysteme aufgebaut werden. Dringend ben?tigt werden auch Mittel f?r Elternprojekte sowie f?r Schutzdienste f?r Kinder, die Opfer von Missbrauch, Gewalt oder Ausbeutung geworden sind.

Save the Children befragte 8069 Kinder zwischen 11 und 17 Jahren und 17.565 Erwachsene in 37 L?ndern, allesamt Beg?nstigte von Save the Children. Die meisten der befragten Kinder befanden sich in Asien (45 %), gefolgt von Ost- und S?dafrika (20 %), Lateinamerika (14 %), dem Nahen Osten (10 %) sowie West- und Zentralafrika (8 %). Die Umfragen erfolgten online und telefonisch.

Der Bericht "Protect a Generation" steht unter folgendem Link zum Download bereit:

https://bit.ly/3m3yOzt

Unter folgenden Links finden Sie Case Stories sowie Fotos und Schnittbilder zum Download. Die Bilder stehen Ihnen unter der Nennung ? Save the Children auch zur Weitergabe an Dritte honorarfrei zur Verf?gung.

- El Salvador: https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SFK0I3D (h ttps://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.contenthu bsavethechildren.org%2FPackage%2F2O4C2SFK0I3D&data=01%7C01%7CSusanne.Sawadogo% 40savethechildren.de%7Cab0805d2b2244254d67c08d853f6a2dc%7C7e675e17e6ed49b38fb7 7005366df847%7C0&sdata=NacntyUYyxp8b0c0YqNbBvmwq4g43wluXBhv%2Bw4XStQ%3D&reserv ed=0) - Jemen: https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SFKERLQ (https:/ /eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.contenthubsavet hechildren.org%2FPackage%2F2O4C2SFKERLQ&data=01%7C01%7CSusanne.Sawadogo%40save thechildren.de%7Cab0805d2b2244254d67c08d853f6a2dc%7C7e675e17e6ed49b38fb7700536 6df847%7C0&sdata=sVYMq6paOzKs9VxXgp2cfFnMy2F0Ui206clKhh7l%2FeE%3D&reserved=0) - Bangladesch: https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SF0XI3E (h ttps://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.contenthu bsavethechildren.org%2FPackage%2F2O4C2SF0XI3E&data=01%7C01%7CSusanne.Sawadogo% 40savethechildren.de%7Cab0805d2b2244254d67c08d853f6a2dc%7C7e675e17e6ed49b38fb7 7005366df847%7C0&sdata=C6qMSlvA0jqZq5HFTEXl%2FGksQa5IU9xwkPdz88EcJMU%3D&reserv ed=0) - ?thiopien: https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SFKKEEI (htt ps://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.contenthubs avethechildren.org%2FPackage%2F2O4C2SFKKEEI&data=01%7C01%7CSusanne.Sawadogo%40 savethechildren.de%7Cab0805d2b2244254d67c08d853f6a2dc%7C7e675e17e6ed49b38fb770 05366df847%7C0&sdata=d2DEKteIagkkRmT4qbFJHey74ax5SXRuSK%2BeUNk9Dac%3D&reserved =0) - Simbabwe: https://www.contenthubsavethechildren.org/Package/2O4C2SFKWDR1 (http s://eur03.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fwww.contenthubsa vethechildren.org%2FPackage%2F2O4C2SFKWDR1&data=01%7C01%7CSusanne.Sawadogo%40s avethechildren.de%7Cab0805d2b2244254d67c08d853f6a2dc%7C7e675e17e6ed49b38fb7700 5366df847%7C0&sdata=QqMu6cdMkcKu%2BtOT%2Bbc2%2FxPNxNQQEgFlbjdC5NYKyIA%3D&reser ved=0)

Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressestelle.

?ber Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gr?ndete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und ?sterreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen gr??te unabh?ngige Kinderrechtsorganisation der Welt in ?ber 110 L?ndern im Einsatz. Save the Children ist da f?r Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen - seit 100 Jahren und dar?ber hinaus. Diese Kinder zu sch?tzen, zu st?rken und zu f?rdern ist das zentrale Anliegen der Organisation. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie ?berleben und Gesundheit. Save the Children setzt sich ein f?r eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen k?nnen.

Pressekontakt:

Save the Children Deutschland e.V. Pressestelle - Susanne Sawadogo Tel.: 030 - 27 59 59 79 - 120 Mail: mailto:susanne.sawadogo@savethechildren.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106106/4702523 Save the Children Deutschland e.V.

@ presseportal.de