Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Öl, Gas

Iran will Kooperation mit IAEA-Inspektoren einschränken

16.02.2021 - 21:06:27

WIEN/TEHERAN - Der Iran will seine Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ab kommendem Dienstag reduzieren. Das teilte die Aufsichtsbehörde mit Sitz in Wien am Dienstag mit. Der Iran habe die IAEA darüber informiert, ab dem 23. Februar die freiwilligen Transparenzmaßnahmen aus dem Wiener Atomabkommen nicht mehr durchzuführen. Außerdem habe Teheran der IAEA mitgeteilt, dass sich das Land nicht mehr an das sogenannte Zusatzprotokoll halten werde, das IAEA-Inspektoren kurzfristige Besuche erlaubt.

Teheran hatte am Montag bereits mit erheblichen Einschränkungen für die UN-Atombehörde bei den Inspektionen gedroht, falls es bis zum Ende des Monats keinen Durchbruch im Atomstreit mit den USA geben sollte. "Generaldirektor Grossi hat angeboten, in den Iran zu reisen, um eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden, damit die Agentur ihre wichtige Verifikationsarbeit fortsetzen kann", hieß es in der IAEA-Mitteilung am Dienstag.

Der unbegrenzte Zugang der Inspektoren zu den iranischen Atomanlagen auf der Basis des IAEA-Zusatzprotokolls ist Teil des Wiener Atomabkommens von 2015, das den Iran vom Bau einer Atombombe abhalten sollte. Ohne diesen Zugang bliebe von dem Abkommen de facto nichts mehr übrig. Die vom Iran angekündigten Schritte würden den Zugang der IAEA zu Teilen des iranischen Nuklearprogramms deutlich einschränken. Das könnte auch die Häufigkeit der Besuche betreffen.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen hat auch der Iran seit Mai 2019 schrittweise alle technischen Vorlagen in dem Deal ignoriert. Unter anderem hat das Land mit einer höheren Urananreicherung sowie der Produktion von Uranmetall begonnen, arbeitet nun mit schnelleren Zentrifugen und lagert weitaus mehr Uran als im Atomdeal erlaubt.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump war im Mai 2018 aus dem internationalen Atomvertrag ausgetreten. Mit harten Sanktionen und einer Politik des maximalen Drucks wollte er die Führung in Teheran dazu bewegen, ein Abkommen mit stärkeren und längerfristig geltenden Auflagen zu verhandeln. Besonders die Sanktionen führten im Iran zu der schlimmsten Wirtschaftskrise seiner Geschichte.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hofft weiterhin auf einen Kurswechsel der USA unter Präsident Joe Biden, um so sowohl den Atomdeal als auch das Land vor einem wirtschaftlichen Kollaps zu retten. Dafür müsse aber laut Ruhani die USA - und nicht der Iran - den ersten Schritt machen und zunächst zum Verhandlungstisch zurückkehren. Bidens Regierung hat grundsätzlich Bereitschaft signalisiert, zurückzukehren - unter bestimmten Voraussetzungen. US-Außenminister Antony Blinken hatte gesagt, die USA würden dies tun, falls Teheran sich wieder an alle Bedingungen des Abkommens halten würde. Eine Rückkehr zu der Vereinbarung von 2015 könne aber nur die Vorstufe zu einem breiter angelegten Abkommen sein, auf das die Biden-Regierung mit den Verbündeten der USA hinarbeiten wolle.

"Iran sendet mit der Entscheidung, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde einzuschränken, ein gefährliches Signal", sagte der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff zur Entscheidung des Iran. Mit dem Schritt sorge die Islamische Republik für eine weitere Eskalation des Konflikts. "Die Bundesregierung sollte umgehend den iranischen Botschafter einbestellen und in Abstimmung mit den anderen Partnerstaaten des Nukleardeals die iranische Führung zur vollständigen Kooperation mit der IAEO auffordern", sagte Lambsdorff.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Dänemark erwägt dritte Dosis für Kreuzgeimpfte - noch kein Beschluss. Das dänische Gesundheitsministerium hatte dem Rundfunksender DR zunächst mitgeteilt, dass den Kreuzgeimpften das Angebot eines dritten Stiches gemacht werde, nachdem die nationale Impfkampagne abgeschlossen sei. Am Montagabend korrigierte sich das Ministerium gegenüber DR: Die Angaben seien ein Fehler gewesen, die gesundheitsfachliche Bewertung noch nicht fertig. Dies sollte sie aber sein, bevor man wisse, ob man eine dritte Impfdosis geben könne. KOPENHAGEN - In Dänemark könnte Menschen mit einer Kreuzimpfung zweier verschiedener Corona-Impfstoffe eine dritte Dosis angeboten werden - endgültig entschieden ist darüber aber noch nicht. (Wirtschaft, 26.07.2021 - 23:36) weiterlesen...

KILL: Meldung zu Dänemark/Kreuzgeimpfte/dritte Dosis. Das dänische Gesundheitsministerium hat seine gegenüber dem Rundfunksender DR gemachten Angaben am Abend ebenfalls gegenüber DR korrigiert. Den neuen Angaben zufolge ist noch keine Entscheidung gefallen und es wird noch eine gesundheitliche Bewertung abgewartet. (Bitte verwenden sie die Nachricht zu Dänemark/Kreuzgeimpfte/dritte Dosis von 11.17 Uhr nicht. (Wirtschaft, 26.07.2021 - 23:24) weiterlesen...

Corona-Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Anfang Mai. Zudem starben im gleichen Zeitraum 63 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte. ISTANBUL - In der Türkei ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen auf mehr als 16 000 Fälle angestiegen - das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. (Boerse, 26.07.2021 - 21:54) weiterlesen...

Katastrophenschutz: Seehofer sieht Gemeinsamkeiten mit Grünen und FDP. "Grüne und FDP fordern bei der Neuausrichtung des Katastrophenschutzes jetzt, was wir vor Monaten auf den Tisch gelegt haben", sagte Seehofer am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Gemeinsames Ziel sei offensichtlich "föderaler Bevölkerungsschutz nah am Menschen, Koordinierung auf Bundesebene und eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern mit dem BBK als Kompetenzzentrum". BERLIN - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht keinen großen Unterschied zwischen seinen Plänen für eine Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und Reformvorschlägen aus der Opposition. (Wirtschaft, 26.07.2021 - 20:33) weiterlesen...

Scholz soll im Herzen des Ruhrgebiets Bundestagswahlkampf starten. DÜSSELDORF - Die zentrale Auftaktveranstaltung zum Bundestagswahlkampf der SPD soll im Herzen des Ruhrgebietes über die Bühne gehen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz werde den bundesweiten Startschuss am 14. August in Bochum setzen, kündigte der Vorsitzende der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, am Montag in Düsseldorf an. Nach Angaben der Landespartei ist eine Veranstaltung unter freiem Himmel in der Bochumer Innenstadt geplant. Scholz soll im Herzen des Ruhrgebiets Bundestagswahlkampf starten (Wirtschaft, 26.07.2021 - 18:57) weiterlesen...

Sri Lanka: Lehrer protestieren für mehr Lohn - kein Online-Unterricht. Präsenzunterricht ist wegen Corona seit Monaten ausgesetzt. Mehr als 200 000 Lehrer protestieren zum einen für eine vom Bildungsministerium angekündete Lohnerhöhung, die aber wegen Geldmangels nicht ausgezahlt werde, wie Gewerkschaftsanführer Joseph Stalin von der Ceylon Teachers Union am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zum anderen demonstrierten sie gegen ein Bildungsgesetz, über das das Parlament des südasiatischen Inselstaates kommende Woche abstimmen soll. COLOMBO - Die meisten Grundschul- und Oberstufenlehrer auf Sri Lanka protestieren, wodurch ihre Schülerinnen und Schüler seit Tagen keinen Onlineunterricht mehr haben. (Wirtschaft, 26.07.2021 - 18:55) weiterlesen...