Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Spanien

Gentiloni: Fragmentierung in arme und reiche EU-Staaten verhindern

22.05.2020 - 06:18:25

Gentiloni: Fragmentierung in arme und reiche EU-Staaten verhindern. BERLIN - EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni erwartet, dass sich die Mitgliedstaaten auf einem EU-Gipfel am 18. Juni auf einen gemeinsamen Wiederaufbauplan in der Corona-Krise einigen werden. Er gehe davon aus, "dass am Ende die Vernunft und die Verantwortlichkeit siegen", sagte Gentiloni dem "Handelsblatt" (Freitag). Besondere Hilfe beim Wiederaufbau wolle die EU-Kommission Unternehmen zukommen lassen, die durch die Pandemie in Existenznöte geraten seien, sagte er der Zeitung. "Wir überlegen, ein neues Instrument in unserem Wiederaufbauplan einzubauen: eine Solvenzhilfe für Unternehmen, die keine Unterstützung in ihrem Heimatland bekommen."

Wichtig sei das auch für die "paneuropäischen Wertschöpfungsketten, etwa in der Autoindustrie", so Gentiloni. Wenn dort ein Glied ausfalle, seien zugleich alle anderen betroffen. Ein weiteres Ziel des Wiederaufbauplans sei es, "den am meisten von der Pandemie betroffenen Regionen und Wirtschaftssektoren zu helfen." Es gehe auch darum, "alle Mitgliedstaaten am Wohlstand teilhaben zu lassen". Sonst drohe eine "große Fragmentierung in arme und reiche EU-Staaten", warnte Gentiloni. "Das müssen wir verhindern."

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will am kommenden Mittwoch einen Vorschlag für ein Wiederaufbauprogramm vorlegen. Im Vorfeld hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein gemeinsames Konzept vorgelegt, wonach 500 Milliarden Euro von der EU-Kommission als Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über den EU-Haushalt als Zuwendungen verteilt werden sollen. Den gemeinsamen Vorschlag von Deutschland und Frankreich sieht Gentiloni auf dem Weg zu einer Einigung innerhalb der EU als hilfreich. "Beide Länder haben anerkannt, dass wir uns in einer außergewöhnlichen Lage befinden, die eine außergewöhnliche Reaktion erfordert", sagte der EU-Kommissar.

Zur späteren Rückzahlung der Schulden will Gentiloni auf harte Sparprogramme, wie sie nach der Finanzkrise von 2008 gefahren wurden, möglichst verzichten. "Wir sollten nicht auf die Logik und das Wording der Finanzkrise zurückgreifen", sagte der EU-Kommissar der Zeitung. Pläne für die Zeit nach der Krise hält er für verfrüht. "Wir müssen noch wochenlang, vielleicht monatelang mit der Pandemie leben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Experten: Hunderte starben an Rauch von australischen Buschfeuern. Tausende mussten wegen des Qualms in Krankenhäusern behandelt werden, wie Experten einer nationalen Kommission mitteilten, die sich mit Fragen rund um den Katastrophenschutz befasst. Die Buschbrände wüteten von August bis März und zerstörten mehr als 12 Millionen Hektar Land. 33 Menschen starben. Mehr als eine Milliarde Tiere kamen nach Expertenschätzungen ums Leben. Die Auswirkungen der Rauchentwicklung durch die gewaltigen Brände auf die Gesundheit seien jedoch noch viel größer als die durch die Buschbrände selbst, erklärte Fay Johnston, Umweltexpertin der University of Tasmania. CANBERRA - Der Rauch der verheerenden Buschfeuer in Australien hat einer Untersuchung zufolge Hunderte Menschen das Leben gekostet. (Boerse, 26.05.2020 - 07:43) weiterlesen...

Macron will Plan zur Unterstützung der Autoindustrie vorlegen. Der Präsident werde am Vormittag (10.00 Uhr) im Pariser Élyséepalast Vertreter der Branche empfangen, am Nachmittag (15.00 Uhr) sei dann ein Besuch beim Zulieferer Valéo im nordfranzösischen Étaples geplant, teilte das Präsidialamt mit. Der 42-Jährige werde sich von Étaples aus dann zu dem Plan äußern. PARIS - Vor dem Hintergrund der Krise beim Hersteller Renault will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am (heutigen) Dienstag einen Plan zur Unterstützung der heimischen Autobranche ankündigen. (Wirtschaft, 26.05.2020 - 07:42) weiterlesen...

SPD-Fraktionsvize: Bei Konjunkturprogramm nicht verzetteln. Es seien gezielte Konjunkturinvestitionen sinnvoll, sagte Bartol der Deutschen Presse-Agentur. Ein Modernisierungsimpuls müsse Soziales, Klimaschutz und Innovation verbinden - zum Beispiel mit einem deutschlandweiten Programm für E-Busse und Wasserstoffbusse im Öffentlichen Personennahverkehr oder mit einem Sanierungsprogramm "Soziale Infrastruktur" für Schulen, Kitas und Krankenhäuser. BERLIN - Beim geplanten Konjunkturprogramm der Bundesregierung müssen aus Sicht von SPD-Fraktionsvize Sören Bartol Schwerpunkte gesetzt werden. (Wirtschaft, 26.05.2020 - 06:58) weiterlesen...

Niedersachsen bereitet eigenes Gesetz zur Grundsteuer vor. Das eigene Modell werde "gerade in einen Gesetzentwurf gegossen", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Hannover auf Anfrage. Die Grundsteuer werde dabei "mehr anhand der Fläche, ergänzt um wertbildende innerkommunale Lagefaktoren" bemessen. Das sei leichter umzusetzen und weniger streitanfällig als das Bundesmodell. Eine Entscheidung, von welchem Modell Niedersachsen am Ende Gebrauch machen wird, gebe es aber noch nicht. HANNOVER - Die niedersächsische Landesregierung bereitet zur Berechnung der Grundsteuer ein vom Bundesmodell abweichendes Gesetz vor. (Boerse, 26.05.2020 - 06:33) weiterlesen...

ROUNDUP/Karlsruhe urteilt: Kommen Frauen bei der Scheidung zu schlecht weg?. Das Bundesverfassungsgericht verkündet am Dienstag ein Urteil zu den Auswirkungen auf die Altersversorgung. Im Raum steht der Verdacht, dass vor allem Frauen bei der Berechnung ihrer Ansprüche in bestimmten Fällen systematisch benachteiligt werden. KARLSRUHE - Eine Scheidung ist meist schmerzhaft - emotional und oft auch finanziell. (Wirtschaft, 26.05.2020 - 06:32) weiterlesen...

WDH: Söder warnt vor überzogenen Auflagen bei Lufthansa-Rettung (In der Überschrift wurde ein Wort geändert.) (Boerse, 26.05.2020 - 06:02) weiterlesen...