Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Industrie, Arbeitsmarkt

In der chemischen Industrie bahnt sich ein Tarifabschluss in der zweiten bundesweiten Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag in Wiesbaden an.

19.11.2019 - 12:12:34

Chemiegewerkschaft peilt Tarifabschluss an

"Ich habe das Gefühl, dass inzwischen auch die andere Seite ins Laufen gekommen ist - so haben wir die Chance, in der zweiten Runde fertig zu werden", sagte der Verhandlungsführer der Chemie-Gewerkschaft (IG BCE), Ralf Sikorski, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Mit Blick auf die schon terminierte dritte Verhandlungsrunde nächste Woche Dienstag und Mittwoch in Hannover sagte er: "Ich kann nicht erkennen, welche Sachlage sich zwischen Freitagmittag und dem Beginn einer möglichen dritten Runde am Dienstagmorgen großartig ändern sollte. Wenn die Arbeitgeber nicht alles noch komplizierter machen, können wir jetzt fertig werden."

Eine Garantie gebe es dafür aber nicht. Die Gewerkschaft fordert unter anderem ein tariflich abgesichertes Zukunftskonto in Höhe von 1.000 Euro jährlich für jeden Beschäftigten. "Für uns ist entscheidend, dass alle Beschäftigten vom Zukunftskonto profitieren - und dass sie selbst über die Verwendung ihres Guthabens entscheiden können", sagte Sikorski. "Deshalb wollen wir einen bunten Blumenstrauß von Optionen binden und nicht nur die Wahl zwischen Zeit oder Geld lassen." Gleichzeitig sollen die Betriebsparteien die Möglichkeit bekommen, das Angebot auf die jeweilige betriebliche Situation zuschneiden zu können. Dann könnten sie neben dem Zeitelement andere Elemente wie Sabbaticals, Langzeitkonten oder die Altersvorsorge nutzen, die schon in den Tarifverträgen drin seien, so der Gewerkschafter. Ihre Entgeltforderung hat die IG BCE diesmal nicht beziffert - stattdessen verlangt sie ein "reales Plus" oberhalb der Teuerungsrate. "Klar ist, dass wir in den vergangenen zehn Jahren wegen der phantastischen wirtschaftlichen Lage bereits mehr als 37 Prozent an Lohnplus aushandeln konnten", sagte der Verhandlungsführer den Stuttgarter Zeitungen. "Das ist eine solide Basis, auf der man auch über andere Elemente reden kann."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Streit um Tesla: DGB fürchtet weitere Amerikanisierung Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt mit Blick auf den US-Elektroautobauer Tesla vor einer "weiteren Amerikanisierung" deutscher Betriebe. (Wirtschaft, 22.02.2020 - 09:05) weiterlesen...

BDI sieht Frauenquote kritisch Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hegt Bedenken gegen den gemeinsamen Vorschlag von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), eine verpflichtende Frauenquote in Vorständen großer Aktiengesellschaften einzuführen. (Wirtschaft, 21.02.2020 - 18:02) weiterlesen...

Tesla-Urteil: DIW-Chef beklagt investorenfeindliche Stimmung Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, beklagt auch nach dem Tesla-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg eine investorenfeindliche Stimmung in Deutschland. (Wirtschaft, 21.02.2020 - 15:48) weiterlesen...

Nach Hanau: Ökonomen fürchten negative Folgen für deutsche Wirtschaft Führende Ökonomen haben angesichts des Terroranschlags in Hanau vor negativen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft gewarnt. (Wirtschaft, 21.02.2020 - 11:36) weiterlesen...

Daimler-Großinvestor gegen Zetsche als Aufsichtsratschef Gegen die Rückkehr des ehemaligen Daimler-Chefs Dieter Zetsche als Vorsitzender des Aufsichtsrats formt sich zunehmend Widerstand. (Wirtschaft, 20.02.2020 - 13:03) weiterlesen...

DGB und ZDH beklagen unfairen Wettbewerb durch Soloselbstständige Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) schlagen Alarm: Immer mehr Handwerker arbeiten nach ihren Angaben in Ein-Mann- oder Kleinstbetrieben, "die wettbewerbsverzerrend agieren". (Wirtschaft, 20.02.2020 - 08:05) weiterlesen...