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Vermischtes, Plan International Deutschland e.V.

Hamburg - Die Social Media-Plattform Instagram startet zusammen mit der Kinderrechtsorganisation Plan International auf globaler Ebene sogenannte "Listening Sessions" zum Thema digitale Gewalt.

10.10.2020 - 22:07:13

Gemeinsam gegen digitale Gewalt / Instagram und Plan International laden Aktivistinnen zum Austausch ein

Hamburg - Die Social Media-Plattform Instagram startet zusammen mit der Kinderrechtsorganisation Plan International auf globaler Ebene sogenannte "Listening Sessions" zum Thema digitale Gewalt. Diese bieten Aktivistinnen der Jugendnetzwerke von Plan International und Vertreterinnen anderer Jugendorganisationen die M?glichkeit, frei und offen ?ber ihre pers?nlichen Erfahrungen mit digitaler Gewalt zu berichten. Zudem erl?utern sie ihre Forderungen zur Verbesserung der Meldemechanismen, damit noch effektiver gegen Bel?stigungen und Bedrohungen vorgegangen werden kann. Die Ergebnisse werden auch mit den Verantwortlichen von Facebook und WhatsApp geteilt.

Die Zusammenarbeit ist im Zuge der Ver?ffentlichung der Umfrage "Free to be online? - Erfahrungen von M?dchen und jungen Frauen mit digitaler Gewalt" von Plan International entstanden. Die Kinderrechtsorganisation hat zum Welt-M?dchentag mehr als 14.000 M?dchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren in 22 L?ndern befragt - 1.003 davon in Deutschland. Das Ergebnis: 58 Prozent der befragten M?dchen und jungen Frauen erleben Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen in den sozialen Medien. In Deutschland sind es sogar 70 Prozent. Social Media-Unternehmen sind laut der Umfrage als erste gefordert, wenn es darum geht, die Sicherheit von M?dchen und jungen Frauen in den sozialen Netzwerken zu verbessern - noch vor Regierungen, der Polizei und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Maike R?ttger, Vorsitzende der Gesch?ftsf?hrung von Plan International Deutschland: "Bel?stigungen und Gewalt d?rfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben - weder online noch offline. Sie sind aber leider erschreckende Realit?t. Die Mehrheit der befragten M?dchen und jungen Frauen hat uns erz?hlt, dass sie in den sozialen Medien explizite Beleidigungen, rassistische Beschimpfungen, Body-Shaming und gewaltt?tige Drohungen erleben. Dagegen m?ssen wir etwas tun."

Insgesamt 15 junge Aktivistinnen aus Benin, Brasilien, Deutschland, Gro?britannien, Indien, Japan, Kenia, den Philippinen, Spanien und den USA und werden an den "Listening Sessions" teilnehmen, um mit den f?r Politik und Produktentwicklung verantwortlichen Mitarbeiter:innen von Instagram ?ber ihre Erfahrungen in den sozialen Medien zu sprechen. Ziel ist es, einen Dialog anzusto?en, wie die Unternehmen einen besseren Schutz vor Mobbing, Beleidigung und Bel?stigung gew?hrleisten k?nnen.

"Wenn es zu Bel?stigungen kommt, ist es entscheidend, dass es wirksame Wege gibt, diese zu melden. Die "Girls Get Equal Listening Sessions" geben denjenigen, die das Problem kennen, die Chance sich einzubringen, wie hier in Zukunft besser gegen vorgegangen werden kann", sagt Maike R?ttger.

Durch die Teilnahme an diesem Dialog zeigt Instagram, dass die Plattformen die ?ngste und Forderungen der M?dchen und jungen Frauen ernst nehmen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die sozialen Medien zu einem Ort zu machen, an dem M?dchen und junge Frauen sich frei und sicher f?hlen, wenn sie ihre Meinung sagen.

Cindy Southworth, Leiterin der Abteilung Women's Safety bei Facebook: "Digitale Gewalt gegen Frauen im Internet ist ein ernstes Problem, dem wir auf unterschiedliche Weise begegnen - durch Technologie, die potenziell gewaltt?tige Inhalte identifiziert und l?scht, durch die Umsetzung strenger Richtlinien und durch Gespr?che mit Expert:innen und Menschen, die Bel?stigung oder Online-Gewalt erleben. Wir wissen, dass dies eine gro?e Herausforderung ist, und freuen uns sehr ?ber die M?glichkeit, mit Plan International zusammenzuarbeiten und direkt mit M?dchen und jungen Frauen zu sprechen. So k?nnen wir uns verbessern und daf?r sorgen, dass wir eine Plattform sind, auf der sich M?dchen und junge Frauen sicher f?hlen."

Im Rahmen der " Girls Get Equal "-Kampagne fordert Plan International Regierungen auf der ganzen Welt auf, spezifische Gesetze zum Umgang mit geschlechtsbasierter digitaler Gewalt einzuf?hren und sicherzustellen, dass M?dchen sich rechtlich dagegen wehren k?nnen.

Pressekontakt:

Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Str. 70, 22305 Hamburg Alexandra Tschacher, Leiterin des Presseteams, Tel. 040 607716-278 Claudia Ulferts, Pressereferentin, Tel. 040 607716-267, presse@plan.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18591/4730328 Plan International Deutschland e.V.

@ presseportal.de