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Indikatoren, Japan

Japans Zentralbank hält an lockerer Geldpolitik unverändert fest

15.07.2020 - 12:00:01

Japans Zentralbank hält an lockerer Geldpolitik unverändert fest. TOKIO - Japans Wirtschaft wird nach Einschätzung der japanischen Zentralbank in diesem Fiskaljahr wegen der Corona-Pandemie schrumpfen. Wie die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch nach zweitägigen Beratungen bekanntgab, dürfte die wirtschaftliche Leistung in dem noch bis zum 31. März 2021 laufenden Fiskaljahr um 4,7 Prozent rückläufig sein. Angesichts dieser ernsten Situation entschied die Zentralbank, an ihrem Kurs einer extrem gelockerten Geldpolitik unverändert festzuhalten. Japanische Geschäftsbanken können sich mit der Entscheidung der BoJ weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiterhin billig bleiben.

Japanische Geschäftsbanken können sich mit der Entscheidung der BoJ weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen. Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen weiter billig bleiben. Ökonomen hatten erwartet, dass Japans Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten und vorerst keine weiteren Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft ergreifen wird.

Die BoJ hatte in der Corona-Krise erst kürzlich ihre Hilfen für die Unternehmen des Landes aufgestockt, nachdem die Nummer Drei der Weltwirtschaft in eine Rezession gerutscht war. Die Wirtschaft des Landes sei wegen Corona in einer "extrem ernsten Situation", hieß es.

Allerdings vertrat Notenbankchef Haruhiko Kuroda im Anschluss an die Zinsentscheidung die Ansicht, dass Japans Wirtschaft die schlimmste Phase der Corona-Krise überstanden habe. Er warnte aber, dass die Konjunkturerholung nur langsam verlaufen werde. Die Notenbank sei daher nach wie vor bereit, weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft zu ergreifen, falls das notwendig werden sollte.

Trotz einer unverändert schwachen Preisentwicklung in Japan mit einer Inflationsrate von knapp über der Nullmarke erwartet der Notenbankchef keine Verschärfung der Lage. Kuroda geht nicht davon aus, dass Japan wieder in die Deflation rutschen könnte, also in eine für die Wirtschaft des Landes gefährliche Entwicklung mit fallenden Verbraucherpreisen.

"Interessant ist, dass Kuroda in diesem angespannten Umfeld zwar dämpfende Effekte auf das makroökonomische Preisniveau sieht, die Gefahr des Abrutschens in eine Deflation aber dennoch für eher gering zu halten scheint", kommentierte Analyst Tobias Basse von der NordLB die Aussagen des Notenbankers. Der NordLB-Experte wies vielmehr darauf hin, dass die japanische Notenbank weiterhin an dem ambitionierten Inflationsziel von 2 Prozent festhalte.

@ dpa.de

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