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Atradius Kreditversicherung

K?ln - Der internationale Kreditversicherer Atradius geht angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie von einem au?erordentlich schweren Jahr 2021 f?r die deutsche Wirtschaft aus.

09.02.2021 - 12:02:37

Corona-Lockdown: Insolvenzrisiko nimmt 2021 in vielen deutschen Branchen massiv zu. Vor allem im Dienstleistungsgewerbe, der Textilwirtschaft und im station?ren Einzelhandel hinterl?sst der zweite Lockdown tiefe Spuren in den Bilanzen.

K?ln - Der internationale Kreditversicherer Atradius geht angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie von einem au?erordentlich schweren Jahr 2021 f?r die deutsche Wirtschaft aus. Vor allem im Dienstleistungsgewerbe, der Textilwirtschaft und im station?ren Einzelhandel hinterl?sst der zweite Lockdown tiefe Spuren in den Bilanzen. Unternehmen, die in diese Sektoren liefern oder Dienstleistungen f?r sie erbringen, m?ssen sich auf deutlich mehr Zahlungsausf?lle und Kundeninsolvenzen einstellen. Bei Atradius haben Unternehmen in den vergangenen Monaten, in denen die Unsicherheiten noch einmal deutlich zugenommen haben, vermehrt nach Versicherungsschutz f?r ihre offenen Forderungen nachgefragt.

Die immer massiveren Einschr?nkungen setzen vor allem Unternehmen in den Bereichen ?ffentlicher Transport, Tourismus, Veranstaltungen und Gastronomie unter Druck. Besonders schwer betroffen sind Hotels, Catering-Dienste, Restaurants, Caf?s und Gastst?tten, Event- und Messedienstleister sowie Reiseveranstalter und sonstige Tourismusdienstleister. Bei ihnen entstehen immer gr??ere Liquidit?tsengp?sse, was die erh?hte Zahl der Nichtzahlungsmeldungen deutlich macht, die Kunden mit Abnehmern in diesen Bereichen in den vergangenen Wochen bei Atradius eingereicht haben. "W?hrend die Einnahmen ausbleiben und oft nur unzureichend durch staatliche Hilfen kompensiert werden, laufen die Fixkosten wie Mieten, L?hne und Geh?lter sowie andere vertragliche Verpflichtungen weiter", sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland von Atradius. "Wenn die staatlichen Hilfsgelder zur?ckgefahren werden und die Lockerung der Insolvenzantragspflicht endet, d?rften die bereits erheblichen Unsicherheiten noch weiter zunehmen." Aufgrund der anhaltend extrem schwierigen Gesch?ftsumst?nde bei Event-, Tourismus- und Gastronomie-Unternehmen und des negativen Ausblicks auf das Jahr 2021 hat Atradius seine Risikobewertung f?r diese Firmen jetzt auf insgesamt "sehr hoch" heraufgestuft. Der internationale Kreditversicherer rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten bei Abnehmern in diesen Bereichen zu einer Zunahme der Zahlungsverz?gerungen und Insolvenzen im zweistelligen Prozentbereich gegen?ber den vergangenen Jahren kommt.

Automobilzulieferer, Metall und Maschinenbau: Zeichen stehen auf Sturm

Auch in der Industrie verursachen die anhaltend erschwerten Gesch?ftsbedingungen ein erh?htes Forderungsausfallrisiko. Laut des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind die Neuzulassungen von Pkw in Europa 2020 um 24 % gegen?ber dem Vorjahr eingebrochen. Nur geringf?gig kleiner war der R?ckgang der Neuzulassungen in Deutschland (-19 % gegen?ber 2019). Atradius rechnet damit, dass gro?e Herstellermarken und Zulieferer die schwachen Verkaufszahlen dank ihres guten Zugangs zum Kapitalmarkt und ihrer finanziellen Polster noch relativ gut ?berstehen d?rften. Demgegen?ber geht der Kreditversicherer von einem weiteren Anstieg der Insolvenzen bei kleineren und mittleren Zulieferern infolge von Corona aus.

Der deutsche Maschinenbausektor ist in hohem Ma?e von der Nachfrage aus dem Ausland abh?ngig. Diese ist weiterhin verhalten angesichts der globalen Einschr?nkungen durch die Corona-Pandemie. Atradius hat bereits in den vergangenen Wochen eine au?erordentlich erh?hte Zahl an Schadenmeldungen von Kunden erhalten, die in die deutsche Maschinenbauindustrie liefern, und rechnet damit, dass dieser Trend in den kommenden Monaten weiter anhalten wird.

In der Metallbranche ist bereits seit 2019 ein steigendes Insolvenzrisiko zu beobachten aufgrund h?herer Transport-, Arbeits- und Energiekosten, ?berkapazit?ten und starkem Wettbewerb. Die Corona-Pandemie hat die Lage noch versch?rft, da sie zu einer r?ckl?ufigen Nachfrage gef?hrt hat. Atradius rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Zahlungsausf?lle und Insolvenzen von 5 bis 10 Prozent. Geringf?gig besser ist die Lage bei den Stahlunternehmen, bedingt auch durch den Wiederanstieg der Preise. Dennoch geht Atradius auch hier von einem leichten Anstieg der Insolvenzen f?r 2021 aus.

Textilbranche leidet unter Gesch?ftsschlie?ungen

Die Textilbranche z?hlt ebenfalls zu den gr??eren Verlierern in der Pandemie. W?hrend des Lockdowns sind die station?ren Gesch?fte geschlossen. Hersteller und H?ndler bleiben auf hohen Lagerbest?nden sitzen, was auch gr??ere Akteure auf dem Markt vor existenzielle Probleme stellt und bereits zu mehreren Insolvenzen in diesem Bereich gef?hrt haben. Es muss mit Umsatzr?ckg?ngen zwischen 20 bis 30 Prozent gerechnet werden, bei einigen Anbietern auch mit noch st?rkeren Einbr?chen. "Die Situation wird sich auch im laufenden Jahr nicht wesentlich entspannen, da die Branche bereits in den Vorjahren mit Umsatzverlusten zu k?mpfen hatte, die der Online-Handel nur zu einem Bruchteil ausgleichen konnte", sagt Frank Liebold. Die anstehenden Verbindlichkeiten aus den Warenlieferungen f?r das Fr?hjahrsgesch?ft d?rfte die Liquidit?t vieler Textilh?ndler zus?tzlich unter Druck setzen, zumal die Margen in der Branche bereits vor der Pandemie ?u?erst niedrig waren. Lediglich Sportartikelhersteller erlebten aufgrund der zunehmenden Homeoffice-T?tigkeit sowie einem verst?rkten Drang nach Bewegung neue H?henfl?ge beim Verkauf von Artikeln wie Jogginghosen und Kapuzenpullovern. Einige von ihnen berichteten von Absatzzahlen, die sechs- bis siebenmal ?ber dem entsprechenden Vorjahreswert lagen. Atradius geht auch hier dennoch von einer Zunahme der Insolvenzen um mehr als 10 % aus. Sollten die Lockdown-Ma?nahmen ?ber Ostern hinaus in Kraft bleiben, d?rften auch gro?e Kleidungsh?ndler in existenzbedrohende Liquidit?tsn?te bekommen.

Nicht alle profitieren vom Online-Boom

Im Bereich der langlebigen Konsumg?ter setzte sich die positive Gesch?ftsentwicklung in den Bereichen M?bel, Haushaltsger?te und Baustoffe auch zum Jahresende hin fort. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich das Gesch?ft im Hinblick auf den aktuellen Lockdown weiter entwickeln wird. Die digitale Transformation stellt vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor Herausforderungen. Zudem k?nnen nicht alle H?ndler im Non-Food-Bereich vom Online-Boom profitieren: "Wer beispielsweise im Niedrigpreisbereich t?tig ist und zudem eine preissensitive Kundschaft hat, kann sein Gesch?ft nicht so einfach ins Netz verlagern. Insbesondere dann nicht, wenn ein gro?er Teil der Kunden aufgrund einer schwachen Bonit?t keinen Zugang zu den daf?r notwendigen Zahlungsmitteln wie Kreditkarten haben", erg?nzt Frank Liebold.

Bau- und Lebensmittelbranche bleiben relativ stabil

Verh?ltnism??ig geringer ist das Forderungsrisiko in der Bauwirtschaft, was zu einem erheblichen Teil an den H?ndlern von Baumaterialien liegt. Zahlreiche Unternehmen haben von den zunehmenden Heimwerkert?tigkeiten von Privatpersonen w?hrend der Pandemie 2020 profitiert. H?here Forderungsausrisiken bestehen hingegen weiterhin bei Gesch?ften mit Bauunternehmen. Hier hat Atradius in den vergangenen Monaten eine hohe Zahl an Nichtzahlungs- und Schadenmeldungen seitens seiner Kunden notiert.

Ein gemischtes Bild bietet sich ebenfalls beim Blick auf die Lebensmittelbranche. Hersteller, deren Kunden gr??tenteils Restaurants, Hotels, Kantinen und Catering-Unternehmen sind, k?mpfen seit dem ersten Lockdown mit erheblichen Umsatzr?ckg?ngen. Hier steigt das Insolvenzrisiko auch in den kommenden Monaten. Demgegen?ber haben viele Unternehmen, die den Lebensmittelhandel beliefern, sogar Umsatzzuw?chse erzielen k?nnen und stehen - trotz h?herer Kosten f?r zus?tzliche Hygienema?nahmen - besser da als vorher. Auch einige Firmen, die im Bereich Verpackungsmaterialien t?tig sind, haben von der Corona-Pandemie profitiert. Ihre zus?tzlichen Ums?tze resultieren gr??tenteils aus der starken Zunahme des Online- und To-go-Gesch?fts sowie aus der erh?hten Nachfrage nach Hygieneverpackungen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.atradius.de (https://atradius.de/publik ationen/?utm_campaign=branchenausblickde&utm_medium=e-mail&utm_source=pressrelea sede) im Men?punkt Publikationen.

?ber Atradius

Atradius ist ein globaler Anbieter von Kreditversicherungen, B?rgschaften, Inkassodienstleistungen und Wirtschaftsinformationen mit einer strategischen Pr?senz in mehr als 50 L?ndern. Die von Atradius angebotenen Produkte sch?tzen Unternehmen weltweit vor den Ausfallrisiken beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen auf Kredit. Atradius ist Mitglied der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), einer der gr??ten Versicherer in Spanien und einer der gr??ten Kreditversicherer der Welt. Weitere Informationen finden Sie online unter http://www.atradius.de

Pressekontakt:

Atradius Kreditversicherung Niederlassung der Atradius Cr?dito y Cauci?n S.A. de Seguros y Reaseguros

Astrid Goldberg Pressesprecherin Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210 E-Mail: mailto:astrid.goldberg@atradius.comastrid

Stefan Deimer Pressereferent Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2016 E-Mail: mailto:stefan.deimer@atradius.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52329/4833647 Atradius Kreditversicherung

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