USA, Deutschland

HONGKONG / NEW YORK - Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Start von Terminkontrakten auf Bitcoins sind die Kurse der umstritenenen Digitalwährung leicht gefallen - zumindest im Vergleich zum sehr hohen Niveau vom Freitag.

10.12.2017 - 16:33:26

Bitcoin gibt auf sehr hohem Niveau etwas nach. Doch trotz der Verluste bis zum Sonntagnachmittag summieren sich die Kursgewinne des Bitcoin im laufenden Jahr immer noch auf rund 1400 Prozent - dabei nahm die Rally und der Hype um die Digitalwährung in den vergangenen Wochen immer rasantere und abstrusere Züge an.

So stiegen die Kurse am Donnerstagabend vergangener Woche am wichtigen Handelsplatz Coinbase innerhalb weniger Minuten um rund ein Viertel auf fast 20 000 Dollar, um dann in ebenso rasantem Tempo wieder alle Gewinne abzugeben. Wichtigster Grund für die stark gestiegene Nervosität ist die Ankündigung der beiden US-Börsenbetreiber CBOE und CME, Terminkontrakte auf den Bitcoin auflegen zu wollen. Nachdem die Behörden ihr grünes Licht gegeben haben, geht es in der Nacht auf Sonntag zumindest bei der CBOE los. Die CME folgt bald.

Damit kommt die bisher vor allem für Experten und einen kleinen Investorenkreis zugängliche Digitalwährung zunehmend in der arrivierten Finanzwelt an. Nach wie vor sind führende Vertreter der Branche aber größtenteils unsicher, wie sie damit umgehen sollen. Notenbanker und Wissenschaftler warnen dagegen weiter vor Investitionen in Bitcoins oder andere Digitialwährungen. Ein Beleg für den schwer zu durchschauenden Markt sind nach wie vor die hohen Unterschiede der Kurse zwischen den großen Handelsplätzen.

So kostete ein Bitcoin am Sonntagnachmittag auf dem Handelsplatz Bitstamp rund 14 900 Dollar und beim Rivalen Coinbase mit 15 500 Dollar rund 600 Dollar rund vier Prozent mehr. Das Kursniveau an beiden Marktplätzen liegt leicht unter dem vom Freitagabend, aber immer noch deutlich mehr als vor einer Woche oder gar einem Monat als ein Bitcoin noch weniger als 12 000 Dollar beziehungsweise rund 7000 Dollar gekostet hatte.

Beobachter fürchten, dass es in den kommenden Tagen mit dem Start von Bitcoin-Finanzprodukten an etablierten US-Börsen zu weiteren Marktverwerfungen kommen könnte. Mit den Future-Kontrakten werden Rohstoffe oder Finanzprodukte zu einem vorab festgelegten Preis zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt gehandelt. Dadurch können sich Käufer und Verkäufer gegen Preisschwankungen absichern. Es sind aber auch Spekulationen auf Kursentwicklungen möglich - auch auf einen Wertverfall.

Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1000 Dollar. Seither befindet er sich auf einer rasanten Rekordjagd, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend beschleunigt hat und mit teils hohen Kursschwankungen einhergeht. Notenbanker und Experten warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung. Auch führende Banker sind skeptisch. Zuletzt bezeichnete zum Beispiel der Chef des nordeuropäischen Bankkonzerns Nordea, Casper von Koskull, den Bitcoin als "absurde" Konstruktion, die jeder Logik widerspreche.

@ dpa.de

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