Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Regierungen

Inzidenz steigt zum fünften Mal in Folge deutlich - Auch R-Wert hoch

15.03.2021 - 13:52:04

Inzidenz steigt zum fünften Mal in Folge deutlich - Auch R-Wert hoch. BERLIN - Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist zum fünften Mal in Folge deutlich gestiegen. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 82,9 und damit weit höher als am Vortag (79,1), wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Einen solchen Wert hatte es zuletzt am 3. Februar gegeben. Danach war die Inzidenz noch einige Zeit gesunken, ein Tiefstand wurde mit 56,8 am 19. Februar erreicht.

BERLIN - Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist zum fünften Mal in Folge deutlich gestiegen. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 82,9 und damit weit höher als am Vortag (79,1), wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Einen solchen Wert hatte es zuletzt am 3. Februar gegeben. Danach war die Inzidenz noch einige Zeit gesunken, ein Tiefstand wurde mit 56,8 am 19. Februar erreicht.

Seither geht es mit dem Wert in der Tendenz wieder merklich aufwärts. Wie stark dabei neben ansteckenderen Virusvarianten und dem Verhalten der Menschen im Zuge erster Lockerungen zuletzt auch die eingeführten Schnelltests einen Einfluss haben könnten, ist noch unklar. Angenommen wird, dass sich darüber mehr Infektionen aufspüren lassen, die dann mit einem PCR-Test bestätigt werden und in die Statistik einfließen. In den bisher verfügbaren Daten sticht allerdings noch keine sehr starke Zunahme bei der Zahl der wöchentlichen PCR-Tests ins Auge.

Der bisherige Höchststand der Inzidenz war am 22. Dezember 2020 mit 197,6 erreicht worden. Die dritte Welle könnte nach einer Prognose des RKI weitaus schlimmer werden: Das Institut prognostiziert in der Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als rund um Weihnachten. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen, wie es im Lagebericht vom Freitagabend heißt. Demnach zeigt sich bei der Variante B.1.1.7 ein exponentiell ansteigender Trend der Sieben-Tage-Inzidenz seit der zweiten Kalenderwoche. Alle zwölf Tage habe sich diese verdoppelt.

Bestätigt wird der Hinweis auf eine zunehmend in Schwung kommende dritte Welle von der Entwicklung der sogenannten Reproduktionszahl. Der im abendlichen Lagebericht des RKI angegebene bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag in den vergangenen zwei Wochen (seit 1. März) nur fünf Mal unter 1 und vor allem in den vergangenen Tagen deutlich darüber. Ein Wert über 1 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch mehr als 100 weitere Menschen anstecken - ein anhaltend über 1 liegender Wert gilt darum als Signal für eine Zunahme beim Infektionsgeschehen. Das Sieben-Tage-R vom Sonntagabend lag laut RKI-Lagebericht bei 1,19 (Vortag 1,19). Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Auch bei der Zahl gemeldeter intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Patienten (Stand Montag: 2833) zeichnet sich nach Wochen sinkender Zahlen inzwischen eine Trendwende ab. Der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi, Christian Karagiannidis, hatte kürzlich mit Blick auf die dritte Corona-Welle gesagt, dass nur genug Kapazitäten vorhanden seien, um eine leichte Infektionswelle zu verkraften. Eine starke Welle bedeute hingegen eine Katastrophe, weil die Zahl der freien Betten derzeit nicht rasch genug steige und das Personal erschöpft sei. "Entscheidend ist, dass die Ansteckungsrate nicht über den sogenannten R-Wert von etwa 1,2 steigt", sagte er. Das sei etwa die Grenze, bei höheren Werten werde es kritisch.

Experten nehmen an, dass sich die Covid-19-Impfungen von Menschen höherer Altersgruppen bereits auf die Zahl der Todesfälle auswirken: Es sterben demnach wohl bereits merklich weniger Menschen als ohne Impfungen der Fall wäre. Die Auslastung der Intensivstationen hingegen wird zunächst kaum beeinflusst: Von den bisherigen Corona-Impfungen bei Senioren und Pflegeheimbewohnern verspricht sich Divi-Experte Karagiannidis erst einmal keine unmittelbare Entlastung für diese Stationen, wie er vergangene Woche deutlich gemacht hatte. Der Grund: Schon in der ersten Welle waren lediglich etwa ein Viertel der Intensivpatienten über 80 Jahre alt. Die jüngeren Gruppen aber sind bisher kaum geimpft.

Warum aber machten über 80-Jährige einen vergleichsweise geringen Anteil auf den Intensivstationen aus, obwohl ihr Covid-19-Sterberisiko wesentlich höher ist als das von Menschen jüngeren Alters? Reinhard Busse, Leiter des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen von der TU Berlin, hatte erklärt, dass weniger als jeder Dritte der Covid-19-Toten von 2020 auf Intensivstationen starb, alle anderen auf sonstigen Stationen oder gar nicht erst in Kliniken. Altenheimbewohner zum Beispiel sterben häufig in ihrer Einrichtung, nicht auf Intensivstation.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt 6604 Corona-Neuinfektionen - 1593 mehr als vor einer Woche, wie aus den Zahlen des RKI vom Montag hervorging. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 47 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Vor einer Woche waren dem RKI binnen eines Tages 5011 Neuinfektionen und 34 Todesfälle gemeldet worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 575 849 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 365 100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73 418.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Berlin und Paris setzen für Kampfflugzeug Frist bis Monatsende. Beim eigentlichen Flugzeugbau stehe man vor einer "guten Lösung", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Dienstag in Paris nach einem Treffen mit ihrer Amtskollegin Florence Parly. Die Pariser Ressortchefin bestätigte, dass die industriellen Partner bereits zum Monatsbeginn ein Angebot gemacht haben. "Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung braucht es viel Vertrauen", sagte Parly. PARIS - Die Uhr tickt: Deutschland und Frankreich wollen für die nächste Etappe des milliardenschweren Rüstungsprojekts eines neuen Kampfflugzeugs eine Abmachung bis Monatsende. (Wirtschaft, 20.04.2021 - 18:43) weiterlesen...

Kramp-Karrenbauer: Nach Entscheidung für Laschet in Wahlkampf starten. "Wir haben, wenn ich die Nachrichten richtig deute, nicht nur einen Kanzlerkandidaten der CDU, sondern auch der Union", sagte die ehemalige CDU-Vorsitzende am Dienstag nach einem Treffen mit der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly in Paris. "Das ist eine gute Entscheidung und das bietet jetzt die Gelegenheit, auch auf dieser Grundlage in den Wahlkampf zu starten." Sie freue sich auf diesen "fairen Wahlkampf", es gehe um entscheidende Weichenstellungen für Deutschland. PARIS - Für Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist die Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet eine "gute Entscheidung". (Wirtschaft, 20.04.2021 - 18:30) weiterlesen...

Infektionsschutzgesetz-Novelle: Proteste im Berliner Regierungsviertel geplant. Es gebe bundesweite Aufrufe im Internet, in die Hauptstadt zu reisen und mit zu demonstrieren, sagte eine Polizeisprecherin in Berlin. Einsatzkräfte aus Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Sachsen und von der Bundespolizei sollen die Berliner Polizei unterstützen. BERLIN - Wegen der Abstimmung über das geänderte Infektionsschutzgesetz am Mittwoch im Bundestag ist die Polizei auf Proteste und einen größeren Einsatz vorbereitet. (Wirtschaft, 20.04.2021 - 18:28) weiterlesen...

Regierungskreise: NRW will Bundes-Notbremse nicht aufhalten. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Dienstag aus Regierungskreisen erfuhr, will NRW keinen Antrag auf ein Vermittlungsverfahren stellen, falls die Novelle doch nicht als Einspruchs-, sondern als Zustimmungsgesetz beraten werden sollte. Offiziell äußert sich die NRW-Regierung grundsätzlich nicht zu ihrem Abstimmungsverhalten im Bundesrat. DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen wird das Infektionsschutzgesetz mit der umstrittenen Bundes-Notbremse in dieser Woche voraussichtlich im Bundesrat passieren lassen. (Wirtschaft, 20.04.2021 - 18:27) weiterlesen...

Wirecard: Opposition und SPD sehen Verantwortung auch bei Altmaier. Der SPD-Obmann im Untersuchungsausschusses, Jens Zimmermann, sagte am Dienstag, die Wirtschaftsprüferaufsicht Apas sei durch das Wirtschaftsministerium ungefähr so gut organisiert wie die Suche nach einem Kanzlerkandidaten bei der Union: "Chaos ohne Ende". BERLIN - Bei der Aufklärung des Wirecard -Skandals sehen Opposition und SPD politische Verantwortung auch bei Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). (Boerse, 20.04.2021 - 18:26) weiterlesen...

Präsident Mexikos mit Astrazeneca-Mittel gegen Coronavirus geimpft. Er rufe alle älteren Menschen dazu auf, sich impfen zu lassen, sagte der 67-Jährige am Dienstag im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt. "Es gibt keinerlei Risiko." Zum Schluss seiner täglichen Pressekonferenz spritzte ihm dort eine Militär-Krankenpflegerin vor laufenden Kameras die erste Dosis des Wirkstoffs des schwedisch-britischen Herstellers in den Arm. MEXIKO-STADT - Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat sich öffentlich mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. (Wirtschaft, 20.04.2021 - 17:52) weiterlesen...