Regierungen, Deutschland

(Im 2.

18.12.2017 - 08:27:25

KORREKTUR/ROUNDUP/Ausbildung: Trübe Aussichten für Ausländer ohne deutschen Pass. und 5. Absatz wurde jeweils die Jahresangabe "2016" in "2015" geändert.

DÜSSELDORF - Ausländische Jugendliche sowie Hauptschüler haben in Deutschland nur trübe Aussichten auf einen Ausbildungsplatz. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt bundesweit gut die Hälfte aller "Jugendlichen ohne deutschen Pass" nicht an eine Ausbildungsstelle im dualen System oder Schulberufssystem. Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss haben es genauso schwer.

Der "Ländermonitor berufliche Bildung 2017" - die zweite Ausgabe dieser Bertelsmann-Studie - betrachtet die Ausbildungssituation in Deutschland sowie in jedem einzelnen Bundesland zwischen 2007 und 2015.

Mit Blick auf die Gruppe der Jugendlichen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die Flüchtlinge einschließt, betonte Jörg Dräger als Vorstand der Bertelsmann-Stiftung die Wichtigkeit der Integration. Hier leisteten die Bundesländer mit Sonderprogrammen wie Sprachkursen einen wichtigen Beitrag.

"Die beruflichen Schulen übernehmen zunehmend integrations- und sozialpolitische Aufgaben - dafür müssen sie finanziell, technisch und personell ausgerüstet werden", sagte Dräger. Eine "Frage der Gerechtigkeit" sei es zudem, Hauptschülern den Zugang zu Ausbildungsplätzen zu erleichtern. "Denn wer Abitur macht, hat einen Ausbildungsplatz praktisch sicher. Wer einen Haupt- oder mittleren Schulabschluss hat, geht dagegen auf dem Arbeitsmarkt häufig leer aus", erklärte Dräger.

Insgesamt wurden 2015 laut der Studie bundesweit von den Betrieben 80 000 duale Ausbildungsplätze weniger angeboten als noch 2007. Und die Zahl der Bewerber ging in diesem Zeitraum um 155 000 zurück. Als "besonders dramatisch" wird der Rückgang der dualen Ausbildung in den östlichen Bundesländern bewertet, in denen zwischen 2007 und 2015 die Zahl der Ausbildungsplätze um 40 Prozent und der Bewerber um 46 Prozent gefallen sei.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte am vergangenen Mittwoch zur Vorstellung der neuesten Zahlen vom Ausbildungsmarkt die guten Chancen junger Menschen auf einen Ausbildungsplatz betont. Laut ihrem Haus ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Jahr leicht auf 523 300 gestiegen. Es sind damit 3000 mehr als im Vorjahr. Die Zahlen des Bundesbildungsministerium zur Entwicklung im Teilbereich duale Ausbildung sind laut Bertelsmann-Stiftung nicht im "Ländermonitor" 2017 berücksichtigt.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief die Betriebe auf, mehr Hauptschülern eine Chance zu geben. "Es birgt sozialen Sprengstoff, wenn Unternehmen lauthals über einen vermeintlichen Azubi-Mangel klagen, sich aber von Hauptschülern abwenden", meinte Vizechefin Elke Hannack. "Nicht einmal jeder zweite Jugendliche mit Hauptschulabschluss schafft den direkten Sprung in Ausbildung. Die Betriebe müssen sich diesen Jugendlichen wieder öffnen."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Erste Großkontrolle des Hamburger Dieselfahrverbots. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, sollen bei dem Einsatz ab Donnerstagvormittag im Bereich der Stresemannstraße Lkw auf ihre Schadstoffklasse hin kontrolliert werden. Auf gut anderthalb Kilometern der stark befahrenen Straße im Bezirk Altona dürfen seit Anfang des Monats nur noch Lastwagen fahren, wenn sie die Euro-Norm 6 erfüllen. Verstöße sollen ab sofort auch als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Bislang waren Verbotssünder lediglich ermahnt und über die neue Regelung informiert worden. HAMBURG - Mit einer ersten Großkontrolle des Hamburger Dieselfahrverbots wird es ernst für die Fahrer älterer Lastwagen. (Boerse, 20.06.2018 - 13:12) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Merkel plant Asyltreffen - Söder legt nach. Merkel will bilaterale Abkommen erreichen, dass Migranten an den Grenzen zurückgeschickt werden können, wenn sie bereits in einem dieser Länder registriert wurden oder einen Asylantrag gestellt haben. LINZ/BERLIN/ROM - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich an diesem Sonntag mit den Regierungschefs mehrerer EU-Staaten treffen, die von der Flüchtlingskrise besonders betroffen sind. (Wirtschaft, 20.06.2018 - 13:12) weiterlesen...

32,5 Prozent mehr Effizienz bis 2030. Bis 2030 soll die Energieeffizienz um 32,5 Prozent gesteigert und der Verbrauch insgesamt deutlich gedrückt werden. Darauf einigten sich Unterhändler des EU-Parlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission am späten Dienstagabend. BRÜSSEL - Die Europäische Union schraubt ihre Energiesparziele hoch, um beim Klimaschutz voranzukommen. (Boerse, 20.06.2018 - 12:44) weiterlesen...

Juncker bestätigt Arbeitstreffen zur Migration am Sonntag in Brüssel. Ziel sei, vor dem EU-Gipfel Ende nächster Woche "an europäischen Lösungen zu arbeiten", teilte Juncker am Mittwoch mit. BRÜSSEL - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat für Sonntag ein "informelles Arbeitstreffen" mit mehreren EU-Staaten zu Migration und Asyl in Brüssel angekündigt. (Wirtschaft, 20.06.2018 - 12:24) weiterlesen...

VW zahlt Bußgeld - 'Größter Schadensfall der Wirtschaftsgeschichte'. Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch im Landtag in Hannover. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte in der vergangenen Woche eine Milliarde Euro Geldbuße gegen den Konzern wegen Aufsichtspflichtsverletzung im Abgasskandal verhängt. HANNOVER - Die in der Dieselaffäre gegen den VW -Konzern verhängte Milliardenbuße ist in der niedersächsischen Landeskasse eingegangen. (Boerse, 20.06.2018 - 12:21) weiterlesen...

LIRA IM FOKUS: Wohin steuert die Türkei nach den Wahlen?. In einer Doppelwahl werden Präsident und Parlament neu gewählt. Lange galt ein zweifacher Sieg von Präsident Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP-Partei als sicher. Doch dem ist nicht mehr so: Umfragen sehen Erdogan und seine Partei auf dem absteigenden Ast. Ein Grund dafür ist der schwere Kursverfall der Landeswährung Lira. Von einer Währungskrise war die Rede, bevor sich die Währung zuletzt etwas stabilisieren konnte. FRANKFURT - An diesem Wochenende entscheidet sich die politische Zukunft der Türkei. (Wirtschaft, 20.06.2018 - 11:26) weiterlesen...