Spanien, Deutschland

KÖLN - Der britische Historiker Ian Kershaw rechnet damit, dass das Unterhaus den Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May in der kommenden Woche zum dritten Mal ablehnen wird, falls es zu einer neuen Abstimmung kommen sollte.

21.03.2019 - 23:06:25

Historiker Ian Kershaw: Unterhaus wird Brexit-Deal wieder ablehnen. "Ich vermute, dass es zum dritten Mal nicht durchgeht", sagte Kershaw am Donnerstagabend bei der Lit.Cologne in Köln.

Möglicherweise werde die britische Regierung dann einen wesentlich längeren Aufschub des Brexits bei der EU beantragen, um einen ungeregelten Austritt am kommenden Freitag zu verhindern. Nach Einschätzung Kershaws wäre dann "ein Rücktritt von Theresa May möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich". Der Deal müsse dann noch einmal ganz neu durchdacht werden.

Das seien aber alles Spekulationen, betonte der international bekannte Autor ("Hitler"/"Höllensturz"). "Niemand hat eine gute Vorstellung davon, wie es ausgehen wird." Die Briten verstünden selbst nicht, was derzeit vor sich gehe. "Die alten Sicherheiten verschwinden", sagte Kershaw. "Niemand weiß, wohin die Reise geht."

Im Voraussagen der Zukunft seien Historiker im übrigen genauso schlecht wie alle anderen. "Man kann das nicht voraussagen, weil so viele Dinge dazwischenkommen können. Es gibt keine mathematische Formel." Er kenne zum Beispiel keinen einzigen Historiker, der in den 1980er Jahren den Fall der Mauer und den Zusammenbruch der Sowjetunion prophezeit habe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Streit um Düngeregeln: Bundesagrarministerin für mehr Flexibilität. Die Forderung der Kommission, in belasteten Gebieten pauschal 20 Prozent weniger zu düngen, werde in einigen Gebieten sinnvoll sein, sagte sie der Funke-Mediengruppe. Aber in anderen werde genau das Gegenteil erreicht, weil eine unterdüngte, unterernährte Pflanze weniger Stickstoff aus dem Boden aufnehme. "Wenn man das in den Gemüseregionen Deutschlands so durchdrückt, wächst da nicht mehr die Qualität, die wir alle möchten. Was wir brauchen, ist eine Flexibilisierung dieser Regeln, auf der Basis von Fakten. BERLIN - Im Ringen um eine Verschärfung der Düngeregeln für die deutschen Bauern dringt Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) auf mehr Flexibilität der EU-Vorschriften. (Boerse, 21.04.2019 - 14:41) weiterlesen...

Ausgabe des 500-Euro-Scheins endet in wenigen Tagen. FRANKFURT - Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt. Nur noch bis einschließlich kommenden Freitag (26. April) sind die lilafarbenen Banknoten bei der Bundesbank und der Österreichischen Nationalbank zu haben. Einen Run auf den größten Euro-Schein in den letzten Wochen vor dem Ausgabestopp kann die deutsche Notenbank nicht feststellen. "Außergewöhnliche Hortungsaktivitäten gab es nicht", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage in Deutschland sei seit Jahresbeginn stabil. Ausgabe des 500-Euro-Scheins endet in wenigen Tagen (Wirtschaft, 21.04.2019 - 14:27) weiterlesen...

Streik an spanischen Flughäfen abgesagt. MADRID - Das für Ostern befürchtete Chaos an spanischen Flughäfen bleibt aus: Ein seit Wochen angekündigter Streik der 60 000 Mitarbeiter des Bodenpersonals am Ostersonntag und am 24. April wurde kurzfristig abgesagt, wie die Gewerkschaft USO am Freitagabend mitteilte. Der Ausstand hätte Schätzungen zufolge bis zu fünf Millionen Touristen betroffen, die über die Feiertage Trips auf das spanische Festland oder die bei deutschen Reisenden beliebten Urlaubsinseln wie Mallorca oder Ibiza geplant hatten. Streik an spanischen Flughäfen abgesagt (Boerse, 21.04.2019 - 14:22) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: EuroStoxx klettert vor Ostern weiter nach oben. Dank einiger erfreulicher Unternehmensnachrichten stieg der Leitindex der Eurozone am Gründonnerstag um 0,62 Prozent auf 3499,23 Punkte. Damit ergibt sich in der verkürzten Karwoche ein Plus von 1,49 Prozent. Mittlerweile bewegt sich das Börsenbarometer schon wieder auf dem Niveau von August 2018. PARIS/LONDON - Der EuroStoxx 50 hat am letzten Handelstag vor den Osterfeiertagen seinen jüngsten Aufwärtstrend fortgesetzt. (Boerse, 18.04.2019 - 18:35) weiterlesen...

EU-Parlament bestätigt scharfe Klimaauflagen für Lastwagen. Diese im Februar mit den EU-Ländern vereinbarten Vorgaben bestätigte das Europaparlament am Donnerstag. Nun muss der Rat der Mitgliedsländer noch formal zustimmen, dann können die neuen Regeln in Kraft treten. STRASSBURG - Erstmals gibt die Europäische Union auch für Lastwagen verbindliche Klimaschutzziele vor: Neue Modelle sollen bis 2025 im Durchschnitt 15 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als heutige. (Boerse, 18.04.2019 - 17:30) weiterlesen...

EU-Parlament billigt Plan für milliardenschweren Verteidigungsfonds. Letztendlich votierten am Donnerstag 328 Abgeordnete für den Finanztopf zur Förderung von europäischen Rüstungsprojekten. 231 stimmten dagegen, wie das Parlament mitteilte. STRASSBURG - Das Europaparlament hat die Pläne für den milliardenschweren EU-Verteidigungsfonds gebilligt. (Boerse, 18.04.2019 - 17:10) weiterlesen...