Regierungen, Deutschland

HAMBURG - CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Partei zu mehr Mut und Selbstbewusstsein aufgerufen.

07.12.2018 - 14:36:24

Kramp-Karrenbauer fordert von CDU Mut zum neuen Aufbruch. Die Partei dürfe nicht Schwarzmalern hinterherlaufen, sondern müsse mutig auch gegen den Zeitgeist Kurs halten, rief die frühere saarländische Ministerpräsidentin am Freitag in ihrer Bewerbungsrede vor dem CDU-Parteitag in Hamburg . Kramp-Karrenbauers Rede wurde immer wieder von kräftigem Beifall unterbrochen.

Besonders großen Applaus erhielt die 56-Jährige, als sie vor dem Hintergrund der im Anschluss anstehenden Kampfabstimmung um den Parteivorsitz mit Blick auf Friedrich Merz und Jens Spahn sagte, keiner der drei Kandidaten "wird der Untergang für diese Partei sein". Für sie gebe es keine konservative, liberale oder wirtschaftsfreundliche CDU, sondern nur "die eine CDU", die für viele eine Art Familie sei.

Kramp-Karrenbauer warb vor allem mit ihrer politischen Erfahrung um Zustimmung. Sie habe in diversen Regierungsämtern im Saarland gedient und gelernt, was es heiße, zu führen. Dabei habe sie auch gelernt, dass es mehr auf innere Stärke ankomme, als auf äußere Lautstärke. Gemeinsam mit den Mitgliedern habe sie harte Wahlkämpfe erfolgreich gemeistert und gewonnen, "gerade weil ich so bin, wie ich bin".

Die natürliche Denkfabrik der Republik müsse die Partei sein, deren Mitglieder mehr einbezogen werden sollten, sagte Kramp-Karrenbauer, die sich auch deutlich von Kanzlerin Angela Merkel abgrenzte, die als ihre Fördererin gilt. Nötig sei auch ein anderes Regierungshandeln, etwa bei den Problemen der Menschen, wenn die Bahn nicht komme oder die Bürger keinen Arzttermin bekämen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Italien lenkt im Haushaltsstreit mit EU ein - Defizit soll sinken. Die Neuverschuldung soll im kommenden Jahr 2,04 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen statt wie bisher geplant 2,4 Prozent, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch nach einem Treffen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Brüssel. Die EU-Kommission hatte die bisherigen Haushaltspläne aus Rom zurückgewiesen. Italien droht deshalb ein Strafverfahren. An dessen Ende könnten Strafen in Milliardenhöhe stehen. BRÜSSEL/ROM - Italien macht im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission Zugeständnisse. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 19:12) weiterlesen...

ROUNDUP/Haft im Prozess um Waffenkauf vor Münchner Amoklauf gefordert. Die Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch vor dem Landgericht Karlsruhe insgesamt neun Jahre und fünf Monate. Der 31 Jahre alte Angeklagte hat sich nach Überzeugung der auf Cyberkriminalität spezialisierten Anklagebehörde in Mannheim unter anderem der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig gemacht. KARLSRUHE/MÜNCHEN - Im Prozess gegen den Betreiber einer Darknet-Plattform im Zusammenhang mit dem Münchner Amoklauf vom Juli 2016 droht dem Angeklagten eine lange Haftstrafe. (Boerse, 12.12.2018 - 18:40) weiterlesen...

Lokführergewerkschaft lehnt neues Bahn-Angebot ab. Sie setzt auf weitere Verhandlungen und Zugeständnisse des bundeseigenen Konzerns. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte am Mittwoch im SWR: "Es ist eine Taktiererei, ein Verschieben von Zahlen. EISENACH - Die Lokführergewerkschaft GDL hat das jüngste Tarifangebot der Deutschen Bahn abgelehnt. (Boerse, 12.12.2018 - 17:41) weiterlesen...

Rüstungsexportrichtlinie kommt später. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die große Koalition wolle damit spätestens im ersten Halbjahr 2019 fertig sein. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag eigentlich vereinbart, noch im Jahr 2018 die Rüstungsexportrichtlinien aus dem Jahr 2000 zu "schärfen". BERLIN - Die Bundesregierung wird später als geplant neue Rüstungsexportrichtlinien vorlegen. (Boerse, 12.12.2018 - 17:26) weiterlesen...

Kreise: Italien schlägt EU Zwei-Prozent-Defizit vor - Finanzmärkte jubeln. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezug auf einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter des Finanzministeriums berichtete, soll der Vorschlag ein Haushaltsdefizit für 2019 von 2,0 Prozent vorsehen. Bislang geplant und von der EU-Kommission abgelehnt ist ein Defizit von 2,4 Prozent. Ursprünglich versprochen hatte die Vorgängerregierung eine Neuverschuldung von 0,8 Prozent. FRANKFURT - Die italienische Regierung will der EU-Kommission informierten Kreisen zufolge eine spürbar geringere Neuverschuldung vorschlagen. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 17:07) weiterlesen...

Altmaier plant höhere Entschädigungen für Landwirte bei Energiewende (Boerse, 12.12.2018 - 17:02) weiterlesen...