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Vermischtes, MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Leipzig - Die Pressefreiheit in Deutschland ist nicht mehr "gut", sondern nur noch "zufriedenstellend" - so das Urteil von "Reporter ohne Grenzen" in seinem k?rzlich ver?ffentlichten Ranking der Pressefreiheit.

29.04.2021 - 17:23:28

Tag der Pressefreiheit: Medienfreiheitsrechte auch in Deutschland gef?hrdet

Leipzig - Die Pressefreiheit in Deutschland ist nicht mehr "gut", sondern nur noch "zufriedenstellend" - so das Urteil von "Reporter ohne Grenzen" in seinem k?rzlich ver?ffentlichten Ranking der Pressefreiheit. Und auch die j?ngste Studie des Europ?ischen Zentrums f?r Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) trug die ?berschrift "Feindbild Journalismus". Nicht nur Journalistenverb?nde werten dies alles als besorgniserregend. Der MDR nutzt den diesj?hrigen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai, um in seinen Angeboten mit einem Schwerpunkt auf die aktuelle Situation von Journalistinnen und Journalisten im In- und Ausland aufmerksam zu machen und deren Arbeit und Bedeutung f?r die Gesellschaft und die Demokratie zu erkl?ren.

"Verbale Anfeindungen, Drohungen bis hin zu offener Gewalt behindern auch die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten im Sendegebiet des MDR. Das ist absolut inakzeptabel", betont MDR-Intendantin Karola Wille.

Die Angriffe auf die Rundfunk- und Pressefreiheit sind f?r Wille auch ein Angriff auf ein Fundament unserer demokratischen Gesellschaft. "In Zeiten von Desinformation, Verschw?rungserz?hlungen, Hass und Hetze im Netz ist die Gew?hrleistung eines offenen und freien, pluralistischen Meinungs- und Willensbildungsprozesses wichtiger denn je", so Wille.

Der MDR kommt seiner Verantwortung nach, durch vielf?ltige Ma?nahmen die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen sicherzustellen. Der MDR nimmt den Tag der Pressefreiheit zum Anlass, einen medialen Scheinwerfer auf die Situation der Presse- und Rundfunkfreiheit gerade in dieser Pandemiezeit zu richten.

Schon am Sonntag, 2. Mai, k?nnen sich H?rerinnen und H?rer ab 18.00 Uhr in der Radio-Sendung "Mensch Nachbar" im MDR SACHSENRADIO ?ber die Stellung der Medien und die Lage der Pressefreiheit in unseren Nachbarl?ndern Polen und Tschechien informieren. MDR AKTUELL - das Nachrichtenradio wird am 3. Mai ein Interview mit Deniz Y?cel senden. Der deutsch-t?rkische Welt-Korrespondenten sa? von 2017 bis 2018 ein Jahr lang in der T?rkei wegen angeblicher "Terrorpropaganda" in Untersuchungshaft, weil er seinem journalistischen Beruf nachgegangen ist.

Der MDR-Programmdirektor in Leipzig, Klaus Brinkb?umer, wird bei "MDR um 4" im TV am 3. Mai zu Gast sein und seine Erfahrungen und Eindr?cke aus verschiedenen Perspektiven einbringen. Die ARD-Sendung BRISANT, welche der MDR f?r Das Erste t?glich von Leipzig aus produziert, wiederum befasst sich mit der lebensgef?hrlichen Arbeit eines Journalisten in Mexiko. Und in der Nachrichtensendung MDR AKTUELL werden MDR- und ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten aus Indien, Tschechien und den USA zu unterschiedlichen Entwicklungen der Pressefreiheit in ihren L?ndern sprechen. Das TH?RINGEN JOURNAL hingegen richtet den Blick auf die regionale Pressefreiheit in Mitteldeutschland.

Und auch das Medienkompetenz-Onlineportal des MDR MEDIEN360G will regionale Beispiele aus Mitteldeutschland aufzeigen. Weiterhin sind an anderer Stelle im Online-Angebot unter http://www.mdr.de umfassende Beitr?ge und Korrespondenten-Berichte zur Pressefreiheit in anderen L?ndern (z.B. Ungarn, Serbien, Belarus, Tschechien, Indien) geplant.

Und zum Abschluss des Tages zeigt das MDR-Fernsehen um 23.10 Uhr den Fernsehfilm "Die Spiegel-Aff?re" (2014). Der Politthriller zeichnet ein reales St?ck deutscher Zeitgeschichte nach: Es geht um Moral, Pressefreiheit und Landesverrat. Nach einer investigativen Recherche ?ber die Bundeswehr werden 1962 das Verlagsgeb?ude des "Spiegel" von Ermittlungsbeh?rden wegen des Vorwurfs des Geheimnisverrats gest?rmt und Redakteure festgenommen. Dies rief in der deutschen ?ffentlichkeit heftige Proteste hervor, die mehr oder weniger als Geburtsstunde eines Bewusstseins f?r Pressefreiheit in der deutschen Gesellschaft gelten.

Pressekontakt:

MDR, Presse und Information, Michael Naumann, Tel.: (0341) 3 00 64 57, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/4902887 MDR Mitteldeutscher Rundfunk

@ presseportal.de