Regierungen, Versorger

KOPENHAGEN - Vor dem Hintergrund der europäischen Energiekrise wollen Deutschland und Dänemark in der Energiepolitik noch enger zusammenarbeiten.

26.08.2022 - 15:02:31

Deutschland und Dänemark vereinbaren engere Energie-Zusammenarbeit. Dazu unterzeichnete Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Freitag in Kopenhagen gemeinsam mit ihrem dänischen Amtskollegen Jeppe Kofod einen Aktionsplan, in dem etwa eine stärkere Kooperation in der Wasser- und Windkraft und in Bezug auf die CO2-Lagerung festgehalten ist.

Dänemark sei mit seinem Anteil von erneuerbaren Energien an der Netto-Stromerzeugung von 70 Prozent ein Vorbild für Deutschland. "Wenn wir unsere Kräfte bündeln, ist da noch viel mehr möglich." Als Beispiel nannte Baerbock den Ausbau der Offshore-Windkraft in der Nord- und Ostsee.

Im dänischen Esbjerg hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich im Mai mit seinen Amtskollegen aus Dänemark, Belgien und den Niederlanden darauf verständigt, die Offshore-Leistung der vier Staaten bis 2030 zu vervierfachen und bis 2050 zu verzehnfachen. Bei einem Gipfeltreffen auf der Insel Bornholm wollen Vertreter der Ostsee-Anrainerstaaten am kommenden Dienstag ebenfalls über eine engere Energie-Zusammenarbeit beraten.

Grüner Strom und Wasserstoff sollten "zentrale Anker für ein klimaneutraleres und souveräneres Europa" werden, sagte Außenministerin Baerbock mit Blick auf die Kooperation. Auch etwa in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, bei der Digitalisierung, im Gesundheitsbereich und beim Klimaschutz wollen Deutschland und Dänemark künftig stärker zusammenarbeiten.

@ dpa.de

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