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Koblenz - - Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http: / / www.presseportal.de / bilder - Das Institut für Pathologie des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz verfügt über die Möglichkeit, während einer Operation einen speziellen Schnelltest ("Schnellimmunreaktion") durchzuführen.

14.02.2018 - 14:06:56

Neuer Test kann Lungenkrebspatienten eine 2. Operation ersparen

Koblenz -

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Das Institut für Pathologie des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz verfügt über die Möglichkeit, während einer Operation einen speziellen Schnelltest ("Schnellimmunreaktion") durchzuführen. Damit kann der Pathologe dem Chirurgen schon bei laufender Operation sagen, ob ein Tumor von der Lunge oder einem anderen Organ ausgeht.

Diagnose während der Operation

Nimmt man einen Patienten mit einem Lungentumor (Abb. 2, computertomografische Röntgenaufnahme), so kann der Pathologe durch die übliche Schnellschnittuntersuchung (Gefrierschnitt und Schnellfärbung des Präparates während der Operation) feststellen, um welche Tumorart es sich handelt (z.B. Drüsenkrebs, so genanntes Adenokarzinom). Er kann damit aber nicht sagen, ob der Tumor von der Lunge selbst oder von einem anderen Organ ausgeht. Gerade bei Patienten mit einem weiteren Tumorleiden oder mit einer unklaren Tumorsituation ist es während einer laufenden Operation wichtig zu wissen, ob es sich um einen eigentlichen Lungenkrebs handelt oder ob eine Metastase (Tochtergeschwulst eines lungenfremden Tumors) vorliegt.

Krebsherd erkennen

Lungeneigene Tumoren werden in der Regel so operiert, dass große Anteile der Lunge, z. B. ein Lungenlappen, entfernt werden müssen, um den Tumor mit seinen Lymphabflusswegen heilend zu behandeln. Bei Metastasen (Tochtergeschwülsten) ist dies nicht der Fall. Der Krebsherd wird nur ausgeschnitten, wodurch große Teile der Lunge geschont werden können. Kann der Pathologe während der Operation nicht unterscheiden, ob es sich um einen eigentlichen Lungenkrebs oder um eine Metastase eines anderen Krebsleidens handelt, wird die Operation zunächst beendet und das endgültige feingewebliche Ergebnis abgewartet. Sonst würde unter Umständen zu viel Lungengewebe entfernt. Zeigt sich nachher in der endgültigen Gewebeaufarbeitung, dass es sich um einen Lungenkrebs und keine Metastase handelt, muss der Patient ein zweites Mal operiert werden, um den Lungenkrebs richtig und mit den entsprechenden Heilungsaussichten zu behandeln.

Schnellimunreaktion

Die diagnostische Lücke der intraoperativen Schnellschnittdiagnostik wird durch die neu verfügbare Schnellimmunreaktion (hier auf den lungentypischen Marker TTF-1 / Abb.3) geschlossen, da der Pathologe bei einem aus der Lunge entfernten Adenokarzinom den Thoraxchirurgen des Bundeswehrzentralkrankenhauses schon während der Operation mitteilen kann, ob es sich um einen eigentlichen Lungenkrebs oder die Metastase einer lungenfremden Krebserkrankung handelt. Somit wird eine zweite Operation nicht mehr notwendig, da schon während der Operation entschieden werden kann, ob die Operation erweitert werden muss (bei Lungenkrebs) oder die bereits durchführte Operation ausreicht (bei Metastasen). Die eingesparte zweite Operation bedeutet für den Patienten nicht nur weniger Belastung und Risiko. Er kann dadurch auch schneller weiteren Therapien wie Strahlentherapie oder Chemotherapie zugeführt werden, wenn es das Tumorstadium notwendig macht.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Neben den im Bundeswehrzentralkrankenhaus üblichen minimal-invasiven Operationsmethoden bei Lungentumoren kann hiermit unseren Patienten ein weiterer Service angeboten werden, um den Lungenkrebs noch schonender und schneller zu behandeln, da Thoraxchirurgie (Lungen- und Brustkorbchirurgie) und Pathologie des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz interdisziplinär eng zusammenarbeiten.

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Pressekontakt: Presse- und Informationszentrum Sanitätsdienst Telefon: 0261 896 13103 pizsanitaetsdienst@bundeswehr.org

@ presseportal.de

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