Tarife, Bahn

Hannover - Die Tarifgespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind abgebrochen worden.

08.12.2018 - 12:07:25

Keine Einigung möglich - Bahn-Tarifrunde abgebrochen - Warnstreiks angekündigt. Das teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Hannover mit. Die EVG kündigte Warnstreiks an.

Die Verhandlungen laufen seit Donnerstag - sie werden parallel in zwei Hotels geführt, die rund einen Kilometer voneinander entfernt sind. Mit der EVG ist es die vierte, mit der GDL die fünfte Runde in dieser Tarifauseinandersetzung.

Die EVG vertritt etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn im Inland. Die kleinere GDL verhandelt für einen Teil davon - rund 36,000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hatte von Anfang an als Ziel genannt, möglichst mit beiden Gewerkschaften «für gleiche Berufsgruppen auch zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen».

Als schwieriger Punkt galt auch das von der EVG verlangte Wahlmodell für die nächste Lohnerhöhung: Die Arbeitnehmer sollen demnach statt des Geldes auch mehr Urlaub oder eine kürzere Arbeitszeit wählen können. Eine solche Regelung gibt es bereits seit Anfang 2018 für die jüngste Lohnerhöhung. Mit einer Ausweitung des Wahlrechts hätte die Bahn Probleme, weil dies den Personalmangel verschärfen würde.

Vor den Verhandlungen über die Kernforderungen wie Lohnerhöhung, Wahlmodell und Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge hatten sich Bahn und EVG in der vorherigen Runde schon auf Mietzuschüsse für Auszubildende, eine Vergütung von Reisezeiten zum Arbeitsplatz, die Verlängerung der Altersteilzeit und beim Komplex Digitalisierung der Arbeitswelt verständigt. Mit der GDL kam eine Teileinigung über die Ruhepausen und Verbesserungen bei den Schichtplänen des Zugpersonals zustande.

@ dpa.de

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