Deutschland, Volkswirtschaft

HEILBRONN - Im Tarifkonflikt des Einzelhandels macht die Gewerkschaft Verdi weiter Druck.

06.07.2017 - 12:49:24

Neue Warnstreiks im Einzelhandel - Lidl für 3 Prozent mehr Geld. Am Donnerstag beteiligten sich landesweit rund 650 Mitarbeiter an Warnstreiks, wie ein Gewerkschaftssprecher mitteilte. Betroffen waren Kaufland, OBI, Kaufhof, Karstadt, Ikea, H&M, Esprit - mit Filialen im Raum Mannheim-Heidelberg, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Ulm, Freiburg, Göppingen, Esslingen, Reutlingen, Tübingen und Leinfelden-Echterdingen. Unterdessen sprach sich Lidl-Deutschlandchef Marin Dokozic für eine Tariferhöhung um je drei Prozent für 2017 und 2018 aus.

"Der Einzelhandel befindet sich in einem intensiven Wettbewerb um gute Mitarbeiter", sagte der Manager der "Heilbronner Stimme" (Donnerstag). "Vor diesem Hintergrund befürworten wir eine Tariferhöhung um drei Prozent für 2017 und um weitere drei Prozent im nachfolgenden Jahr und würden die Verhandlungen in diese Richtung unterstützen." Er betonte: "Wir würden es begrüßen, wenn durch die Verhandlungen bald eine deutliche Verbesserung für die Mitarbeiter der gesamten Branche erzielt wird."

Die Unternehmen der Schwarz-Gruppe - also Lidl und Kaufland - sind nach Angaben der Gewerkschaft tarifgebunden. In dem festgefahrenen Tarifstreit kommt es im Südwesten immer wieder zu Warnstreiks. Die Fronten sind verhärtet - die Gewerkschaft Verdi fordert eine Finanzspritze von 6 Prozent für die Beschäftigten, die Arbeitgeber wollen zunächst nur 1,5 Prozent mehr zahlen. Die nächste Tarifrunde ist für den 10. Juli geplant. Bis dahin will Verdi den Druck hochhalten und zu weiteren Warnstreiks aufrufen.

Im Südwest-Einzelhandel arbeitet etwa eine halbe Million Menschen. Die Tarifbindung ist gering: Nur schätzungsweise knapp ein Drittel der Branchenbeschäftigten sind in Firmen tätig, die sich an den Tarifvertrag halten. Allerdings hat ein Tarifabschluss auch eine Signalwirkung für andere Firmen, damit dort die Bezahlung ebenfalls angehoben wird.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP 3: Pompeo setzt Stachel der Sanktionen an - Harte Linie gegen Iran (Funktion Mogherinis im 3. Absatz ergänzt) (Wirtschaft, 21.05.2018 - 22:37) weiterlesen...

G20-Außenminister werben für internationale Zusammenarbeit. "Der Multilateralismus steht von verschiedenen Seiten aus unter Druck", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag mit Blick auf die jüngsten Alleingänge der USA bei Handels- und Sicherheitsfragen. "Das Prinzip, dass alle Staaten nach gleichen und fairen Regeln spielen, ist immer mehr unter Druck - die G20 müssen dagegen halten. BUENOS AIRES - Die Außenminister der führenden Wirtschaftsmächte der Welt haben bei ihrem G20-Treffen in Buenos Aires für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit plädiert. (Wirtschaft, 21.05.2018 - 22:23) weiterlesen...

Pompeo setzt Stachel der Sanktionen an - Harte Linie gegen den Iran (mit Mogherini, Netanjahu, Maas) (Boerse, 21.05.2018 - 22:08) weiterlesen...

Maas zeigt sich unbeeindruckt von US-Drohungen gegen Iran. "Für uns hat sich in der Sache nichts geändert", kommentierte er am Montag nach einem G20-Treffen in Buenos Aires die Grundsatzrede von US-Außenminister Mike Pompeo zur neuen Iran-Strategie seines Landes nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen. Deutschland und Europa wollten weiterhin die bestehende Vereinbarung erhalten. "Das berührt unmittelbar die deutschen Sicherheitsinteressen und die Sicherheitsinteressen von ganz Europa", betonte der SPD-Politiker. BUENOS AIRES - Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich unbeeindruckt von den neuen US-Drohungen gegen den Iran gezeigt. (Boerse, 21.05.2018 - 22:01) weiterlesen...

Mogherini: Pompeo hat keinen gangbaren Weg aufgezeigt. "Die Rede von Minister Pompeo hat nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer gemacht hat oder machen soll", heißt es in einer am Montag verbreiteten Stellungnahme Mogherinis. BRÜSSEL - Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat die von US-Außenminister Mike Pompeo vorgezeichnete Linie in der Iran-Politik scharf kritisiert. (Boerse, 21.05.2018 - 21:53) weiterlesen...

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 18.05.2018. ANALYSE-FLASH: Barclays belässt Deutsche Post auf 'Overweight' - Ziel 45 Euro dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 18.05.2018 (Boerse, 21.05.2018 - 21:32) weiterlesen...