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Produktion, Absatz

Industrie schwächelt - Signal für Rückgang der Wirtschaftsleistung

07.08.2019 - 10:53:24

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im zweiten Quartal deutlich zurückgefahren und damit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich belastet. Bankvolkswirte gehen jetzt davon aus, dass die deutsche Wirtschaft von April bis Juni leicht geschrumpft sein dürfte. Das Statistische Bundesamt wird eine erste Schätzung in der kommenden Woche vorlegen. Besserung ist nicht in Sicht, wie Bankökonomen erwarten und eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts ergibt.

Im Juni schränkte das verarbeitende Gewerbe seine Produktion deutlich ein. Im Vergleich zum Vormonat ging die Gesamtherstellung um 1,5 Prozent zurück, wie die Statistiker am Mittwoch in Wiesbaden mitteilten. Der Rückgang war dreimal so stark wie Analysten im Mittel erwartet hatten. Zudem wurde der Zuwachs im Vormonat von 0,3 auf 0,1 Prozent nach unten angepasst.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Produktion des verarbeitenden Gewerbes um 5,2 Prozent zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit November 2009, also zu Zeiten des Wirtschaftseinbruchs infolge der globalen Finanzkrise. "Die Talfahrt der deutschen Industrieproduktion hält an", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen.

Im gesamten zweiten Quartal von April bis Juni ging die Gesamtherstellung um 1,8 Prozent zurück. Sowohl die Industrie wie auch das Baugewerbe und die Energieerzeugung verzeichneten deutliche Rückgänge. "Die Industrie bleibt konjunkturell im Abschwung", resümierte das Bundeswirtschaftsministerium.

Angesichts der anhaltenden Schwäche der Industrie erwarten Bankökonomen einen Rückgang der gesamten Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsinlandsprodukt in Deutschland dürfte im zweiten Quartal "mit hoher Wahrscheinlichkeit" geschrumpft sein, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Dahinter steckten die Handelskonflikte und das noch immer nur mit angezogener Handbremse wachsende China. Der ungelöste Brexit-Prozess belaste Deutschland zusätzlich.

Besserung scheint nicht in Sicht zu sein. Experte Solveen meint, dass sich die Schwäche der Industrie auch im dritten Quartal fortsetzen werde. Das britische Analysehaus Capital Economics sieht das ähnlich: Die Industrie habe mit viel Gegenwind zu kämpfen, darunter einem schwachen Welthandel, einem verlangsamten Konsum der privaten Haushalte und schwächeren Investitionen der Unternehmen sowie Unwägbarkeiten im Automobilsektor.

Auch die Industrie geht nicht von einer schnellen Besserung aus. In den kommenden drei Monaten werde mit einer schrumpfenden Produktion gerechnet, teilte das Münchner Ifo-Institut auf Basis einer Umfrage mit. "Die Aussichten für die deutsche Industrie sind derzeit alles andere als rosig", urteilte Konjunkturexperte Robert Lehmann. Mit Ausnahme der chemischen Industrie zeige sich ein kräftiger Rückgang in allen Branchen.

@ dpa.de

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