Kölner Stadt-Anzeiger

Köln - Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben sich der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof mit den Betriebsräten auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt.

17.05.2019 - 19:31:26

Kölner Stadt-Anzeiger: Sozialplan für Karstadt/Kaufhof-Beschäftigte - Maximal 18 Monatsgehälter

Köln - Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben sich der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof mit den Betriebsräten auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt. Das Gesamtpaket sieht nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe) für die Mitarbeiter eine Abfindungssumme vor, die maximal 18 Monatsgehälter beträgt. Die Summe errechnet sich aus dem Bruttomonatsgehalt multipliziert mit den Jahren der Betriebszugehörigkeit sowie dem Faktor 0,5. Mitarbeiter über 61 Jahre bekommen 25 Prozent ihres Gehalts für jeden Monat zwischen dem Ende des Arbeitsverhältnisses und dem Beginn der Rente. Voraussetzung ist allerdings, dass sie weniger als 20 Jahre bei Galeria Kaufhof gearbeitet haben. Angestellte, die länger als 20 Jahre im Unternehmen gearbeitet haben, bekommen 30 Prozent ihres Gehaltes bis zur Rente.

Die Regelung stößt bei vielen Kaufhof-Angestellten auf Kritik, denn sie bleibt in Teilen weit hinter der bisher gültigen Gesamtbetriebsvereinbarung zurück, die mit den vorherigen Eigentümern HBC ausgehandelt worden war. Hier lag nicht nur der Faktor mit bis zu 0,7 Prozent höher, eine Deckelung erfolgte nach Aussagen von Mitarbeitern auch erst bei 24 Monatsgehältern. Kaufhof-Gesamtbetriebsratschef Peter Zysik sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger" zu der Einigung: "Wir konnten Schlimmeres verhindern." Unter den schwierigen Umständen sei dies das bestmögliche Ergebnis. Er verweist darauf, dass man in den Verhandlungen immerhin erreicht habe, die Zahl der Stellen, die in den Filialen gestrichen werden sollten, von rund 1800 auf etwa 1000 zu senken. Zudem wird es ein Freiwilligen-Programm geben, wonach diejenigen, die aus freien Stücken gehen, eine erhöhte Abfindung bekommen. In den Stellenabbau eingerechnet wurde zudem die Zahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen seit Herbst letzten Jahres verlassen haben sowie derjenigen, die in diesem Jahr ohnehin in den Ruhestand gehen werden. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht zu der Vereinbarung äußern.

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