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Medien, Regierungen

LONDON - Die britische Regierung hat die Pressekonferenz der belarussischen Behörden mit dem inhaftierten Blogger Roman Protassewitsch scharf verurteilt.

15.06.2021 - 11:27:28

London kritisiert belarussische Pressekonferenz mit Protassewitsch. "Die andauernde Misshandlung des Journalisten Roman Protassewitsch in Belarus ist inakzeptabel", twitterte Außenminister Dominic Raab am Dienstag. "Die gestrige Pressekonferenz, bei der Roman eindeutig unter Zwang gehandelt hat, markiert einen neuen Tiefpunkt der Angriffe des Regimes von (Machthaber Alexander) Lukaschenko auf die Menschenrechte." Raab forderte, Protassewitsch freizulassen und die Pressefreiheit zu verteidigen.

Die belarussischen Behörden hatten den 26-Jährigen am Montag in Minsk in einer Presserunde vorgeführt. Protassewitsch betonte dabei, er fühle sich ausgezeichnet und werde in Haft nicht misshandelt. "Mam, Pap, sorgt Euch nicht, mit mir ist alles völlig in Ordnung", sagte er in Richtung seiner im Ausland lebenden Eltern. Journalisten des britischen Senders BBC verließen aus Protest gegen Protassewitschs Auftritt den Raum. "Wir nehmen nicht teil, wenn er eindeutig gezwungen wird", twitterte BBC-Reporter Jonah Fisher.

Vor drei Wochen hatten die Behörden des autoritär geführten Landes eine Ryanair-Passagiermaschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen. An Bord waren der Regierungskritiker Protassewitsch, Mitgründer des oppositionellen Telegram-Kanals Nexta, und seine Freundin Sofia Sapega. Beide wurden festgenommen. Die EU, Großbritannien und die USA verhängten daraufhin erneut Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik.

@ dpa.de

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