Auto, Audi

Ingolstadt - Die schwächelnde VW-Tochter Audi legt heute (10.00 Uhr) in Ingolstadt ihre Jahresbilanz und ihre neuen Sparpläne vor.

14.03.2019 - 05:47:25

Schwächelnde VW-Tochter - Audi-Chef legt Bilanz und Sparpläne vor. Vorstandschef Bram Schot hatte schon im Vorfeld massive Einschnitte auch beim Personal angekündigt.

Audi hat im vergangenen Jahr nur noch 1,8 Millionen Autos verkauft, der Umsatz sank auf 59,2 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn auf 4,7 Milliarden Euro. Ein Grund: Weil Audi noch mit dem Dieselskandal beschäftigt war, erfolgte die Umstellung auf den neuen Abgasmessstandard WLTP zu spät, und das Unternehmen konnte viele Modellvarianten nicht liefern. Der Sprecher der VW-Eigentümerfamilie, Wolfgang Porsche, hatte vor einer Woche gefordert, Audi müsse wieder profitabler werden.

Audi-Chef Schot hatte bereits gesagt, 90.000 Mitarbeiter seien zu viel. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm spüren nicht nur die WLTP-Lücke, sondern auch den andauernden Trend zu Stadtgeländeautos anstelle von Limousinen. Die SUVs werden vor allem in Mexiko und in der Slowakei gebaut. Schot stellt nun das Produktionsnetz, Schichten, Zulagen, Modell- und Motorvarianten auf den Prüfstand und will das mittlere Management ausdünnen. Bis 2022 will er 15 Milliarden Euro sparen, um die hohen Investitionen in die Elektromobilität zu stemmen. 2025 will er 20 Hybrid- und vollelektrische Modelle auf dem Markt haben und ab dann jeden dritten Audi elektrifiziert verkaufen.

@ dpa.de