Versorger, USA

KARLSRUHE - Wasserstoff spielt nach einer Studie künftig in der globalen Klimapolitik eine wichtige Rolle - er wird aber nicht der dominierende Energieträger der Zukunft sein.

15.09.2022 - 12:47:27

Forscher: Wasserstoff auch künftig kein dominanter Energieträger. So lautet das Fazit einer am Donnerstag vorgestellten Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Die Forscher erwarten die größte Nachfrage von Wasserstoff im Verkehrsbereich. Im EU-Verkehrssektor könnte demnach der Anteil im Jahr 2050 bei 28 Prozent bezogen auf den Gesamtenergiebedarf liegen. Im internationalen Schiffs- und Flugverkehr sei der Einsatz von H2-Syntheseprodukten gesetzt. Im Auto- und Lkw-Verkehr sei ein Wasserstoffeinsatz jedoch weniger klar.

Die globale Wasserstoffnachfrage hängt demnach auch von der regionalen Klimapolitik ab und wie ambitioniert diese sei. Für die EU wird der Anteil bis 2050 auf bis zu 14 Prozent geschätzt, für China hingegen wiesen die meisten Szenarien nur einen Wasserstoffanteil von maximal 4 Prozent an der Endenergie aus.

Welche Bedeutung Wasserstoff künftig haben könnte, wurde im Rahmen einer sogenannten Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI untersucht. Die Forscher werteten im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien aus. "Um Treibhausgasemissionen global zu senken, werden Maßnahmen zum Energieeinsparen und die direkte Elektrifizierung auf Basis von erneuerbarem Strom zum Beispiel durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge oder in Wärmenetzen als wichtigste Hebel gesehen", stellte Fraunhofer-Forscher Martin Wietschel fest. Wasserstoff spiele dort eine relevante Rolle, wo andere Technologien technisch oder wirtschaftlich nicht umsetzbar seien.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ministerpräsidenten starten mit Sonderkonferenz zum Entlastungspaket. BERLIN - Die Regierungschefs und -chefinnen der Länder haben am Mittwoch in Berlin Beratungen über das geplante dritte Entlastungspaket gegen die Folgen der Energiekrise aufgenommen. Die Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten sollte ursprünglich der Auftakt zu anschließenden Bund-Länder-Gesprächen sein. Wegen der Corona-Infektion von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wurde die gemeinsame Runde nun aber auf den 4. Oktober vertagt. Ministerpräsidenten starten mit Sonderkonferenz zum Entlastungspaket (Boerse, 28.09.2022 - 16:58) weiterlesen...

Nord-Stream-1-Betreiber schließt Reparatur von Pipeline nicht aus. Es gebe Erfahrungen und Anbieter für solche Arbeiten, sagte ein Sprecher der Nord Stream AG am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bevor ein Vorgehen festgelegt werden könne, müssten allerdings die Schäden begutachtet werden. Es gebe bisher keine Bilder der eigentlichen Lecks. Man wolle die Schäden so schnell wie möglich inspizieren, dass setze aber voraus, dass die Behören die verhängten Sperrzonen aufhöben. BORNHOLM - Der Betreiber der Pipeline Nord Stream 1 schließt eine Reparatur des beschädigten Doppelstrangs nicht aus. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 15:55) weiterlesen...

Bayerns Staatsregierung reicht Streckbetrieb für Isar 2 nicht aus. "Deutschland braucht eine Verlängerung der Kernkraft, und zwar bis Ende 2024. Nicht so scheibchenweise", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch kurz vor der Konferenz der Länderchefs in Berlin. Der Streckbetrieb sei zwar eine positive Einsicht, aber keine Lösung für das deutsche Energieproblem. Für die gesamte Krise brauche es mehr Energie durch alle Kernkraftwerke, nicht nur durch die beiden Meiler in Süddeutschland. MÜNCHEN/BERLIN - Nach dem angekündigten Streckbetrieb der deutschen Atommeiler Isar 2 und Neckarwestheim bis April 2023 sind in Bayern weder die Kernkraftkritiker noch ihre Befürworter zufrieden. (Boerse, 28.09.2022 - 15:53) weiterlesen...

Umfrage: Viele Chemie-Unternehmen sehen sich in Existenz gefährdet. In einer Umfrage des Arbeitgeberverbands BAVC gab gut ein Fünftel (20,7 Prozent) der Unternehmen an, ihre wirtschaftliche Existenz sei absehbar gefährdet, wenn die Preise für Energie oder Rohstoffe auf dem jetzigen Niveau bleiben und nicht wieder sinken. Weitere 40 Prozent erklärten, ihre Existenz sei erst gefährdet, wenn die Preise für Energie und Rohstoffe weiter steigen. Gut 36 Prozent teilten dem BAVC mit, sie sähen ihre wirtschaftliche Existenz absehbar nicht gefährdet. FRANKFURT - In der Chemie- und Pharmabranche sind die Sorgen wegen der hohen Energiepreise weiter hoch. (Boerse, 28.09.2022 - 15:38) weiterlesen...

Papierverband fordert Reaktivierung fossiler Energieträger. "Dies bedeutet, dass insbesondere die stillgelegten Braun- und Steinkohle-Kraftwerke schnellstmöglich wieder ans Netz gehen müssen." Auch die im vergangenen Jahr abgeschalteten und die noch laufenden drei Atomkraftwerke sollen laut den Papierproduzenten zufolge reaktiviert beziehungsweise als Brückentechnologie länger am Netz bleiben. BERLIN - Die besonders energieintensive Papierindustrie fordert eine Rückkehr zu mehr fossilen Energieträgern: "Deutschland benötigt dringend mehr grundlastfähige Stromerzeugungskapazitäten am Strommarkt, die unabhängig von russischen Energieimporten sind", heißt es in einem Positionspapier, das der Branchenverband am Mittwoch veröffentlicht hat. (Boerse, 28.09.2022 - 15:25) weiterlesen...

Klimaschutzstiftung MV: Finanzfragen verzögern Auflösung. "Zahlreiche Verzögerungen vor allem durch das Finanzministerium ziehen den Prozess erheblich in die Länge", teilte die maßgeblich mit Geld aus russischen Gasgeschäften finanzierte Stiftung am Mittwoch in Schwerin mit. Neben der Forderung nach Zahlung von fast 10 Millionen Euro an Schenkungssteuer auf Zuwendungen des Pipeline-Betreibers Nord Stream 2 gehört hierzu demnach der versuchte Zugriff auf weitere 23 Millionen Euro. SCHWERIN - Ungeklärte Finanzfragen verzögern dem Vorstand der umstrittenen Klimaschutzstiftung MV zufolge die Auflösung der Stiftung. (Boerse, 28.09.2022 - 15:18) weiterlesen...