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Regierungen, Schweiz

GENF - Klimaschutzmaßnahmen können schwere Folgen für die Artenvielfalt haben.

10.06.2021 - 16:43:35

Experten warnen: Schlechter Klimaschutz zerstört Artenvielfalt. Davor warnen Wissenschaftler und fordern eine engere Verknüpfung der Klima- und der Artenvielfalt-Krise. Der Weltklimarat IPCC und der Weltbiodiversitätsrat IPBES haben erstmals gemeinsam über Lösungen für die eng verflochtenen Krisen beraten und ihre Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht.

Die Experten verlangen, dass 30 bis 50 Prozent der Meeres- und Landflächen weltweit unter Naturschutz gestellt werden. Zurzeit sind es etwa 15 Prozent der Land- und 7,5 Prozent der Ozeanflächen. Die Kreislaufwirtschaft müsse gefördert werden, und Subventionen, die Arten gefährden, müssten abgebaut werden, um Überfischung, Kahlschlag in Wäldern oder Überdüngung von Feldern zu verhindern.

Ein Beispiel für negative Konsequenzen von Klimaschutzmaßnahmen ist die Elektromobilität: Mehr Elektrofahrzeuge sind zwar gut für den Klimaschutz, aber der Rohstoffabbau für die nötigen Batterien schadet der Umwelt. Ein anderes Beispiel sind Biomasse-Plantagen: Sie sind gut für umweltfreundliche Kraftwerke, aber die Artenvielfalt leidet. Mit neuen Technologien müssten andere Lösungen gefunden werden, fordern die Wissenschaftler.

@ dpa.de

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