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KOPENHAGEN - Europa befindet sich in der Corona-Krise laut WHO-Regionaldirektor Hans Kluge derzeit in einer paradoxen Situation zwischen Hoffnung und Besorgnis.

28.01.2021 - 12:32:28

WHO: Europa befindet sich bei Corona zwischen Hoffen und Bangen. "Heute stehen wir vor einem Pandemie-Paradoxon", sagte der Leiter des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Viele hätten zum einen das Gefühl, dass dank der Impfstoffe ein Ende der Krise in Sicht sei. Zum anderen müsse man sich aufgrund von neu auftauchenden, besorgniserregenden Varianten des Coronavirus an einschränkende Maßnahmen halten. Dies führe zu Spannungen, Angst, Müdigkeit und Verwirrung, was unter den Umständen vollkommen verständlich sei.

35 Länder in der europäischen WHO-Region hätten bislang mit dem Impfen begonnen und insgesamt 25 Millionen Impfdosen verabreicht, sagte Kluge. Die Impfstoffe hätten die erhoffte Wirksamkeit und Sicherheit gezeigt. Weiterhin sehr hohe Ansteckungsraten und das Auftauchen der Virus-Varianten hätten jedoch die Dringlichkeit zum Impfen von Bevölkerungsgruppen mit Priorität gesteigert. Es sei nicht die Zeit für Lockerungen. "Wir müssen geduldig bleiben", sagte Kluge.

Bis zum Donnerstag haben nach WHO-Angaben 33 europäische Länder Fälle der zuerst in England aufgetretenen Virus-Variante gemeldet, 16 zudem die Variante aus Südafrika. Die WHO zählt insgesamt 53 Länder zur Europa-Region, darunter auch weite Teile östlich der EU.

@ dpa.de

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