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Chemie, Lanxess

Lanxess will stärker in die Lebensmittel- und Tiernahrungsbranche einsteigen.

14.02.2021 - 11:35:27

Lebensmittelindustrie - Lanxess übernimmt US-Unternehmen für Spezialchemie. Die Übernahme eines US-Unternehmens soll dabei helfen.

Köln - Der Spezialchemie-Konzern Lanxess will mit der Übernahme des US-Unternehmens Emerald Kalama Chemical das Geschäft mit Lebensmitteln und Tiernahrung stärken.

Wie Lanxess am Sonntag in Köln mitteilte, wurde ein Vertrag zur Übernahme von Emerald Kalama Chemical unterzeichnet. Das US-Unternehmen sei einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialchemikalien vor allem für den Konsumbereich. Abzüglich Verbindlichkeiten ergebe sich ein Kaufpreis von rund 1,04 Milliarden US-Dollar (867 Mio Euro). Die Transaktion werde aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 vollzogen, teilte Lanxess weiter mit.

Emerald Kalama Chemical beschäftige weltweit rund 500 Mitarbeiter und betreibe drei Produktionsstandorte. Das Unternehmen erzielte den Angaben zufolge 2020 einen Umsatz von rund 425 Millionen US-Dollar und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA) von etwa 90 Millionen Dollar.

Rund 45 Prozent seines Umsatzes erwirtschafte Emerald Kalama Chemical in Nordamerika. Etwa drei Viertel des Umsatzes entfielen auf Spezialitäten für den Konsumentenbereich - etwa Konservierungsstoffe für Lebensmittel, Haushalt und Kosmetik, Aroma- und Duftstoffe sowie Produkte für Tiernahrung. Das übrige Viertel komme aus dem Geschäft mit Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist bisher mehrheitlich im Besitz von Tochtergesellschaften der US-Beteiligungsgesellschaft American Securities LLC.

Lanxess mit Hauptsitz in Köln beschäftigt nach eigenen Angaben rund 14 400 Mitarbeiter in 33 Ländern. Mit der Produktion, Entwicklung und dem Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Spezial-Chemikalien sowie Zusatz- und Kunststoffen sei 2019 ein Umsatz von 6,8 Milliarden Euro erwirtschaft worden.

@ dpa.de