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LETICIA - Angesichts der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet wollen die Länder in der Region eine gemeinsame Strategie für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung entwerfen.

06.09.2019 - 05:47:25

Amazonas-Länder wollen Umwelt- und Entwicklungspolitik koordinieren. Am Freitag treffen sich Staatschefs und Regierungsvertreter aus Brasilien, Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Suriname im kolumbianischen Leticia zum Amazonas-Gipfel. Ziel des Treffens sei ein regionaler Dialog über den Schutz und die nachhaltige Nutzung des Amazonasgebiets, teilte das Außenministerium in Bogotá mit.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wird wegen einer bevorstehenden Operation nicht persönlich an dem Gipfel teilnehmen, aber per Videokonferenz zugeschaltet werden. Die brasilianische Delegation wird von Außenminister Ernesto Araújo angeführt.

Das ganze Amazonasgebiet leidet derzeit unter zahlreichen Bränden in Waldgebieten. Nach Einschätzung von Umweltschützern stecken meist Farmer bereits abgeholzte Flächen in Brand, um neues Weideland zu schaffen. In der derzeitigen Trockenzeit greifen die Flammen aber auch immer wieder auf noch intakte Waldflächen über. Besonders Bolsonaro war zuletzt international in die Kritik geraten, weil er die wirtschaftliche Nutzung des für das Weltklima bedeutenden Regenwaldes vorantreibt.

@ dpa.de

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