Haushalt, Steuern

HALLE / BERLIN - Die starke Binnennachfrage wird nach Ansicht von Wirtschaftsexperten die Konjunktur in Deutschland auch im kommenden Jahr antreiben.

14.12.2016 - 14:27:24

Wirtschaftsforscher: Privater Verbrauch stützt Konjunktur auch 2017. Das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) erwartet 2017 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent. Das wäre knapp ein halber Punkt weniger als in diesem Jahr, teilte das IWH am Mittwoch mit. Die Binnennachfrage bleibe anhaltend kräftig. Bremsend wirke dagegen eine geringere Zahl an Arbeitstagen sowie die negative Entwicklung in der Exportwirtschaft. Die IWH-Prognose liegt leicht unter den Schätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bundesbank. Sie gehen für 2017 von einem Plus von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent aus.

Auch die Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnen dank des kräftigen privaten Konsums mit einer Fortsetzung des Aufschwungs. Nach einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent in diesem Jahr sei 2017 zwar nur ein Wachstum von 1,2 Prozent zu erwarten, wie das DIW am Mittwoch mitteilte. Das sind aber 0,2 Punkte mehr als im September vorhergesagt. Für 2018 liegt die Prognose bei 1,6 Prozent. Wachstumstreiber bleibe der private Konsum, der aber etwas an Dynamik verlieren dürfte, so die Experten. Auch höhere Energiepreise könnten die Kaufkraft verringern.

Das DIW weist zudem auf deutlich zurückgehende Überschüsse in den öffentlichen Haushalten hin. Daher gebe es im kommenden Jahr kaum finanzpolitischen Spielraum für Steuersenkungen und Sozialausgaben. In diesem Jahr werden die staatlichen Haushalte laut DIW zusammen ein Plus von 26 Milliarden Euro ausweisen, 2017 werden es voraussichtlich nur 4 Milliarden sein und 2018 ergebe sich sogar ein kleines Defizit.

"Die Einnahmen des Staates steigen zwar weiter, aber moderater als in den vergangenen Jahren, unter anderem weil das Tempo des Beschäftigungsaufbaus nachlässt", stellte die DIW-Finanzexpertin Kristina van Deuverden fest. Sie rechnet 2017 mit einem Anstieg der Einnahmen um rund zwei Prozent. Dem stehe eine Ausgabenerhöhung um 3,7 Prozent gegenüber, vor allem wegen mehr Sozialleistungen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Kipping wirf EU 'Gefeilsche' um Haushalt vor. Der Austritt Großbritanniens aus der EU solle endlich als politischer Weckruf verstanden werden, sagte Parteichefin Katja Kipping der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Berlin. BERLIN - Die Linke hat den Staats- und Regierungschefs nach dem EU-Gipfel von Brüssel "Gefeilsche um einen knapperen Haushalt" vorgeworfen. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:26) weiterlesen...

Baden-Württemberg: Ratingagenturen bestätigen Bestnoten für Kreditwürdigkeit. Sowohl die Ratingagentur Standard & Poor's (Note AAA) als auch Moody's (Note Aaa) bestätigten nun ihre zuletzt vorgenommenen Einschätzungen, wie das Ministerium per Pressemitteilung am Samstag in Stuttgart wissen ließ. Auch beim Ausblick waren sich die Agenturen einig: Er wurde als stabil eingestuft. Als Gründe für die Bewertung gaben Standard & Poor's wie Moody's die vorausschauende Haushaltspolitik des Landes und die positive wirtschaftliche Entwicklung an. Beide Ratingagenturen gehen davon aus, dass Baden-Württemberg die Schuldenbremse ab 2020 einhalten wird. STUTTGART - Die Kreditwürdigkeit des Landes Baden-Württemberg ist nach Auskunft des Finanzministeriums gleich zwei Mal mit der Bestnote "triple A" bewertet worden. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:17) weiterlesen...

Merkel: Flüchtlingspolitik auch positiv bei Finanzen berücksichtigen. Nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel sagte sie am Freitagabend, es gebe Länder, die in erheblichem Ausmaß im Umgang mit Flüchtlingen beschäftigt seien. BRÜSSEL - Kanzlerin Angela Merkel möchte den Einsatz von Ländern und Regionen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen bei den künftigen EU-Finanzen auch positiv berücksichtigen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 19:47) weiterlesen...

Drohender FCK-Abstieg - Lösung im Streit um Stadionmiete gefunden. KAISERSLAUTERN - Im Streit um die Stadionmiete des vom Abstieg in die dritte Liga bedrohten Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist eine Lösung gefunden worden. Der Aufsichtsrat der städtischen Stadiongesellschaft haben einen Nachlass beschlossen, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Drohender FCK-Abstieg - Lösung im Streit um Stadionmiete gefunden (Wirtschaft, 23.02.2018 - 17:52) weiterlesen...

Merkel sticht mit EU-Haushaltsvorschlag in ein Wespennest. Beim EU-Sondergipfel bekam Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag zwar einige Rückendeckung für ihren Vorschlag, bei der Verteilung von EU-Hilfen künftig auch die Aufnahme von Flüchtlingen und die Einhaltung europäischer Werte zu berücksichtigen. Etliche EU-Länder lehnen dies aber vehement ab, darunter Polen. BRÜSSEL - Die Europäische Union zeigt sich tief zerstritten über ihre künftigen Aufgaben und deren Finanzierung. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 17:15) weiterlesen...

Polnischer Ministerpräsident im EU-Haushaltsstreit versöhnlich. Das künftige EU-Budget müsse auf einem "gesunden, guten Kompromiss" basieren, sagte Morawiecki am Freitag beim EU-Sondergipfel in Brüssel. BRÜSSEL - Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki gibt sich im Haushaltsstreit der Europäischen Union versöhnlich. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:41) weiterlesen...