Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Italien, Deutschland

LONDON / BRÜSSEL - Es ist soweit: Großbritannien schließt am Donnerstag um Mitternacht den Brexit endgültig ab.

31.12.2020 - 09:16:27

Großbritannien bricht mit der EU. Dann endet nach einer elfmonatigen Übergangsphase seit dem EU-Austritt auch die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. Zu Neujahr wird die wirtschaftliche Trennung von der Europäischen Union vollzogen.

"Das Schicksal dieses großartigen Landes liegt jetzt fest in unseren Händen", sagte Premierminister Boris Johnson. "Am 31. Dezember um 23.00 Uhr (Ortszeit) beginnt ein neuer Anfang in der Geschichte unseres Landes und eine neue Beziehung mit der EU als deren engster Verbündeter. Endlich ist dieser Moment gekommen, und jetzt ist die Zeit, ihn zu nutzen", sagte Johnson.

Zuvor hatte das britische Parlament das von Johnson vorgelegte Ratifizierungsgesetz an einem Tag durchgewinkt. Mit der Zustimmung von Staatsoberhaupt Königin Elizabeth II, dem "Royal Assent", trat das Gesetz kurz darauf in Kraft. Premier Johnson wird die historische Stunde mit seiner Familie in seinem Amtssitz in der Londoner Downing Street verbringen.

Großbritannien war nach 47 Jahren Mitgliedschaft bereits Ende Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Das in letzter Minute mit der EU ausgehandelte Handels- und Partnerschaftsabkommen soll nun einen harten Bruch vermeiden. Wichtigster Punkt ist, dass im Warenhandel auch künftig keine Zölle und Mengenbeschränkungen gelten. Zudem regelt der knapp 1250 Seiten starke Vertrag viele weitere Themen, darunter Fischfang und Zusammenarbeit bei Energie, Transport, Justiz, Polizei.

Dennoch gibt es große Änderungen. So werden an den Grenzen künftig Kontrollen nötig, weil Standards überprüft werden müssen, unter anderem bei Agrarprodukten. Für Bürger ist die Möglichkeit des einfachen Umzugs vorbei. Auch die Visafreiheit bei Reisen ist künftig zeitlich begrenzt.

Als guten Kompromiss angesichts der schwierigen Umstände und langen Verhandlungen wertet der Brexit-Beauftragte des Europäischen Parlaments, David McAllister, den Handelspakt. Der Deal sei "umfassend, fair und ausgewogen", sagte der CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag). "Unsere künftige Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich steht damit auf einer soliden und rechtlich abgesicherten Grundlage, mit der Perspektive, unsere Beziehungen weiter zu vertiefen."

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber betrachtet den Brexit als "Lehrstück für das Scheitern der Populisten". Das Jahr 2016 sei mit dem Brexit-Referendum und der Wahl von US-Präsident Donald Trump "der Höhepunkt des Twitter-Populismus" gewesen, sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Die Menschen spüren im Jahr 2020 und '21, dass diese Art von Politik nicht zu guten Ergebnissen führt."

Dennoch seien EU-Staaten auch künftig nicht immun gegen Spaltungstendenzen, sagte Weber, der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament ist. "Ich glaube auch, dass der Schock des Brexits jetzt tief sitzt und dass viele auch gelernt haben, wie wir mit Europa umgehen müssen, wie wir miteinander umgehen müssen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Italien verschärft Corona-Regeln - deutliche Lockerung auf Sardinien. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte. ROM - Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 18:21) weiterlesen...

Aceto Balsamic - Essig-Streit zwischen Italien und Slowenien um den Balsamico Sollen sich alle Weinessige mit Traubenmost «Aceto Balsamico» nennen dürfen? Das geht zu weit - und verstößt gegen EU-Recht, empören sich die Essig-Hersteller in Italien. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 12:06) weiterlesen...

HINTERGRUND: EZB schreibt das Thema Nachhaltigkeit ganz groß. Seit dem Amtsantritt von Christine Lagarde im November 2019 steht das Thema weit oben auf der Agenda der neuen Chefin. Sie befürchtet negative Folgen der Erderwärmung auf die Wirtschaft, die so die Inflation anheizen könnten. Dürren etwa könnten zu Ernteausfällen führen und so Preise stark in die Höhe treiben. Damit wäre eines der zentralen Ziele der Notenbank - die Wahrung der Preisstabilität - in Gefahr. Doch ob sich politisch unabhängige Notenbanken wie die EZB mit einer "grünen Geldpolitik" aktiv in den Kampf gegen die Erwärmung des Erdklima einschalten sollen, ist umstritten. FRANKFURT - Alle reden vom Klimawandel - auch die Europäische Zentralbank (EZB). (Wirtschaft, 27.02.2021 - 11:03) weiterlesen...

Essig-Streit zwischen Italien und Slowenien um den Balsamico. Aktuell liefern sie sich Gefechte mit der Konkurrenz in Slowenien. Das Konsortium zum Schutz des Aceto Balsamico di Modena fühlt sich angegriffen aus dem kleinen, östlichen Nachbarland. Die dortige Regierung habe bei der EU einen Antrag auf eine "nationale technische Norm" gestellt, die man von Grund auf ablehne, argumentiert der Verband aus Modena in der Emilia-Romagna. ROM - Italiens Essig-Hersteller gehen in eine neue Runde in ihrem hartnäckigen Kampf um die Qualität und den Namen ihrer Produkte. (Wirtschaft, 27.02.2021 - 09:41) weiterlesen...

Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Impfpass nach Vorbild Israels. BERLIN - Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Corona-Impfpass, der den Besuch von Theatern, Fitnessstudios, Sportereignissen oder auch Reiseerleichterungen ermöglicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 16 Prozent dafür, einen solchen "Grünen Pass" nach dem Vorbild Israels sofort einzuführen. Weitere 44 Prozent meinen, man sollte damit warten, bis alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Nach derzeitiger Planung soll das bis zum 21. September der Fall sein. Nur 35 Prozent lehnen die Einführung eines Passes, der Geimpften Vorteile gegenüber nicht Geimpften ermöglicht, grundsätzlich ab. Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Impfpass nach Vorbild Israels (Wirtschaft, 27.02.2021 - 08:41) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs unter 1,21 US-Dollar - Dollar-Stärke belastet. Eine Dollar-Stärke belastete die Gemeinschaftswährung und drückte den Kurs im US-Handel zeitweise bis auf 1,2072 Dollar. Zuletzt notierte der Euro bei 1,2081 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,2121 (Donnerstag: 1,2225) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8250 (0,8180) Euro. NEW YORK - Der Kurs des Euro ist am Freitag unter 1,21 US-Dollar gefallen. (Boerse, 26.02.2021 - 21:07) weiterlesen...