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KAIRO - Ägyptens Präsident Abdel-Fattah al-Sisi will mit Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed die festgefahrenen Gespräche über einen umstrittenen Staudamm am Blauen Nil wieder aufnehmen.

13.10.2019 - 17:19:24

Al-Sisi will neue Gespräche mit Äthiopien über umstrittenen Staudamm. Ein Treffen dazu sei in Russland geplant, sagte Al-Sisi am Sonntag im Fernsehen. Ein Datum nannte er nicht.

Ägypten befürchtet, dass mit dem Bau der Talsperre am Blauen Nil in Äthiopien weniger Wasser nach Ägypten gelangt. Landwirtschaft, Industrie und Haushalte in Ägypten sind fast ausschließlich auf den Nil angewiesen. Auch der Sudan, wo der Blaue und der Weiße Nil zum Nil zusammenfließen, ist von dem Projekt betroffen. Äthiopien will den Stausee zur Stromgewinnung nutzen.

Gespräche von Vertretern der drei Länder waren im September in die Sackgasse geraten: Die äthiopische Regierung habe Kairos Vorschläge über den Betrieb und das Befüllen des Stausees zurückgewiesen, teilte damals das ägyptische Wasserministerium mit.

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hatte Al-Sisi im September gewarnt, dass die feststeckenden Gespräche einen negativen Effekt auf die Stabilität in der Region hätten. Ahmed bekam am Freitag für seinen Kampf gegen Konflikte in Ostafrika den Friedensnobelpreis zugesprochen. Al-Sisi gratulierte ihm trotz des Streits um den Bau dieses größten Staudamms Afrikas.

@ dpa.de

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