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Regierungen, Deutschland

KORREKTUR: Deutscher Städtetag ruft zu Impfungen auf

01.07.2021 - 18:41:27

KORREKTUR: Deutscher Städtetag ruft zu Impfungen auf. (Jahreszahl im letzten Absatz korrigiert, Folgesatz angepasst)

BERLIN - Der Deutsche Städtetag warnt vor einer vierten Corona-Welle und ruft die Menschen in Deutschland zu Impfungen auf. "Vielleicht entscheiden wir mit unserem Verhalten jetzt im September nach der Reiserückkehr darüber, ob Weihnachtsmärkte stattfinden", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung am Donnerstag in Berlin. "Deshalb appellieren wir an alle: Bitte lassen Sie sich impfen."

Nur mit einer hohen Impfrate sei die Pandemie zu bewältigen, so Jung. Das sei eine Frage der Solidarität. Um auch Menschen zu erreichen, die bislang zögerten, brauche es niederschwellige Angebote wie mobile Impfteams. Der Leipziger Oberbürgermeister appellierte an Reisende, sich nach der Rückkehr vorsichtig zu verhalten: "Lieber erst einmal einige Tage nach Rückkehr freiwillig Kontakte reduzieren, Maske tragen, testen lassen."

Auf keinen Fall dürften die Schulen wieder geschlossen werden, so Jung. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in der Pandemie solidarisch mit Älteren gezeigt hätten, müssten zudem Gelegenheit bekommen, sich auch wieder in größerer Zahl zu treffen. Dafür brauche es Konzepte und die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Städtetags-Vizepräsident Markus Lewe warnte vor leeren Kassen in den Kommunen als Folge der Pandemie. 2021 und 2022 fehlten 20 Milliarden Steuereinnahmen. Trotzdem gebe es anders als im vergangenen Jahr keine gemeinsame Hilfe von Bund und Ländern. "Die Städte müssen deshalb reihenweise Projekte absagen oder auf die lange Bank schieben", beklagte der Münsteraner Oberbürgermeister. "Viele Städte sind gezwungen, bei dringend nötigen Investitionen in Schulen und Kitas zu sparen. Auch die Schuldenberge wachsen wieder." Der Bund müsse die Initiative für eine gemeinsame Hilfsaktion ergreifen. Bund und Länder sollten Gewerbesteuerausfälle durch Corona übernehmen, verlangte er. In beiden Jahren fehlten hier insgesamt mehr als 11 Milliarden Euro.

@ dpa.de

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