Deutschland, Volkswirtschaft

IWF senkt Prognose

09.10.2018 - 17:07:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 09.10.2018

NUSA DUA - Der Weltwirtschaft drohen wegen der aggressiven Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump aus Sicht des IWF deutlich trübere Zeiten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem neuen Weltwirtschaftsbericht die Wachstumsprognose vergleichsweise deutlich nach unten korrigiert - auch für Deutschland. Schuld seien neben regionalen Sondereinflüssen der von Trump verursachte Handelsstreit und rekordverdächtig hohe Schulden. "Die Wahrscheinlichkeit weiterer negativer Schocks für unsere Wachstumsvorhersage ist gestiegen", sagte der scheidende IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld am Dienstag in Nusa Dua (Indonesien).

Türkischer Finanzminister fordert Geschäfte zur Preissenkung auf

ISTAMBUL - Angesichts der sich rasant verschärfenden Inflation in der Türkei hat Finanzminister Berat Albayrak türkische Firmen dazu aufgefordert, ihre Preise um zehn Prozent zu senken. "Das ist eine Freiwilligen-Kampagne", sagte Albayrak am Dienstag. Geschäfte, die sich beteiligten, sollten das Logo der Aktion in ihren Schaufenstern anbringen. Tausende Firmen hätten schon zugesichert, dass sie mitmachten. Die Teuerungsrate liegt derzeit bei mehr als 24 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren. Im September lag sie noch bei rund 18 Prozent.

Südafrikas Finanzminister Nene tritt zurück

KAPSTADT - Südafrikas Finanzminister Nhlanhla Nene hat seinen Rücktritt erklärt. Er ziehe damit im Interesse guter Regierungsführung die Konsequenz aus seinen Fehlentscheidungen, sagte Präsident Cyril Ramaphosa am Dienstag. Der frühere Zentralbankchef Tito Mboweni werde ihm als Finanzminister nachfolgen, so Ramaphosa.

Brexit: DUP-Chefin lehnt EU-Ideen zur Irland-Frage weiter ab

BRÜSSEL - Beim Brexit stemmt sich die nordirische Partei DUP weiter gegen bisherige Ideen der Europäischen Union zur Vermeidung einer festen Grenze auf der irischen Insel. Dies machte DUP-Chefin Arlene Foster am Dienstag in Brüssel deutlich. Wie sich die britische Regierung und die EU rasch einigen könnten, bleibt damit offen.

Italien: Haushaltspolitik treibt Anleiherenditen auf 4-Jahreshoch

FRANKFURT - Die Skepsis gegenüber der italienische Haushaltspolitik hat am Dienstag die Lage am Anleihemarkt des Landes weiter verschärft. Bereits am Montag hatten aggressive Äußerungen aus der Regierungskoalition die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen nach oben getrieben. Bemühungen von Finanzminister Giovanni Tria zur Beruhigung der Lage blieben vergeblich.

ROUNDUP: Unionsfraktion entscheidet über Vize - Brinkhaus: Fair regeln

BERLIN - Der Unionsfraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) hält die Kampfkandidatur für seinen ehemaligen Stellvertreterposten nicht für ein Zeichen von Dissens. Vor Beginn der ersten von ihm geleiteten Fraktionssitzung sagte Brinkhaus am Dienstag in Berlin: "Wir werden dort zwei Kandidaten haben; wir werden das genauso wie bei der Entscheidung über den Fraktionsvorsitzenden sehr demokratisch und sehr fair regeln." Der Stellvertreter sollte im Verlauf des Nachmittags gewählt werden. Er wird für Haushalt, Finanzen und Steuern zuständig sein.

Schulden weltweit zu hoch: Bundesregierung besorgt

BERLIN - Angesichts einer sich eintrübenden Weltkonjunktur und neuen Krisengefahren hat sich die Bundesregierung besorgt gezeigt über den hohen Schuldenstand in vielen Ländern. Entscheidend sei, dass es genug "Feuerkraft gibt, um reagieren zu können", hieß es am Dienstag im Bundesfinanzministerium mit Blick auf den neuen Weltwirtschaftsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Flüchtlingskosten-Plan bis 2022: Regierung dementiert Bericht

BERLIN - Das Bundesfinanzministerium hat einen Bericht dementiert, wonach die Finanzierung der Flüchtlingskosten durch den Bund für Länder und Kommunen stark ausgeweitet werden soll. "Die Meldung der Süddeutschen Zeitung, der Bund würde Länder und Kommunen bei den Flüchtlingskosten um weitere 15 Milliarden Euro entlasten, ist nicht zutreffend", teilte eine Sprecherin am Dienstag mit.

Pakistan will bei IWF um Milliardenkredit ersuchen

ISLAMABAD - Angesichts drohender Zahlungsschwierigkeiten will Pakistan um einen Milliardenkredit beim Internationalen Währungsfonds (IWF) bitten. Der pakistanische Finanzminister Asad Umar werde anlässlich Jahrestreffens des IWF mit der Weltbank in Indonesien offiziell ein Hilfspaket beantragen, hieß es in einer Montagnacht (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung des Finanzministeriums.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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