Indikatoren, Deutschland

(Im Leadsatz wurde ein Tippfehler entfernt.)

14.03.2019 - 10:17:25

WDH: Ifo-Institut kappt Konjunkturprognose für Deutschland

MÜNCHEN - Mit dem Ifo-Institut hat erneut ein wichtiges Forschungsinstitut seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum kräftig gesenkt. Die Ifo-Experten halbierten ihre Wachstumsprognose nahezu und rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Zuvor waren die Forscher noch von einem Wachstum von 1,1 Prozent ausgegangen.

Wie bereits im vergangenen Jahr geht die Konjunkturschwäche von der Industrie aus. "Die Industrie wird 2019 als Konjunkturmotor weitgehend ausfallen", sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten sei schwach, da die internationale Konjunktur weiter an Dynamik verliere. "Aber die binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte sind weiterhin intakt", versicherte Experte Wollmershäuser.

In der vergangenen Woche hatte bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognose für das deutsche Wachstum 2019 von 1,6 auf 0,7 Prozent reduziert - das wäre nur halb so viel wie im vergangenen Jahr. Neben anderen deutschen Forschungsinstituten senkte auch die Bundesregierung ihre Prognose deutlich.

Nach Einschätzung der Ifo-Experten ist die Konjunkturflaute aber zeitlich begrenzt. Für 2020 erhöhte das Ifo-Institut die Prognose sogar von zuvor 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent. "Die gegenwärtigen Produktionsschwierigkeiten der deutschen Industrie dürften allmählich überwunden werden", sagte Wollmershäuser.

Eine unverändert starke Entwicklung erwartet das Ifo-Institut auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte demnach weiter steigen, von 44,8 Millionen im vergangenen Jahr auf 45,2 Millionen in diesem und 45,5 Millionen im nächsten Jahr. "Entsprechend sinkt die Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent über 4,9 auf 4,7 Prozent", hieß es vom Ifo-Institut.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutschland behauptet Stellung als EU-Handelschampion. Nach am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Statistikbehörde Eurostat exportierten im vergangenen Jahr 17 andere EU-Länder den größten Teil ihrer Ausfuhren in die Bundesrepublik. Für dieselbe Anzahl anderer EU-Staaten war Deutschland auch das wichtigste Herkunftsland für Einfuhren. LUXEMBURG - Deutschland war auch 2018 für die Mehrzahl der anderen EU-Staaten der wichtigste Handelspartner. (Wirtschaft, 20.03.2019 - 12:50) weiterlesen...

Großbritannien: Inflation zieht etwas an. Nach Angaben des Statistikamts ONS vom Mittwoch lag das Preisniveau 1,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Januar hatte die Inflationsrate 1,8 Prozent betragen. Analysten hatten diese Rate auch für Februar erwartet. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent, ebenfalls etwas stärker als erwartet. LONDON - Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im Februar etwas stärker gestiegen. (Wirtschaft, 20.03.2019 - 10:52) weiterlesen...

USA: Industrieaufträge steigen schwach. Im Vergleich zum Vormonat seien 0,1 Prozent Aufträge hinzugekommen, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Im Dezember war der Auftragseingang in gleichem Ausmaß angestiegen. Analysten hatten für Januar im Mittel mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Ohne Transportgüter gingen die Aufträge im Januar um 0,2 Prozent zurück. WASHINGTON - Die US-Industrie hat im Januar erneut nur wenige neue Aufträge erhalten. (Wirtschaft, 19.03.2019 - 15:24) weiterlesen...

ZEW-Konjunkturerwartungen auf höchstem Stand seit 10 Monaten. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, stieg der entsprechende Indikator um 9,8 Punkte auf minus 3,6 Zähler. Das ist der fünfte Anstieg in Folge und der höchste Indexstand seit Mai. Analysten hatten im Schnitt eine Verbesserung erwartet. Sie waren aber nur von einem Anstieg auf minus 11 Punkte ausgegangen. MANNHEIM - In Deutschland hat sich die Stimmung von Finanzexperten im März erneut aufgehellt und den höchsten Stand seit zehn Monaten erreicht. (Wirtschaft, 19.03.2019 - 12:40) weiterlesen...

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen den 5. Monat in Folge. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, stieg der entsprechende Indikator um 9,8 Punkte auf minus 3,6 Zähler. Das ist der fünfte Anstieg in Folge und der höchste Indexstand seit vergangenen Mai. MANNHEIM - In Deutschland hat sich die Stimmung von Finanzexperten im März stärker als erwartet aufgehellt. (Wirtschaft, 19.03.2019 - 11:26) weiterlesen...

Großbritannien: Arbeitsmarkt trotz Brexit-Unsicherheit robust. Wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte, stieg die Beschäftigung in den drei Monaten bis Januar um 222 000 Stellen. Das war der kräftigste Zuwachs seit November 2015. Die Erwartungen von Analysten von durchschnittlich 120 000 Stellen wurden deutlich übertroffen. LONDON - Der britische Arbeitsmarkt entwickelt sich trotz hoher Unsicherheit wegen des anstehenden Brexit weiterhin stark. (Wirtschaft, 19.03.2019 - 10:56) weiterlesen...