Regierungen, Deutschland

GENF / ROM - Die G20-Länder haben es nach Meinung des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Hand, weitere verheerende Folgen der Corona-Pandemie zu verhindern und neuen Pandemien vorzubeugen.

30.10.2021 - 19:14:29

WHO-Chef Tedros nimmt G20 in die Pflicht: Beendet Impfstoffkrise. "Wie viel mehr Menschen werden noch sterben, in dieser und in künftigen Pandemien?", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstag bei einer Diskussion über Gesundheitsfragen mit den G20 in Rom.

Tedros appellierte an die Politikerinnen und Politiker, die Impfkrise mit dem Mangel in ärmeren Ländern und damit die Pandemie zu beenden. Sieben Milliarden Impfdosen seien bislang verabreicht worden, aber nur 0,4 Prozent davon in den Ländern mit niedrigen Einkommen. Jeder habe Verständnis dafür, dass Regierungen zunächst ihre eigenen Bevölkerungen schützen wollten. "Aber für Gleichheit bei der Impfstoffverteilung zu sorgen, ist kein Akt der Wohltätigkeit, es ist im besten Interesse jedes Landes", sagte Tedros.

Die WHO betont immer wieder, dass sich in Ländern mit niedriger Impfquote neue Virusvarianten entwickeln können, vor denen die derzeitigen Impfstoffe nicht mehr schützen. Die Varianten wiederum könnten dann alle Länder bedrohen. Tedros beschwor die G20, versprochene Impfstoffspenden nun auch zügig zu liefern und die Impfstoffherstellung in Afrika zu unterstützen. Nach WHO-Angaben sind zwar eine Milliarde Impfdosen versprochen worden, bislang aber erst rund 15 Prozent tatsächlich geliefert worden. Um auch in den ärmsten Ländern bis Ende des Jahres 40 Prozent der Bevölkerung zu impfen, sind 550 Millionen Impfdosen nötig.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH: Plan B: Boris Johnson kündigt Verschärfung von Corona-Regeln an (Im 3. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 20:44) weiterlesen...

Plan B: Boris Johnson kündigt Verschärfung von Corona-Regeln an. "Es ist zunehmend klar geworden, dass Omikron sich sehr viel schneller ausbreitet als die Delta-Variante", sagte der konservative Regierungschef am Mittwoch bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in der Londoner Downing Street. In Großbritannien wurden Johnson zufolge bisher durch Genom-Sequenzierung bereits 568 Omikron-Fälle bestätigt. LONDON - Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in England angekündigt. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 20:27) weiterlesen...

Biden gratuliert Scholz und sagt enge Zusammenarbeit zu. "Ich freue mich darauf, auf den starken Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern aufzubauen und eng zusammenzuarbeiten, um bei den globalen Herausforderungen von heute Fortschritte zu erzielen", teilte Biden am Mittwoch auf Twitter mit. Der Demokrat betont immer wieder die Bedeutung wichtiger Verbündeter wie Deutschland. Unter seinem republikanischen Vorgänger Donald Trump waren die Beziehungen extrem angespannt. Auch unter Biden gibt es aber Spannungen im Verhältnis, beispielsweise im Konflikt um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden hat Olaf Scholz zur Ernennung zum Bundeskanzler gratuliert. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 19:51) weiterlesen...

Fauci: Definition von 'vollständig geimpft' könnte sich bald ändern. "Es wird eine Frage des Wann und nicht des Ob sein", sagte der Immunologe am Mittwoch dem Sender CNN mit Blick auf die Frage, ob eine Auffrischungsimpfung notwendig sein werde, um als vollständig geimpft zu gelten. Es werde niemand bestreiten, dass es für einen optimalen Schutz eine dritte Spritze brauche - unabhängig von der Definition, sagte Fauci. "Holen Sie sich Ihre dritte Impfung. Denken sie nicht daran, was die Definition ist. WASHINGTON - Der US-Immunologe Anthony Fauci erwartet eine baldige Änderung der Definition, wer in den USA als vollständig gegen Corona geimpft gilt. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 19:18) weiterlesen...

Auch Kanada schließt sich diplomatischem Boykott der Winterspiele an. "Kanada bleibt zutiefst verstört angesichts der Berichte über die Verletzung von Menschenrechten in China", schrieb Premierminister Justin Trudeau am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter. "Deswegen werden wir keine diplomatischen Vertreter zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen nach Peking schicken. OTTAWA - Auch Kanada hat sich dem von mehreren westlichen Staaten beschlossenen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking angeschlossen. (Wirtschaft, 08.12.2021 - 19:09) weiterlesen...

Videogipfel von Biden und Putin - Weiter Spannungen in Ukraine-Krise (neu:Biden, 1. Absatz, Scholz, 7. Absatz) (Wirtschaft, 08.12.2021 - 18:49) weiterlesen...