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Regierungen, USA

LONDON / BERLIN - Mithilfe eines neuen Beratungsgremiums will die G7 sich besser für künftige Gesundheitskrisen rüsten und gemeinsame Ansätze in Wirtschaft und Politik wiederherstellen.

07.03.2021 - 09:05:01

Deutsche Beraterin: G7 wollen Gemeinsamkeiten wiederherstellen. "Unser Job ist, ganz konkrete Empfehlungen zu entwickeln, die neu, umsetzbar, präzise, kurz und knackig sind", sagte die Handelsexpertin Stormy Mildner der Deutschen Presse-Agentur. Die Chefin des Aspen Institute Berlin ist die deutsche Vertreterin im G7 Economic Resilience Panel, das die britische G7-Präsidentschaft eingerichtet hat.

"Wir haben den spezifischen Auftrag, uns mit der Frage der Resilienz von Gesellschaften und Ökonomien auseinanderzusetzen", sagte Mildner. Dabei geht es in erster Linie darum, die Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie zu stärken und für künftige Krisen zu wappnen.

"Wir müssen darüber sprechen, wie wir in Zukunft Risiken besser erkennen und uns besser auf Krisen vorbereiten können", sagte Mildner. "Wie können wir gemeinsam eine Krise abfedern? Und besonders wichtig: Wie können wir besser aus einer Krise lernen und unsere Gesellschaften und Wirtschaften transformieren, um uns in Zukunft weniger krisenanfällig zu machen?" Ziel müsse sein, nicht in den Systemzustand vor der Krise zurückzufallen, sondern die Krise zu nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

"Regierungen geben enorme Summen aus, um die Corona-Krise abzufedern." Diese Maßnahmen müssten so ausgestaltet sein, dass sie helfen, die Gesellschaften zu transformieren. "Im vergangenen Jahr ist vielleicht nicht immer in allen Ländern gleichermaßen berücksichtigt worden, dass das das Ziel sein sollte."

Ziel sei zudem, die Gruppe der sieben führenden Wirtschaftsmächte wiederzubeleben. "In den vergangenen vier Jahren war das transatlantische Verhältnis sehr angespannt", sagte Mildner mit Blick auf die Jahre der Präsidentschaft von Donald Trump in den USA. "Es ist viel Vertrauen verlorengegangen." Die G7-Präsidentschaft wolle nun einen neuen Anstoß geben zur Lösung globaler Herausforderungen.

Doch auch die Erfahrungen aus der Corona-Krise seien ein Grund für das neue Beratergremium, das vom britischen Diplomaten Mark Sedwill geleitet wird. Viele Länder hätten zu Beginn der Pandemie rein national gehandelt. "Deutschland war das erste Land, das in der EU zu Beginn der Krise den Export von Masken eingeschränkt hat." Nun müsse beraten werden, wie solches Verhalten verhindert und Regierungen besser auf Krisen vorbereitet werden können. "Häufig ist es nicht das Problem, dass wir Risiken nicht erkennen", sagte Mildner. "Ehrlich gesagt wussten wir auch um die Risiken von Pandemien. Und trotzdem gelingt es uns nicht, uns ordentlich darauf vorzubereiten."

Das liege auch an der Gleichzeitigkeit der vielen Herausforderungen: Einkommensungleichheit, Misstrauen in Regierungstätigkeit, Klimawandel, Digitalisierung, Migrationsfragen, geopolitische Konflikte, Cyberrisiken. "Die Politik hat viel auf dem Tisch. Dabei die richtigen Prioritäten zu setzen, ist schwer", sagte Mildner. Ziel des G7-Gremiums sei daher zunächst, eine gemeinsame Haltung zu entwickeln. "Das ist schon der erste wichtige Schritt, den wir machen müssen: Uns zu verständigen, wo überhaupt die Probleme liegen und wie wir die angehen wollen."

Es dauere zwar eine Weile, kaputtes Vertrauen zu reparieren, sagte Mildner. Die G7 könnten in diesem Jahr aber wieder zu einheitlichen Positionen zurückfinden. Es gebe viele Interessensüberschneidungen, etwa beim Klimawandel. "Die G7 wollen sich wieder auf gemeinsame Aktionspläne verständen - also Taten und nicht nur schöne Worte auf dem Papier", sagte Mildner.

@ dpa.de

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