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GRIMMEN / TORGELOW - Die Corona-Pandemie und die Androhung von Sanktionen der USA haben am Freitagabend das Bürgerforum von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Grimmen (Vorpommern-Rügen) bestimmt.

07.08.2020 - 20:04:29

Dialog besser als Sanktionen - ob gegen Russland oder USA. Die Regierungschefin verurteilte die Drohung von US-Senatoren gegen den Hafen Mukran auf Rügen und forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Sie stellte aber gleichzeitig in Frage, ob Gegensanktionen die richtige Antwort seien. Mecklenburg-Vorpommern habe sich stets gegen die Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. "Dialog ist besser als Sanktionen", erklärte sie im Gespräch mit den rund 70 Teilnehmern des Forums. Die Corona-Pandemie müsste gezeigt haben, wie wichtig es ist, gut miteinander im Gespräch zu sein, meinte sie.

Ein Mann mahnte, die Bundesrepublik müsse bei Gegenmaßnahmen sehr behutsam vorgehen. Die Amerikaner hätten andere Möglichkeiten, Deutschland mit Sanktionen zu schaden, als umgekehrt. Mit einem flotten Spruch erntete ein anderer Bürger die Zustimmung der SPD-Politikerin: "Was ist blöder, als eine Maske zur tragen? Beatmet zu werden", sagte er.

Schwesig dämpfte die Erwartungen an baldige weitere Corona-Lockerungen. Zunächst wolle die Regierung noch zwei Wochen schauen, wie sich die Situation nach der Schulöffnung entwickelt. Bei den Corona-Fällen an zwei Schulen hätten die Gesundheitsämter gut reagiert und die Schulen vorübergehend geschlossen. Das sei besser, als weiterhin alle Schulen im Land geschlossen zu halten. Am 25. August wolle die Landesregierung eine Zwischenbilanz ziehen. "Wir haben keine Medikamente und keinen Impfstoff gegen Corona, aber wir haben uns und unsere Vernunft", machte Schwesig Mut. Freiwillige und kostenlose Corona-Tests seien vorerst Lehrern vorbehalten. Schulen seien wie tägliche Großveranstaltungen, zog sie einen Vergleich.

Das erste Bürgerforum der Ministerpräsidentin nach dem Lockdown beendete den ersten Tag ihrer diesjährigen Wirtschaftstour durch das Land. Am Vormittag hatte Schwesig der angeschlagenen Eisengießerei Torgelow GmbH (EGT) politische und finanzielle Unterstützung avisiert. Denkbar sei Geld aus dem Schutzfonds des Landes sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung, erklärte sie bei einem Besuch der Firma. "Die Leute hier sollen weiterarbeiten können", sagte Schwesig, die in Torgelow ihre diesjährige "Wirtschaftstour" begann. "Ich habe nie vergessen, wie es sich anfühlt, wenn der Vater nach Hause kommt und der Betrieb pleite ist", sagte die Politikerin, das habe sie nach der Wende in ihrer Familie erlebt.

Die Gießerei hatte Mitte Juli Insolvenz in Eigenregie beantragt, unter anderem im Zusammenhang mit sich verzögernden Aufträgen infolge der Corona-Krise. "Wichtige Ansprechpartner, wie in den USA und in Großbritannien waren monatelang nicht erreichbar", erläuterte Gießerei-Geschäftsführer Peter Krumhoff das Problem. EGT gießt riesige Windkraftgussteile und unter anderem große Gehäuse von Schiffsmotoren, will sich aber weniger abhängig von diesen Branche machen und forscht an anderen Guss-Produkten. Die Branche leidet nach seinen Worten zudem unter Konkurrenz aus China, ausserdem an sehr hohen Netzentgelten beim Strom, die wiederum hohe Strompreise zur Folge haben.

"Die Ministerpräsidentin arbeitet mit den anderen Ost-Ministerpräsidenten bereits an dem Thema "Netzentgelte"", erklärte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD), der aus Torgelow kommt. Das Unternehmen gehört mit 320 Mitarbeitern zu den wichtigsten Arbeitgebern Vorpommerns. Trotz der Insolvenz in Eigenregie läuft die Produktion vorerst weiter.

Nach dem Gießereibesuch unterzeichnete Schwesig in Neetzow-Liepen eine Erklärung für mehr Bürgerbeteiligung an einer Zukunftsstrategie für Vorpommern und gab in Stralsund den Startschuss für ein Digitales Innovationszentrum.

@ dpa.de

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