Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

HAMBURG - Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgen Intensivmediziner zunehmend an Covid-19 erkrankte Schwangere.

03.05.2021 - 05:27:28

Schwangere mit Covid-19 auf Intensivstation - Mediziner für Impfung. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es fünf solcher Fälle gegeben, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Fälle sind besonders dramatisch. Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen." Das sei auch die Einschätzung im Kollegenkreis. Schwangere hätten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn sie sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Bei ihnen sei das Immunsystem generell etwas herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert.

Die aktuelle Häufung hat nach Einschätzung Kluges auch damit zu tun, dass die Frauen wegen der UKE-Expertise aus anderen Häusern dorthin verlegt werden. Allerdings habe es am UKE im gesamten Jahr 2020 nur einen solchen Fall gegeben, in den ersten Monaten 2021 schon sieben. "Wir sehen diese Fälle nun häufiger, das ist ein neues Phänomen", sagte Kluge. Das liege auch an der Variante B.1.1.7, die deutlich ansteckender ist und im Verdacht steht, schwerere Krankheitsverläufe zu verursachen: "Deutschlandweit haben wir mittlerweile viel mehr Infektionen bei Jüngeren unter 50 Jahren, auch bei Kindern." Frauen im gebärfähigen Alter scheinen nun also eher vom Virus erreicht zu werden. Kluge sagte, ein Teil der Frauen habe sich wahrscheinlich bei den eigenen Kindern angesteckt. Meist sei die ganze Familie positiv.

Die betroffenen Patientinnen seien Frauen um die 30, die im Regelfall keinerlei Vorerkrankungen hätten. "Diese Frauen stehen mitten im Leben. Für die behandelnden Teams sind diese Fälle sehr belastend", sagte Kluge. Die Frauen seien meistens im dritten Trimester der Schwangerschaft. Teils stünden Ärzte und Pflegekräfte vor der Frage, ob und wann das Kind entbunden werden müsse. Auch die Gabe von Medikamenten sei bei Schwangeren natürlich ein heikles Thema.

Eine Impfung gegen Covid-19 wird Schwangeren in Deutschland bislang nicht generell empfohlen. Bei Vorerkrankungen etwa ist es aber möglich, "nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung", wie es in der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) heißt. Nach Kluges Einschätzung werden Schwangere hierzulande aber bisher kaum geimpft, auch aus Angst vor etwaigen Folgen.

Kluge betonte: "Das Risiko der Impfung ist nicht Null, aber der Nutzen ist größer." Er appellierte an Schwangere, die Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Ansteckung besonders strikt einzuhalten und eine Impfung gemeinsam mit dem Arzt in Erwägung zu ziehen, der Partner solle möglichst ebenfalls geimpft sein. In mehreren anderen Ländern werden mRNA-Impfstoffe bei Schwangeren eingesetzt und die Impfung empfohlen. Beim Grippeschutz gehören Schwangere zu den Gruppen, bei denen die Stiko die Impfung empfiehlt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Baerbock: Deutschland braucht massiven Ausbau erneuerbarer Energien. "Gute Politik bemisst sich nicht an Papier und abstrakten Zielen, sondern an der Realität und konkreten Maßnahmen", sagte Baerbock am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei nun nötig, den CO2-Preis "mit echter klimapolitischer Lenkungswirkung" auf den Weg zu bringen, den Kohleausstieg bis 2030 umzusetzen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Ohne einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien seien Klimaziele "nichts". BERLIN - Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat angemahnt, den von der Bundesregierung angekündigten höheren Klimazielen jetzt Taten folgen zu lassen. (Boerse, 07.05.2021 - 06:51) weiterlesen...

EU-Sozialgipfel tagt in Porto - Barley kritisiert Merkels Absage. "Die EU muss endlich einen gemeinsamen Rahmen für armutsfeste Mindestlöhne beschließen und mehr in gleiche Lebensverhältnisse von Helsinki bis Palermo investieren", sagte die Vizepräsidentin des Europaparlaments der Deutschen Presse-Agentur vor dem EU-Sozialgipfel in Porto. Zugleich kritisierte Barley, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu dem Treffen nicht kommt. PORTO/BRÜSSEL - Die SPD-Politikerin Katarina Barley fordert in der Corona-Krise von den EU-Staaten mehr Einsatz für sozialen Zusammenhalt. (Wirtschaft, 07.05.2021 - 06:33) weiterlesen...

Briten warten auf Ausgang von Lokal- und Regionalwahlen. Am schnellsten dürften die Stimmen bei der Nachwahl für einen Sitz im Unterhaus in der englischen Stadt Hartlepool ausgezählt sein. Hier wurde schon am Freitagmorgen mit einem Ergebnis gerechnet. Auch der Ausgang der Parlamentswahl in Wales sollte noch am Freitag verkündet werden. EDINBURGH/LONDON - Hundefotos, Wahllokal im Kofferraum und Schnee in Schottland: Der "Super-Thursday" mit Regional- und Lokalwahlen in weiten Teilen Großbritanniens hat einige kuriose Höhepunkte mit sich gebracht. (Wirtschaft, 07.05.2021 - 06:33) weiterlesen...

Maritime Konferenz sucht nach Wegen aus Krise der Schiffbauindustrie. "Wir brauchen eine einheitliche Sprache Europas, dazu ist dringend ein europäischer Koordinator notwendig" sagte der CDU-Politiker vor der am Montag beginnenden Nationalen Maritimen Konferenz. Eine Monopolbildung müsse verhindert werden. Einen Subventionswettlauf mit den Chinesen, die ihre Schiffbauindustrie stark fördern, hielt Brackmann aber für nicht sinnvoll. BERLIN/ROSTOCK - Eine europäische Schiffbau-Strategie im Kampf gegen die übermächtige Konkurrenz aus China forderte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann. (Boerse, 07.05.2021 - 05:59) weiterlesen...

US-Forscher schätzen Corona-Todesfälle weltweit auf 6,9 Millionen. Schätzungen des Uni-Instituts IHME hätten ergeben, dass weltweit 6,9 Millionen Menschen durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein dürften, erklärte dessen Direktor Christopher Murray am Donnerstag (Ortszeit). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der weltweiten Coronatoten am selben Tag mit rund 3,2 Millionen an. WASHINGTON - Forscher der Universität Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat gehen von erheblich mehr Corona-Toten weltweit aus als offizielle Zahlen wiedergeben. (Wirtschaft, 07.05.2021 - 05:59) weiterlesen...

Mehrheit gegen sofortige Lockerungen für Geimpfte. 40 Prozent der Befragten finden es grundsätzlich falsch, wenn Menschen, die vollständig geimpft sind oder bereits eine Corona-Infektion überstanden haben, von Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren befreit werden. Das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend. BERLIN - Der Abstimmung im Bundesrat über Lockerungen der Corona-Beschränkungen für Geimpfte und Genesene blicken die Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge mit gemischten Gefühlen entgegen. (Boerse, 07.05.2021 - 05:58) weiterlesen...