Stiftung, Ratgeber

Langenfeld - Sascha Drache ist Experte in den Bereichen Stiftungsberatung und Stiftungsmanagement f√ľr den deutschen Mittelstand.

23.05.2023 - 14:01:56

Sascha Drache: Von Steuerfallen bis zur unklaren Zweckbestimmung - Diese Fehler sind bei einer Stiftungsgr√ľndung unbedingt zu vermeiden. Als dieser begleitet er seine Klienten erfolgreich auf ihrem Weg zur eigenen Stiftung. Diese k√∂nnen in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Stiftungspapst ihr Verm√∂gen optimal anlegen, vermehren und sch√ľtzen. Hier erfahren Sie, welche drei Fehler es bei einer Stiftungsgr√ľndung unbedingt zu vermeiden gilt.

Stiftungen werden immer beliebter. Kein Wunder, schlie√ülich ergeben sich aus ihrer Gr√ľndung zahlreiche Vorteile. Neben einem positiven Beitrag f√ľr die Gesellschaft wird vor allem das eigene Verm√∂gen generations√ľbergreifend vor unternehmerischen und privaten Risiken als auch vor staatlichem Zugriff gesch√ľtzt. Die Nachfrage nach Stiftungsgr√ľndungen ist daher massiv gestiegen. Dadurch entwickelte sich auch ein Bedarf an entsprechenden Beratern. Hinzu kommt die M√∂glichkeit, die eigene Stiftungsgr√ľndung selbst in die Hand zu nehmen. "Trotz der M√∂glichkeit, rate ich jedoch davon ab, die Stiftung ohne die Beratung eines spezialisierten Experten vorzunehmen", erkl√§rt auch Sascha Drache. "Schlie√ülich setzt eine Stiftungsgr√ľndung tiefes fachliches Wissen voraus, das ein Laie nicht bieten kann. Wer es dennoch auf eigene Faust versucht, wird einige b√∂se √úberraschungen erleben." Sascha Drache ist Experte f√ľr Stiftungsberatung und Stiftungsmanagement f√ľr den deutschen Mittelstand und unterst√ľtzt seine Klienten auf ihrem Weg zur eigenen Stiftung. Er wei√ü damit aus eigener Erfahrung, was es bei einer Stiftungsgr√ľndung zu beachten gilt, um nachhaltige Erfolge zu garantieren. Worauf genau angehende Stifter achten und welche Fehler sie dabei zwingend vermeiden sollten, hat der Experte im Folgenden zusammengefasst.

Fehler 1: Steuerliche Aspekte werden unterschätzt

Eine h√§ufige Form der Gr√ľndung einer Stiftung ist die Schenkung des Stiftungsverm√∂gens durch den Stifter. Dabei werden allzu h√§ufig zahlreiche steuerliche Aspekte nicht beachtet - insbesondere die Schenkungssteuer. So richtet sich der Freibetrag der Schenkungssteuer nach dem entferntesten Beg√ľnstigten der Familiensteuer. M√∂chte man beispielsweise nur seine Kinder beg√ľnstigen, kann ein hoher Freibetrag nach Steuerklasse I in H√∂he von 400.000 Euro pro Kind in Anspruch genommen werden. M√∂chte man jedoch auch andere Verwandte beg√ľnstigen, sinkt der Freibetrag schnell auf lediglich 20.000 Euro, sofern die Schenkung mit Steuerklasse III versteuert wird. In diesem Fall bietet es sich an, dass der zu Beg√ľnstigende eine eigene Familienstiftung gr√ľndet, um von einer g√ľnstigeren Steuerklasse zu profitieren.

Dar√ľber hinaus entscheiden sich angehende Stifter oft f√ľr ein niedriges Grundstockverm√∂gen. Sp√§ter m√∂chten sie weitere Zustiftungen vornehmen. Das ist zwar rechtlich m√∂glich. Gleichzeitig kann es f√ľr die Familienstiftung nachteilig sein, sobald sie als rechtsf√§hige K√∂rperschaft anerkannt wurde. Dann werden n√§mlich alle weiteren Zustiftungen zum Grundstockkapital mit der ung√ľnstigen Steuerklasse III versteuert. Der Verwandtschaftsgrad ist hierbei unerheblich. Es ist damit entscheidend, alle steuerlichen Aspekte von Anfang an im Blick zu haben.

Fehler 2: Falsch definierter Stiftungszweck

Bei der Gr√ľndung legt der Stifter den Stiftungszweck nach eigenem Ermessen fest. Hierbei genie√üt er freie Hand, solange der Zweck der g√§ngigen Rechtsordnung entspricht. Ein gro√üer Vorteil davon ist, dass der Stifter seine Verm√∂gensstruktur individuell aufbauen und anpassen kann. Gleichzeitig f√∂rdern die lockeren Vorgaben jedoch unbedachte Entscheidungen. Schlie√ülich soll der Zweck zu jedem Zeitpunkt erf√ľllt werden - und das gilt nicht nur in der Gr√ľndungsphase. Vielmehr muss der Stifter daf√ľr sorgen, dass auch seine Nachkommen den Stiftungszweck mithilfe des Verm√∂gensstocks verwirklichen k√∂nnen. Hier√ľber entscheidet die Stiftungsaufsicht. Zugleich √ľberwacht sie die Aktivit√§ten der Stiftung. Sind diese nicht auf die Zweckverwirklichung ausgerichtet, entstehen rasch Streitigkeiten mit der Aufsichtsbeh√∂rde. Daher m√ľssen Stifter ihren Stiftungszweck inklusive der dazugeh√∂rigen Ma√ünahmen richtig ausformulieren.

Fehler 3: Fehlerhafte oder unklare Satzung

In der Satzung wird das gesamte Instrumentarium einer Stiftung festgehalten. Darin ist definiert, wie der Stifter sein Lebenswerk steuern, wahren und an seine Nachkommen weitergeben m√∂chte. Die Satzung stellt somit die zentrale Komponente einer Stiftung dar. Enth√§lt sie Fehler oder verwirrende Aussagen, geht das mit schwerwiegenden Folgen einher. Schlie√ülich l√§sst sie sich nachtr√§glich nicht oder nur mit hohem Aufwand √§ndern. Daher sollten Stifter ihre Satzung keinesfalls selbst erstellen, wenngleich es ihnen rechtlich erlaubt ist, sondern sie unbedingt von Fachexperten entwerfen lassen. So sichern sie sich eine gewisse Flexibilit√§t und k√∂nnen ihr Lebenswerk verl√§sslich vor den Konsequenzen unbedachter Entscheidungen sch√ľtzen.

Schlie√ülich bleibt festzuhalten: Eine Stiftung ist eine aufregende, doch zugleich herausfordernde Aufgabe f√ľr den Stifter. Sie hat gro√ües Potenzial, das Lebenswerk des Stifters zu bewahren und an k√ľnftige Generationen weiterzugeben. Umso wichtiger ist es, den komplexen Prozess von ausgewiesenen Experten begleiten zu lassen. Diese wissen nicht nur um die Herausforderungen, sondern verhindern auch, dass angehende Stifter mitunter gravierende Fehler begehen.

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