Regierungen, Schweiz

GENF - US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman hat vor dem Treffen mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Rjabkow zur Ukraine-Krise die Souveränität jedes Landes betont, Allianzen selbst zu bestimmen.

10.01.2022 - 07:37:27

USA beharren in Genf auf Prinzip: Länder wählen selbst Allianzen. Sherman traf Rjabkow am Sonntagabend in Genf zu einer Absprache über die Themen, die bei den offiziellen Gesprächen an diesem Montag auf den Tisch kommen. Shermans Begegnung mit Rjabkow sollte um 10 Uhr in der US-Botschaft in Genf beginnen. Im Mittelpunkt stehen der russische Truppenaufbau an der Grenze zur Ukraine und die Forderung Moskaus nach Sicherheitsgarantien der Nato.

Sherman wies nach diesem Angaben die Forderung Moskaus zurück, dass das westliche Verteidigungsbündnis Nato weder die Ukraine noch andere Länder in Osteuropa aufnimmt. Jedem Land stehe es frei, selbst zu entscheiden, welchem Bündnis es beitritt, sagte sie nach Angaben des Außenministeriums. Es gehe in Genf um bilaterale Angelegenheiten. Die USA würden nicht ohne die europäischen Partner am Tisch über die europäische Sicherheitsarchitektur diskutieren. Gelegenheit dafür böten der Nato-Russland Rat am Mittwoch in Genf oder die Gespräche im Rahmen der Gespräche im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag in Wien.

Die USA werfen Russland seit Wochen einen Truppenaufbau in Gebieten an der Grenze zur Ukraine vor. Befürchtet wird, dass russische Soldaten in der Ex-Sowjetrepublik einmarschieren könnten. Russland bestreitet solche Pläne. Russland seinerseits will die Aufnahme weiterer osteuropäischer Länder in der Nato verhindern und verlangt eine Garantie, dass die Ukraine niemals Mitglied der Allianz wird. Die USA haben im Fall einer Invasion massive Sanktionen angedroht.

@ dpa.de

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