Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Indikatoren, Regierungen

HERXHEIM - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Arbeitnehmer besser vor Arbeitslosigkeit im Fall einer Konjunkturkrise schützen.

13.08.2019 - 06:33:35

Heil will massiven Jobabbau in Konjunkturkrise verhindern. "Für den Fall, dass es sich nicht nur um eine Konjunkturabkühlung handelt, wollen wir uns auch für den Krisenfall wappnen", sagte Heil im rheinland-pfälzischen Herxheim. Der SPD-Politiker stellte Grundzüge eines geplanten "Arbeit-von-morgen-Gesetzes" vor. Im Herbst wolle er dieses vorlegen. Kurzarbeitergeld soll leichter fließen, Qualifizierung stärker öffentlich gefördert werden.

"Wir werden alle Instrumente zur Verfügung haben, die wir brauchen, um eine konjunkturelle Krise auf dem Arbeitsmarkt flankieren zu können", sagte Heil am Montagabend während einer Sommerreise vor Journalisten. Zugleich wolle er die Arbeitnehmer mit dem Gesetz in die Lage bringen, den Wandel von Jobs durch digitale Technologien und ökologische Erfordernisse mitzugehen. Heil sprach von einem "Instrumentenkasten, damit wir dafür sorgen, dass die Beschäftigten den Anschluss nicht verlieren".

Das Gesetz soll nach seinen Worten vor allem am seit Jahresbeginn geltenden Qualifizierungschancengesetz anknüpfen. Durch dieses Gesetz kann die Bundesagentur für Arbeit (BA) Weiterbildungskosten zumindest teilweise übernehmen. Die Arbeitgeber erhalten Lohnkostenzuschüsse, wenn sie ihre Beschäftigten während der Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freistellen. Größere Unternehmen müssen sich stärker beteiligen als kleine oder mittlere. Außerdem will Heil den Einsatz von Kurzarbeitergeld erleichtern, nachdem das Instrument geholfen hatte, eine massive Ausweitung der Arbeitslosigkeit infolge der Finanzkrise 2008 zu verhindern.

Heil kündigte an, wo immer es gehe, solle künftig Kurzarbeit auch mit Qualifizierung verbunden werden. So solle das Qualifizierungschancengesetz durch eine "zweite Förderlinie" erweitert werden: Höhere Zuschüsse der BA für die Qualifizierung sowie zum Lohn sollen möglich werden.

Zudem sollen Beschäftigte in einem Unternehmen, in dem sie eigentlich keine dauerhafte Perspektive mehr haben, zunächst mit öffentlicher Förderung im Betrieb bleiben können. Auch bei dieser "Perspektivqualifizierung" soll es Zuschüsse sowohl zur Weiterbildung als auch zum Lohn geben.

Wenn ein Unternehmen Beschäftigte in eine Transfergesellschaft überführt, weil sie im angestammten Betrieb keine Perspektive mehr haben, soll dort längere Weiterbildung ermöglicht werden. Heute geltende Regeln - etwa die, dass Betroffene mindestens 45 Jahre alt sein müssen - sollen gelockert werden.

Für den Fall, dass Arbeitnehmer in einer Konjunkturkrise Kurzarbeitergeld beziehen und in einer Weiterbildung sind, soll es ferner erleichtert werden, dass die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers vom Staat übernommen werden. Erleichterungen beim konjunkturellen Kurzarbeitergeld sollen im Krisenfall schnell eingeführt werden können.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Unterhaus-Alterspräsident stellt sich für Brexit-Notregierung zur Verfügung. Wenn es der einzige Weg wäre, um einen EU-Austritt ohne Abkommen zu verhindern, "würde ich es nicht ablehnen", sagte der ehemalige konservative Finanzminister (1993-97) am Freitagnachmittag in einem Interview mit der BBC. Der 79-Jährige reagierte damit auf einen Vorschlag der liberalen Parteichefin Jo Swinson, die zuvor Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour-Partei für die Rolle abgelehnt hatte. LONDON - Der Alterspräsident des britischen Unterhauses, Ken Clarke, hat sich als Übergangspremier für eine Brexit-Notregierung angeboten. (Wirtschaft, 16.08.2019 - 20:47) weiterlesen...

Bolsonaro droht mit Mercosur-Austritt bei Linksruck in Argentinien. Sollte sich nach den Wahlen eine mögliche neue Linksregierung im Nachbarland gegen die geplante Öffnung der Märkte stemmen, werde er das südamerikanische Staatenbündnis verlassen, sagte der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro am Freitag. BRASÍLIA - Bei einem Wahlsieg der Linken in Argentinien und einer Rückkehr zum Protektionismus will Brasilien aus dem Mercosur aussteigen. (Wirtschaft, 16.08.2019 - 20:33) weiterlesen...

Befremden über angebliche Trump-Idee - 'Grönland nicht zu verkaufen' (Wirtschaft, 16.08.2019 - 18:16) weiterlesen...

Umweltschützer: Abholzung am Amazonas hat um 15 Prozent zugelegt. Zwischen August 2018 und Juli 2019 seien 5054 Quadratkilometer Regelwald gerodet worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Imazon am Freitag mit. Das entspricht etwa der doppelten Fläche des Saarlands. Allein im Juli seien Wälder auf einer Fläche von 1287 Quadratkilometern vernichtet worden - ein Anstieg um 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. BELÉM - Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet hat nach Angaben von Umweltschützern im vergangenen Jahr um 15 Prozent zugelegt. (Wirtschaft, 16.08.2019 - 18:15) weiterlesen...

Vorläufiger Stop für E-Tretroller-Sharing in Mailand. Die Kommunalverwaltung habe die Verleiher am Mittwoch aufgefordert, die Fahrzeuge innerhalb von drei Tagen aus dem öffentlichen Raum abzuziehen, bestätigte eine Pressesprecherin der Stadt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Rom nach einem Bericht der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". MAILAND - In der norditalienischen Metropole Mailand sollen über Sharing-Anbieter bereitgestellte E-Tretroller in Kürze aus dem öffentlichen Raum verschwunden sein - bis auf weiteres. (Boerse, 16.08.2019 - 17:40) weiterlesen...

Scheuer bleibt wegen gescheiterter Pkw-Maut unter Druck. Der CSU-Politiker kündigte am Freitag an, dem Bundestag "weitere 30 Ordner mit mehreren Tausend Seiten Dokumenten" zur Verfügung zu stellen. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte Scheuer. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Ministerium die Verträge mit den geplanten Maut-Betreibern nur wegen des EU-Urteils gekündigt hat, oder ob die Unternehmen mit schlechten Leistungen zusätzlich Grund zur Kündigung gegeben hatten. Davon könnten Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe abhängen. BERLIN - Rund zwei Monate nach dem Scheitern der Pkw-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) hält die Opposition den Druck auf Verkehrsminister Andreas Scheuer aufrecht. (Boerse, 16.08.2019 - 17:04) weiterlesen...