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Haushalt, Steuern

LONDON - Die britische Wirtschaft wird nach Ansicht von Finanzminister Rishi Sunak noch länger brauchen, um sich von dem "ökonomischen Schock" in Folge der Corona-Pandemie zu erholen.

03.03.2021 - 15:55:30

Finanzminister: Corona-Schaden in britischer Wirtschaft ist 'heftig'. Die Wirtschaftsleistung des Landes sei seit März 2020 um 10 Prozent zurückgegangen, und mehr als 700 000 Menschen hätten ihre Jobs verloren. "Der Schaden, den das Coronavirus angerichtet hat, ist heftig", sagte Sunak am Mittwoch in London bei der Vorstellung seines Haushaltsplans.

Um einen weiteren sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit zu vermeiden, verlängert Großbritannien sein der deutschen Kurzarbeit ähnelndes "Furlough"-Programm bis Ende September - also einige Monate über die derzeit geplante Wiedereröffnung von Unternehmen, Gastronomie und Kulturstätten hinaus. Für den Neustart sind zudem Zuschüsse für Betriebe geplant, außerdem sollen Selbstständige bessere Unterstützung erhalten. Um auch den Immobilienmarkt anzukurbeln, verlängerte Sunak die teilweise Aussetzung der Grunderwerbsteuer beim Kauf von Häusern bis Ende Juli.

Um die Kosten der Corona-Pandemie zu stemmen, nimmt Großbritannien in diesem Fiskaljahr 355 Milliarden Pfund Schulden auf - das entspricht dem Finanzminister zufolge 17 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung und so hohen Schulden wie zuletzt in Kriegszeiten. Sunak kündigte eine Erhöhung der Steuern für großere Unternehmen ab 2023 an, verwies jedoch mit Blick auf ausländische Investoren darauf, dass das Vereinigte Königreich auch dann noch eine vergleichsweise niedrige Besteuerung von Unternehmen haben werde.

@ dpa.de

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