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LONDON - Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich betrübt gezeigt über die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land.

09.01.2022 - 15:12:03

Corona-Tote in Großbritannien: Johnson beklagt 'furchtbaren Tribut'. Am Wochenende hatte die Zahl der Todesfälle bei mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infizierten die Marke von 150 000 überschritten. Großbritannien ist das erste Land Europas, mit Ausnahme Russlands, das so viele Tote in der Pandemie zu beklagen hat.

"Das Coronavirus hat einen furchtbaren Tribut in unserem Land gefordert (...)", schrieb Johnson am Samstagabend auf Twitter. Den Angehörigen der Gestorbenen sprach der konservative Politiker sein Mitgefühl aus und fügte hinzu: "Unser Ausweg aus dieser Pandemie ist, dass jeder seinen Booster bekommt, oder die erste oder zweite Impfung, wenn noch nicht erhalten."

Die tatsächliche Zahl der Corona-Toten im Vereinigten Königreich dürfte sogar noch höher sein. So wurde bereits auf mehr als 173 000 Totenscheinen in Großbritannien Covid-19 vermerkt. Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiter fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146 000 Neuinfektionen registriert.

Die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) wurde zuletzt mit 1900 angegeben (Stand: 3. Januar). Während die Kurve in London inzwischen aber abzuflachen scheint, steigen die Zahlen im Norden Englands weiterhin stark an.

Schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im größten Landesteil England lehnt die Regierung in London bislang unter Verweis auf die nicht im selben Maß gestiegenen Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ab. Immer mehr Krankenhausträger schlagen jedoch Alarm, weil ihnen wegen der vielen Infektionsfälle zunehmend Personal fehlt.

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Bereits Ende vergangenen Jahres war Johnson wegen Berichten über Lockdown-Partys im Regierungssitz erheblich unter Druck geraten. Eine interne Untersuchung soll derzeit klären, ob dabei gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde. Im Fokus stehen Berichte über Partys im Dezember 2020.

@ dpa.de

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