Finanzierung, Investitionen

GLASGOW - Der britische Premierminister Boris Johnson macht angekündigte Investitionen in den Klimaschutz davon abhängig, dass die Wirtschaft seines Landes wächst wie erwartet.

01.11.2021 - 06:05:29

Johnson knüpft Klima-Investitionen an Wirtschaftswachstum. Großbritannien wolle bis 2025 eine Milliarde Pfund (rund 1,18 Mrd Euro) mehr in die Finanzierung von Klimamaßnahmen stecken, kündigte Johnson zum Auftakt des Weltklimagipfels COP26 in Glasgow an. Das gilt aber nur für den Fall, dass die Konjunktur wie prognostiziert zulegt. Bislang hatte Großbritannien vorgesehen, zwischen 2021 und 2026 insgesamt 11,6 Milliarden Pfund für ärmere Länder im Kampf gegen die Klimakrise locker zu machen.

Die nun angekündigte zusätzliche Milliarde soll aus dem Topf für internationale Entwicklungshilfe kommen, für den im Haushaltsjahr 2024/25 - im Fall einer sich entsprechend erholenden Wirtschaft - wieder 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes vorgesehen sind.

Die britische Regierung hatte diesen Topf wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie für die nächsten Jahre auf 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gekürzt und dafür massive Kritik von humanitären Organisationen, aber auch von Abgeordneten aus den eigenen Reihen erhalten.

Die Klimafinanzierung ist ein besonders strittiges Thema bei den Verhandlungen in Glasgow: Bereits einige Tage vor Beginn der COP26 hatten die Industriestaaten eingeräumt, das Ziel von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr für weniger entwickelte Staaten erst 2023 erstmalig zu erreichen - und damit drei Jahre später als geplant.

Johnson rief die Staatengemeinschaft zu Beginn des Klimagipfels erneut auf, ihre Anstrengungen im Klimaschutz zu verstärken. "Es ist eine Minute vor Mitternacht, und wir müssen jetzt handeln", sagte Johnson einer Mitteilung zufolge. "Wenn wir jetzt nicht ernsthaft gegen den Klimawandel kämpfen, wird es für unsere Kinder zu spät sein, das morgen zu tun." Am Montag wird Johnson genauso wie Dutzende andere Staats- und Regierungschefs in Glasgow zur Weltgemeinschaft sprechen.

@ dpa.de

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