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Straßenverkehr, Autoindustrie

In der Wirtschaft löst die zögerliche Umstellung der Lkw-Industrie auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge erheblichen Ärger aus.

28.11.2019 - 00:02:54

Industrie drängt Brüssel zu Verkaufsquoten für emissionsfreie Lkw

Rund 20 große Handels- und Logistikkonzerne fordern laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe) ein viel rigoroseres Vorgehen der Europäischen Kommission und die Einführung von Verkaufsquoten für emissionsfreie Lkw. In Europa gebe es trotz wachsender Nachfrage bislang praktisch kein entsprechendes Angebot, beschweren sich Konzerne wie Nestlé, Rewe, die österreichische Post oder Unilever.

Das zwinge die Konzerne dazu, selbst Lkw zu entwickeln, oder eigene Pilotprojekte zu initiieren, heißt es in einem Brandbrief an die designierte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und ihren designierten Vizepräsidenten Frans Timmermans. Dem Straßenverkehr kommt bei Europas Klimazielen eine entscheidende Bedeutung zu. Europa klimaneutral zu machen, sei nicht nur eine moralische Pflicht, es sichere die Zukunft der Europäer und verbessere ihr Leben, schreiben die Großkonzerne. Ohne einen Umbau der Mobilität werde dies jedoch nicht gelingen. Die Lkw-Emissionen stiegen, statt zu fallen. Sie stünden heute für 22 Prozent der Belastungen aus dem Straßenverkehr. Ändere sich nichts, stiegen sie bis 2050 um weitere 17 Prozent, warnen die Konzerne. Dabei soll Europa dann eigentlich emissionsfrei sein. Die Logistikbranche fordert nun harte Vorgaben für Lkw-Hersteller. Schon in den ersten 100 Tagen müsse die neue Kommission eine neue Strategie für den Transportsektor entwickeln. Dazu sollten verbindliche Verkaufsquoten für emissionsfreie Lkw und Kleintransporter bis 2025 und 2030 gehören. Zudem müsse ein europäischer Investmentfonds den Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur unterstützen. Die Nutzer der Lkw, wie der Lebensmittelkonzern Nestlé, erwarten ohne Vorgaben keinen Wandel: "Wir sehen bislang nur eine sehr begrenzte Entwicklung emissionsfreier Lkw", sagte Robin Praillet vom Verbindungsbüro des Nestlé-Konzerns in Brüssel. Verkaufsquoten könnten das aber bald ändern, hofft Praillet.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

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