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Indikatoren, Regierungen

KIEL / BERLIN - Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) sieht die von der beschlossene Bundesregierung Verlängerung des Kurzarbeitergeldes von 12 auf bis zu 24 Monate kritisch.

26.08.2020 - 13:02:24

IfW-Präsident Felbermayr sieht Verlängerung des Kurzarbeitergeldes kritisch. Angesichts der Tiefe des Wirtschaftseinbruchs sei die Maßnahme zwar nachvollziehbar, sagte IfW-Präsident Prof. Gabriel Felbermayr am Mittwoch. Aber je länger Kurzarbeitergeld "verabreicht wird, desto eher drohen unliebsame Nebenwirkungen, weil zunehmend Betriebe mit Kurzarbeitergeld finanziert werden, die nicht mehr marktfähig sind".

Damit werde der Strukturwandel gehemmt, ohne den keine stabile Wirtschaftsentwicklung möglich sei. Besser wäre es nach Auffassung des Ökonomen, die Eigenkapitalbasis von Unternehmen weiter zu stärken

- etwa über erweiterte Verlustabschreibungen, "damit diese nach der

Krise dort weitermachen können, wo sie vorher aufgehört haben".

Zwar versuche die Bundesregierung über die Regelungen zur Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge und Anreize zur Weiterbildung Mitnahmeeffekte von nicht mehr marktfähigen Unternehmen zu begrenzen. "Die Regelungen gehen aber nicht weit genug, außerdem kommen die Anreize zur Weiterbildung viel zu spät". kritisierte Felbermayr. Gerade Dauerkurzarbeiter bräuchten eine viel stärkere Motivation, sich beruflich neu zu orientieren, als dies jetzt der Fall sei. "Denn je länger die Überbrückungshilfen laufen, desto größer ist die Gefahr, dass die Brücke ins Nichts führt."

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Ende des Jahres sieht der Wissenschaftler ebenfalls kritisch: "Insolvenzen werden dadurch verschleppt." Empirisch gehe die Zahl der Insolvenzanträge aktuell trotz Krise zurück, was für klare Mitnahmeeffekte spreche. Auf den Märkten gingen dadurch wichtige Information über die Bonität von Unternehmen verloren. "Dies hemmt wirtschaftliche Transaktionen, weil Vertragspartner nicht wissen, ob ihr Gegenüber überschuldet ist oder nicht", sagte Felbermayr.

Das erleichterte Kurzarbeitergeld soll nach den Plänen der Regierungskoalition von regulär 12 auf bis zu 24 Monate erweitert werden. Die verlängerte Bezugsdauer soll für Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Längstens soll das Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden.

@ dpa.de

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