Regierungen, Großbritannien

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May verliert in ihrer eigenen Partei immer mehr an Rückhalt.

12.11.2017 - 16:28:24

40 eigene Abgeordnete wollen May das Misstrauen aussprechen. Vierzig Abgeordnete der regierenden britischen Konservativen sind einem Medienbericht zufolge bereit, ihr das Misstrauen auszusprechen. Damit fehlen nur acht Unterzeichner eines "Misstrauensbriefs", mit dem eine Neuwahl der Parteispitze erzwungen werden könnte, wie die Zeitung "Sunday Times" berichtet. Am kommenden Dienstag, wenn das Brexit-Gesetz erneut im Parlament besprochen wird, könnte May eine Niederlage drohen.

Mays Position ist bereits seit der von ihr vorgezogenen Wahl im Juni angeschlagen, in der die Tories entgegen ihren Plänen die Mehrheit im Unterhaus verloren, anstatt sie auszubauen. Weiter geschwächt wurde ihre Regierung zuletzt durch den Mangel an Fortschritt bei den EU-Austrittsgesprächen in Brüssel. Kritiker lasten May an, dass auch sechs Runden der Brexit-Gespräche kaum Klarheit über den weiteren Verlauf des EU-Austritts und den Zeitplan gebracht haben. Binnen zwei Wochen waren zwei ihrer Minister zurückgetreten.

In einem geheimen Brief an die Regierungschefin haben nach einem Medienbericht indes zwei ihrer Minister May aufgefordert, notfalls einen "harten Brexit" durchzuziehen. Außenminister Boris Johnson und Umweltminister Michael Gove, die beide für den Brexit Wahlkampf gemacht hatten, forderten, dass alle Übergangsregelungen nach einem Austritt aus der EU spätestens am 30. Juni 2021 enden müssten.

Das Schreiben wurde den Angaben zufolge der Sonntagszeitung "Mail on Sunday" zugespielt. Großbritannien soll im März 2019 aus der Union austreten. Das Land müsse auch auf ein No-Deal-Szenario vorbereitet sein, in dem Großbritannien die EU ohne eine Einigung mit Brüssel verlassen würde, argumentieren Gove und Johnson.

Johnson selbst sieht sich indes mit scharfen Rücktrittsforderungen der Opposition konfrontiert. Der Außenminister habe das Land lange genug "lächerlich gemacht", schrieb Labour-Parteiführer Jeremy Corbyn in einem Leitartikel für den "Guardian". Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan forderte Johnson auf, sein Amt aufzugeben.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Whiskey, Jeans und Co - EU-Zölle auf US-Produkte treten in Kraft. In der Nacht zum Freitag treten um Mitternacht die Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter in Kraft. Damit reagiert die Europäische Union auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Bei Importen in die USA werden seit Anfang Juli Zölle in Höhe von 25 Prozent bei Stahl und 10 Prozent bei Aluminium aus Europa fällig. BRÜSSEL - Im Handelsstreit mit den USA kommt die geschlossene Antwort der EU. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 06:03) weiterlesen...

Opec-Staaten einigen sich offenbar auf höhere Öl-Förderung. Laut dem irakischen Ölminister Jabbar Al-Luaibi laufe es auf einen Anstieg von etwas weniger als einer Million Barrel täglich hinaus. Das sagte er am späten Donnerstagabend in Wien. Der Vertreter des Iran sagte, dass er sich vorstellen könnte, dem zuzustimmen. WIEN - Vor dem Treffen der Opec-Staaten und weiterer wichtiger Förderländer am Freitag und Samstag in Wien habe sich die Staaten des Ölkartells offenbar auf eine leichte Erhöhung der Fördermengen geeignigt. (Boerse, 21.06.2018 - 23:26) weiterlesen...

Nahles zu Unionsstreit: Deutschland und Europa in Geiselhaft. Sie sei "sehr verärgert über die Art und Weise, wie hier mit Deutschland auch gespielt wird, weil man offensichtlich Panik hat, dass man in Bayern die absolute Mehrheit verliert", sagte sie am Donnerstagabend in den ARD-"tagesthemen" mit Blick auf die CSU und die bayerische Landtagswahl im Oktober. BERLIN - Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat den anhaltenden Konflikt in der Union über die Asylpolitik und insbesondere die CSU scharf kritisiert. (Wirtschaft, 21.06.2018 - 21:40) weiterlesen...

Zähes Ringen um letztes Rettungspaket für Griechenland (Wirtschaft, 21.06.2018 - 20:50) weiterlesen...

Deutsche Regierungskreise: Asyltreffen hat Vorbereitungscharakter. In deutschen Regierungskreisen hieß es am Donnerstag: "Das Treffen am Sonntag hat lediglich vorbereitenden Charakter." Die Bundesregierung sei in konstruktiven Gesprächen mit Italien. BEIRUT - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist bemüht, den Wirbel um das am Sonntag geplante Asyltreffen mehrerer europäischer Staats- und Regierungschef in Brüssel zu dämpfen. (Wirtschaft, 21.06.2018 - 20:30) weiterlesen...

IWF-Chefin warnt vor Konjunkturrisiko durch Handelskonflikt. Dies kündigte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Donnerstag am Rande der Beratungen der Euro-Finanzminister in Luxemburg an. Noch laufe es gut, aber "wir sehen Anzeichen, dass der Höhepunkt erreicht ist". Eine scharfer Knick sei aber nicht zu erwarten. Zuletzt hatte der IWF für 2018 mit 2,4 Prozent Wachstum für die Eurozone gerechnet. LUXEMBURG - Wegen zunehmender Risiken will der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognose für die Eurozone etwas senken. (Wirtschaft, 21.06.2018 - 20:26) weiterlesen...