Regierungen, Deutschland

GLASGOW - Die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat den bisherigen Beschlüssen der Weltklimakonferenz in Glasgow ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

12.11.2021 - 17:56:28

Luisa Neubauer kritisiert COP-Ankündigungen als unzureichend. "Nichts davon entspricht dem Zeitdruck und dem humanitären Druck, unter dem wir stehen", sagte die 25-Jährige am Freitag in Glasgow. Man dürfe den Erfolg der COP26 nicht daran messen, ob er besser sei als jener vorheriger Klimakonferenzen - sondern daran, was wissenschaftlich notwendig sei. Außerdem kritisierte sie "Greenwashing"-Ankündigungen des britischen Gastgebers.

Neubauer verteidigte ihre schwedische Fridays-for-Future-Mitstreiterin Greta Thunberg, die den Gipfel bereits lange vor seinem Ende als gescheitert ansah. "Dass man im Jahr 2021 auf den Tisch haut, wo es draußen brennt und brodelt, ist zu erwarten. Alles andere fände ich ehrlich gesagt merkwürdig."

Die Aktivistin, die auch Grünen-Mitglied ist, appellierte an die reichen Industriestaaten, ihre Zusagen zu umstrittenen Klima-Geldern für ärmere Staaten zu erhöhen. "Der Vertrauensverlust steht definitiv auf der Kippe, dabei ist das die Grundlage für alles, was wir hier machen", sagte Neubauer mit Blick auf die Verhandlungen.

Die Verhandlungen von rund 200 Staaten, die eigentlich am Freitag enden sollten, waren zuletzt bei besonders strittige Punkte ins Stocken geraten. Am Ende sollte ein möglichst ehrgeiziger Text verabschiedet werden, der das angestrebte Ziel einer maximalen Erderwärmung von 1,5 Grad im Rahmen des Möglichen hält.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Tausende Demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen. Eine Gruppe von Jugendlichen habe zuvor Sicherheitskräfte mit Wurfgeschossen und Feuerwerkskörpern angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Belga. Einer ersten Schätzung der Polizei zufolge beteiligten sich rund 8000 Menschen am Sonntag an dem Marsch durch Brüssel. Am Nachmittag riefen die Einsatzkräfte auf Twitter dazu auf, die Demonstration aufzulösen, und kündigten die Festnahme der Störer an. BRÜSSEL - Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Belgien hat die Polizei am Sonntag Wasserwerfer und Tränengas gegen Protestierende eingesetzt. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 17:53) weiterlesen...

Bewegung im Ringen um italienischen Telekomkonzern TIM. Der TIM-Haupteigentümer Vivendi zeigt sich offen für die Idee, dass der italienische Staat die Kontrolle über die Netzinfrastruktur von TIM (vormals Telecom Italia) erlangt. "Die Hypothese einer Staatskontrolle des Netzwerkes, sollte sie der Vorbereitung eines vom Staat geführten, strategischen Projektes dienen, würde mit Sicherheit geprüft werden", erklärte ein Vivendi-Sprecher in einem Statement. Vivendi sei an allen Entwicklungen zum Wohle des Netzinfrastruktur interessiert, wenn der Konzern gleichzeitig den Wert seiner Beteiligungen erhalten könne. ROM - Der Finanzinvestor KKR bekommt bei der angestrebten Übernahme des italienischen Telekomkonzerns TIM offenbar mehr Gegenwind. (Boerse, 05.12.2021 - 17:52) weiterlesen...

Putin und Biden sprechen bei Video-Gipfel über Lage in Ukraine. Der Kreml und das Weiße Haus bestätigten den Online-Gipfel der beiden Staatsmänner. MOSKAU/WASHINGTON - Inmitten wachsender Spannungen im Ukraine-Konflikt werden Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden am Dienstag miteinander reden. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 16:38) weiterlesen...

FDP-Parteitag stimmt Ampel-Koalitionsvertrag zu. Bei einem digitalen Parteitag gab es am Sonntag 535 Ja- und 37 Nein-Stimmen sowie 8 Enthaltungen für das 177-Seiten-Papier zur Bildung der ersten Ampel-Regierung auf Bundesebene. Die FDP errechnete eine Zustimmung von 92,24 Prozent. BERLIN - Die FDP hat den Koalitionsvertrag mit SPD und Grünen mit großer Mehrheit angenommen. (Wirtschaft, 05.12.2021 - 16:36) weiterlesen...

Protestmärsche gegen Corona-Maßnahmen in europäischen Städten. Allein in Wien beteiligten sich nach Angaben der Polizei am Samstag mehr als 40 000 Menschen in teils aufgeheizter Stimmung an Protesten. Ihre Empörung richtete sich insbesondere gegen die allgemeine Impfpflicht, die Österreich im Februar einführen will. Es gab mindestens fünf Festnahmen. Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden. WIEN - In mehreren europäischen Städten sind am Wochenende wieder Gegner von staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die Straße gegangen. (Boerse, 05.12.2021 - 16:28) weiterlesen...

Corona-Inzidenz sinkt leicht - Studie: FFP2-Masken extrem sicher. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an. Am Samstag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Eine Studie ergab, dass FFP2-Masken selbst bei längerem Kontakt in Innenräumen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion bieten. BERLIN/GÖTTINGEN - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Wochenende leicht gesunken, aber bleibt sehr hoch. (Boerse, 05.12.2021 - 16:28) weiterlesen...